1. Nordeuropäische E-Mobil-Rallye 2011

Fotos zur 1. Nordeuropäischen E-Mobil Rallye Fotos zur 1. Nordeuropäischen E-Mobil Rallye

1. nordeuropäische E-Mobil-Rallye 2011

— 23.03.2011

Unterwegs mit den Elektro-Pionieren

Wer mit Rallyes nur Höchstgeschwindigkeiten, knatternde Motoren und Benzingestank verbindet, liegt bei der E-Mobil Rallye falsch. Die Zutaten: Elektroautos, Gleichmäßigkeitsprüfungen und die ständige Suche nach Strom.

Ein Höchstgeschwindigkeits-Fanatiker ist der Sieger der ersten nordeuropäischen E-Mobil-Rallye, die am 20. März 2011 in Husum endete, wahrlich nicht. Trotzdem: Mit Glück, Geschick und fahrerischem Können gewann Tim Ruhoff gemeinsam mit seiner Beifahrerin Anna Baumeister und dem Team "Barka Wi & Next Generation Mobility" schon seine zweite E-Mobil-Rallye in einem Tesla Roadster. Im vergangenen Sommer reichte es für Ruhoff zum 1. Platz bei der E-Miglia, der E-Rallye mit den bis dahin meisten Teilnehmern. Diesen Titel trägt nun die nordeuropäische E-Mobil Rallye mit 40 Teilnehmern, die insgesamt 220 Kilometer bewältigen mussten. Zum Vergleich: Bei der E-Miglia stehen 800 Kilometer im Fahrtenbuch.

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"Das fast geräuschlose Fahren ist zwar zunächst ungewohnt, aber letztlich richtig entspannend", lautete das Urteil vieler Fahrerteams. Gut so, hielten doch die unterschiedliche Wertungsprüfungen der Rallye schon genug Anstrengungen für die Teilnehmer bereit. So kam es bei einigen Strecken auf das Einhalten einer vorgeschriebenen Durchschnittsgeschwindigkeit an. Oder es musste die Route gefunden werden, die besonders nah am Wasser entlang führte. Lupe, Stoppuhr und das Roadbook gehörten somit zum wichtigen Handwerkszeug für alle Rallye-Teilnehmer.

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An der Rallye nahmen ganz unterschiedliche Fahrzeuge teil: Das Siegerteam hatte im Sportwagen Tesla Roadster vor den Vorteil der längsten Reichweite. Andere im LUIS 4U green oder dem Mitsubishi i-MiEV mussten um ganz schön kämpfen. "Wir hatten die Heizung aus", lautete bei vielen Teilnehmern die Devise. In einer etwas anderen Liga fuhren der Stromos von German E-Cars und die Mini-Cars von Reva oder Think. Die hatten die meisten Probleme mit der Distanz. Vor allem deshalb, weil es in den Pausen nicht immer möglich war, die Fahrzeuge über zwei oder drei Stunden aufzuladen.
 
Ob Tim Ruhoff weiterhin zum Seriensieger werden wird, wird sich dann im kommenden Jahr zeigen: Bei der Siegerehrung auf dem Gelände der Husumer Messe "new energy" kündigte Ruhoff an, im kommenden Jahr seinen Titel verteidigen zu wollen.

Autor: Martin Jendrischik

Fotos: Jendrischik / CleanThinking.de

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