10. ContiTuningtag

10. ContiTuningtag

— 19.05.2005

Blick nach vorn

Dieses Jahr stehen unsere ContiTuningtage im Zeichen unterschiedlicher Antriebskonzepte. Den Anfang machte der Frontantrieb jetzt sag blo keiner mehr, da man damit nicht schnell auf der Rennstrecke sein kann ...

Ganz vorn mit dabei

Frontantrieb? Hmmm, da war doch was ... Richtig, damals im Winterurlaub! Als Allrad noch ein Fremdwort war, konnte man sich immer herrlich ber die fluchenden BMW-Fahrer freuen. Whrend die mit steifgefrorenen Fingern und hochroten Kpfen verzweifelt versuchten, hinten Schneeketten zu montieren, fuhr man im frontgetriebenen Kleinwagen grinsend vorbei. Getreu der Formel "Motor vorn = Gewicht an der Antriebsachse" war man auf Schnee eindeutig Traktionsknig. Anders auf der Rennstrecke, da waren Fronttriebler lange verpnt.

Die Zeiten haben sich gendert. Frontantrieb ist lngst nicht mehr nur was fr Kleinwagen, und auch auf der Rennstrecke ist das Konzept etabliert, siehe Leon Supercopa und Mini-Challenge. Um das zu unterstreichen, gingen beim zehnten ContiTuningtag einige hchst sportliche Vertreter der Fronttriebler-Zunft an den Start.

JE Design schickte einen heftig bespoilerten Seat Leon ins Rennen, Abt-Pressesprecherin Marieke Teunissen reiste mit dem neuen GTI an. Gleich zwei Fahrzeuge, nmlich Astra H und Merifast, hatte die Firma Steinmetz aufgefahren. Tuner-Urgestein Alfons Hohenester lie seinen irren 250-PS-Polo von der Leine. Das strkste Auto im Feld fhrte Riechert Racing vor: einen Skoda Octavia RS mit mehr als 300 PS. Viel Vergngen versprach (und hielt) der offene Mini Cooper S von Maxi-Tuner. SKN-Tuning zeigte eindrucksvoll, da auch Dieselpower auf der Rennstrecke Spa machen kann. Die 30 AUTO BILD TEST & TUNING-Leser, die als Gewinner einen Tag am Contidrom bei Hannover erleben konnten, waren von den versammelten Fahrzeugen jedenfalls begeistert.

Viel Spa und viel gelernt

Bereits am Abend zuvor hatte es Gelegenheit zum Kennenlernen und Fachsimpeln gegeben. Bei Entenbrust und Loup de Mer im schicken Pelikan Sheraton Hotel diskutierten Leser, Tuner und Veranstalter ber Leistungsgrenzen beim Frontantrieb ("Ab wann macht eine Sperre Sinn?"), lauschten Anekdoten oder kamen gleich zum Geschftlichen wie Leser Thorsten Ohls aus Handeloh. Der Besitzer eines Hohenester A4 1.8 T mit kleiner Leistungsstufe (192 PS) informierte sich bei Chef Alfons Hohenester gleich persnlich, was noch geht Erkenntnis: "Oha, da sind noch eine Menge PS mehr drin. Aber vor dem Umbau auf 400 PS mu ich wohl doch erst mit meiner Frau sprechen."

Am darauffolgenden Morgen gings dann im Konvoi ins Contidrom. Bei strahlendem Sonnenschein und auf vier Gruppen verteilt, absolvierten die Gewinner auf dem geheimen Continental-Testgelnde ein Fahrsicherheitstraining, vertieften ihre Reifenkenntnisse und drehten mit den Profi-Testfahrern von AUTO BILD TEST & TUNING und Continental quietschende Runden ber den Handling-Kurs.

Wer damit noch nicht genug hatte, konnte im Hochgeschwindigkeitsoval die Grenzen der Physik und die des eigenen Magens erfahren. Leser David Gottschling brachte die Meinung der meisten auf den Punkt: "Es hat ne Menge Spa gemacht und dazugelernt hat man auch", so der 28jhrige Magdeburger. "Ich htte nie gedacht, da der Unterschied zwischen alten und neuen Reifen auf Nsse wirklich so gro ist." Beim nchsten Mal sind brigens die Allradler dran. Ob wir wie im Audi-Spot eine Ski-Sprungschanze hinauffahren, ist allerdings noch offen ...

Autor: Ingo Roersch

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