"Hot Wheels"-Sondermodelle

— 03.01.2008

Kleine Edel-Renner

Zum 40. Geburtstag der Spielzeugserie "Hot Wheels" gestalteten sechs professionelle Autodesigner Sondermodelle im Maßstab 1:64. Die mussten vor allem eins: schon im Stand schnell aussehen.



Schon mal gesehen, was Kinder mit Spielzeugautos anstellen? Es bricht einem das Herz. Denn Spielzeugautos sind eigentlich für Erwachsene gemacht, für Männer, die damit die Wände ihrer Büros schmücken oder zu Hause ganze Hobbyräume dafür unterhalten. Im Fall der "Hot Wheels" von Mattel wird es im Februar 2008 sechs ganz besondere Schmuckstücke geben. Aus Anlass des 40. Geburtstages der Hot Wheels hat der amerikanische Spielzeuggigant professionelle Autodesigner um Entwürfe gebeten. Natürlich mussten auch die Designerautos die drei wichtigsten Vorgaben erfüllen: Maßstab 1:64, schon im Stand schnell aussehen und so leichtgängig sein, dass sie auf der Hot-Wheels-Plastikrennstrecke einen Looping schaffen, nachdem sie auf Tischkantenhöhe gestartet und allein durch die Kraft der Erdanziehung beschleunigt wurden.

Diese Herausforderung haben sechs Designbüros angenommen. So gibt es von Honda einen offenen Supersportwagen, der gleich zwei Formel-1-Autos vereint. Ford-Designer Steve Gilmore hat ein Auto gezeichnet, das als Batmans Dienstwagen durchgehen würde, und den "Chevroletor" gestaltete mit GM-Designer Amaury Diaz-Serrano ein Fan, der selbst mehrere tausend Hot-Wheels-Modellautos besitzt. Diaz-Serrano hat sich die klassische Corvette zum Vorbild genommen, die schon bei der ersten Serie von 1968 dabei war. In der Arbeit für den Spielwarenhersteller sieht der Mann von General Motors keine Unterschiede zu seinem alltäglichen Geschäft. "Egal ob groß oder klein: Die Autos müssen Begehrlichkeit wecken, sie müssen schnell aussehen, und vor allem müssen sie cool sein", sagt er.

Die Geburtstags-Sondermodelle sollen dieser Shelby Cobra aus dem aktuellen Programm in nichts nachstehen.

Für die Designer war die zusätzliche Arbeit "ein Traum", wie Russel Carr, Chefgestalter des britischen Sportwagenherstellers Lotus, sagt. "Viele von uns sind mit Hot Wheels groß geworden. Diese Modelle waren es, die unsere Faszination und Leidenschaft für das Auto geweckt haben." Begonnen hat die Geschichte allerdings mit einer Enttäuschung. Irgendwann beim Spiel mit seinen Enkeln war Mattel-Gründer Elliott Handler derart enttäuscht von der Qualität anderer Modellautos, dass er kurzerhand die Produktion eigener Fahrzeuge auf den Weg brachte. Dafür warb er bei der US-Marine als Entwicklungschef den Raketentechniker Jack Ryan ab, der zuerst neue Achsen und Räder entwarf, mit denen Modellautos erstmals auf hohe Geschwindigkeiten kamen. Außerdem holte Ryan den Chevrolet-Designer Harry Bradley ins Boot, der sich von der Hotrod-Szene in Kalifornien inspirieren ließ. Am Anfang standen 16 Modelle, das erste überhaupt war ein getunter Chevrolet Camaro. Aus den 16 Modellen des ersten Jahres, darunter auch ein VW Käfer, sind laut Mattel mittlerweile mehr als 800 Fahrzeuge geworden, die in über 11.000 Varianten aufgelegt wurden.

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