"Welt AG" verkauft US-Tochter

"Welt AG" verkauft US-Tochter

— 14.05.2007

Aus DaimlerChrysler wird Daimler

Trennung perfekt: Die Mehrheit von Chrysler geht für 5,5 Milliarden Euro an den Finanzinvestor Cerberus. DaimlerChrysler wird damit zur Daimler AG.

(dpa) DaimlerChrysler verkauft die Mehrheit seiner US-Tochter Chrysler für 5,5 Milliarden Euro an den Finanzinvestor Cerberus. Die Firma übernimmt einen Anteil von 80,1 Prozent, teilt DaimlerChrysler mit. Die restlichen 19,9 Prozent halten weiterhin die Stuttgarter. Folge der Trennung: Aus der DaimlerChrysler AG wird die Daimler AG. Dies soll eine außerordentliche Hauptversammlung beschließen. Konzernchef Dieter Zetsche: "Wir sind davon überzeugt, eine Lösung gefunden zu haben, die insgesamt den größten Wert schafft – für Daimler und für Chrysler. Mit dieser Transaktion haben wir die Voraussetzungen für einen neuen Start für Chrysler und für Daimler geschaffen."

John C. Snow, einst US-Finanzminister und jetzt Chairman des Venture-Capital-Unternehmens, ist davon natürlich überzeugt: "Cerberus glaubt an die Kraft der verarbeitenden Industrie der USA und an die US-Autoindustrie. Aber am wichtigsten ist: Wir glauben an Chrysler!" Das tat Ex-Konzernlenker Jürgen Schrempp 1998 auch, als er 36 Milliarden Dollar für die Fusion ausgab. Damals ging es um Synergien und Visonen, heute um ein Investment. Cerberus kauft und saniert angeschlagene Unternehmen, besitzt zum Beispiel die Finanzsparte von General Motors. Dass das Traditionsunternehmen Chrysler erneut knapp zehn Jahr in einer Hand ist, darf bezweifelt werden.

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