"Rocky" stellt sein Auto vor

"Rocky" stellt sein Auto vor "Rocky" stellt sein Auto vor

"Rocky" stellt sein Auto vor

— 18.05.2007

Mein Audi A4 DTM

Handwerkszeug eines Debütanten: Der Audi-Neuling Mike Rockenfeller erklärt exklusiv in AUTO BILD MOTORSPORT seinen DTM-Boliden.

Mein Audi A4 DTM sieht zwar auf den ersten Blick Ihrem A4 für die Straße ähnlich. Tatsächlich aber ist er wie alle DTM-Autos ein reinrassiger Renn-Prototyp. Vom Serienmodell stammt nur noch das Dach inklusive der A- und C-Säulen. Der Rest der Karosserie besteht aus Kohlefaser. Ein DTM-Bolide ist ein sehr aerodynamisch ausgeklügeltes Rennauto. Wir haben viele kleine Flügelchen, die sogenannten Flaps. Dadurch erzeugt das Auto Abtrieb. Das heißt: Es wird durch die anströmende Luft auf die Fahrbahn gepresst. Deswegen sollte man sich diese Flügel im Rennen nicht abfahren. Dann verschlechtert sich die Balance des Autos und man wird zwangsläufig langsamer.

Beflügelt: Die "Flaps" sorgen für den Abtrieb an der Hinterachse.

An der Aerodynamik dürfen wir in der Saison nichts verändern. Alle DTM-Autos wurden vorm ersten Rennen von den technischen Kommissaren des DMSB (Deutscher Motor Sport Bund) abgenommen und werden ständig kontrolliert. Aber wir können trotzdem den Abtrieb erhöhen oder verringern. Das machen wir durch Verändern der Bodenfreiheit des Wagens. Das ist der Schlüssel zu einer guten Abstimmung.Das meiste können wir unter der Karosserie verstellen: Federn, Dämpfer, Stabilisatoren. Da gibt's viele Möglichkeiten. Die Einstellung ist abhängig von der Strecke. Ist sie holprig oder eben? Ist der Asphalt rau oder glatt? Oder hat eine Rennstrecke viele schnelle oder eher langsame Kurven? In schnellen Kurven mag ich lieber ein steiferes Auto mit harter Feder-Dämpfer-Einstellung. Damit habe ich ein besseres Gefühl. In langsamen Ecken ist oft ein weiches Auto besser. Damit hat man mehr mechanischen Grip.

Einheitlich: In der DTM gibt es für alle innenbelüftete Carbonbremsen.

Wir fahren in der DTM mit einheitlichen Karbonbremsen. Über die gesamte Saison teilen sich zwei Fahrer zwölf Bremsscheiben. Je sechs für die Vorder- und Hinterachse. Die Verzögerung des Fahrzeugs ist super. Man kann verdammt spät bremsen. Komme ich beispielsweise mit 250 km/h auf eine Zweiter-Gang-Kurve zu, die ungefähr mit 90 bis 100 km/h durchfahren werden kann, gehe ich etwa 150 Meter vor der Kurve in die Eisen. Ebenso beeindruckend ist die Beschleunigung: am Start in unter drei Sekunden auf Tempo 100. Da werde ich ganz schön in den Sitz gepresst. Und ich kann Ihnen versichern – dieser DTM Audi A4 macht echt Spaß!

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