Porsche-Chef Wendelin Wiedeking

"Spiegel": Wiedeking muss gehen

— 17.07.2009

Macht statt Wiedeking?

Laut Nachrichtenmagazin "Spiegel" muss Porsche-Chef Wendelin Wiedeking seinen Hut nehmen. Produktionsvorstand Michael Macht werde sein Nachfolger. Porsche hat den Bericht dementiert.

(dpa) Porsche-Chef Wendelin Wiedeking muss nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" nach einem Beschluss der Eigentümerfamilien seinen Posten räumen. Die Familien Porsche und Piëch haben sich danach auf den bisherigen Produktionsvorstand Michael Macht als Nachfolger geeinigt. Über die Modalitäten des Ausscheidens von Wiedeking werde bereits verhandelt. Der Sportwagenbauer widersprach dem umgehend. "Davon ist uns nichts bekannt", sagte ein Porsche-Sprecher am Freitag (17. Juli) in Stuttgart. "Dazu wäre ein Präsidialbeschluss des Porsche-Aufsichtsrates notwendig. Den gibt es nicht." Wiedeking sei damit weiter im Amt.

Macht soll den Angaben zufolge Chef der Porsche AG werden, in der das Autogeschäft des Sportwagenbaues gebündelt ist. Wiedeking würde damit Vorsitzender Porsche Holding bleiben. Nach Medienspekulationen könnte er aber auch dieses Amt verlieren. In der Porsche Holding haben die Stuttgarter neben ihrem Autogeschäft auch ihre VW-Anteile gebündelt. Bislang hat Wiedeking beide Vorstandsposten inne.

Der 48 Jahre alte Macht gilt laut "Spiegel" in der Branche als hochqualifizierter Fertigungsexperte, der in der Porsche-Produktion jährlich große Effizienzsteigerungen erreichte. Außer ihm sei im Porsche-Vorstand niemand für die Wiedeking-Nachfolge in Betracht gekommen. Der Manager gehört seit 1998 dem Vorstand der Porsche AG an.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag berichtete, könnte Wiedeking eine Abfindung von mehr als 100 Millionen Euro erhalten, falls er das Unternehmen verlässt. Dies wäre die höchste Abschiedszahlung, die es in Deutschland jemals gegeben hat. Der 56-Jährige selbst hatte am Donnerstagabend gesagt, er wolle im Amt bleiben und seinen Vertrag erfüllen, der bis 2012 läuft. Eine Entscheidung über die Zukunft des hoch verschuldeten VW-Großaktionärs Porsche wird am 23. Juli erwartet. Volkswagen will knapp die Hälfte der Porsche AG übernehmen und den Sportwagenbauer als zehnte Marke in den Konzern integrieren.

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