Porsche-Chef  Wedeking

"Sprachwahrer des Jahres 2007"

— 24.12.2007

Porsche kann Hochdeutsch

Porsche ist Kandidat für den "Sprachwahrer des Jahres". Die Zeitschrift "Deutsche Sprachwelt" zeichnet Personen und Institutionen aus, die sich um die deutsche Sprache verdient machen.

Die Stadt Mühlhausen hat den Preis schon, auch Papst Benedikt XVI. ist ein "Sprachwahrer des Jahres". Jetzt könnte Porsche zu ungeahnten Ehren kommen, denn die Zuffenhausener Edelschmiede wurde von der Zeitschrift "Deutsche Sprachwelt" als echter Wahrer der deutschen Sprache ausgemacht. In ihrer Begründung machte die Jury bei Porsche ein Festhalten an der deutschen Sprache aus, die zum Erfolg des Unternehmens beigetragen habe. "Porsche setzt bewusst auf die deutsche Sprache als Unternehmenssprache, um den Einfallsreichtum der Ingenieure nicht zu bremsen. Porsche unterstütze außerdem im Ausland Werbemaßnahmen für Deutsch als Fremdsprache", heißt es da.

Offensichtlich haben die Sprachwahrer noch nicht allzu oft in eine Pressemappe der Schwaben geschaut, in denen sich urdeutsche Begriffe wie "Porsche Active Suspension Managemen" (PASM) oder "Porsche Traction Management (PTM) neben Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC) oder Porsche Ceramic Composite Brake" (PCCB) tummeln. Bei allem Einfallsreichtum der Ingenieure haben sich hier also doch ein paar Anglizismen eingeschlichen. Hoffen wir, dass dies Porsche im Kampf um die Krone der Sprachwahrer gegen die Mitbewerber Schweizer Orthographische Konferenz (SOK), den Kabarettisten Günter Grünwald, den Liedermacher Rolf Zuckowski und eine Verbraucherschutzinitiative von Bundestagsabgeordneten der Union nicht zurückwirft. Abstimmen können nicht nur Porsche-Fans unter www.deutsche-sprachwelt.de/sprachwahrer.

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