10. DTM-Lauf 2005 in Istanbul

10. DTM-Lauf in Istanbul 10. DTM-Lauf in Istanbul

10. DTM-Lauf 2005 in Istanbul

— 04.10.2005

Entscheidung mit Emotionen

DTM-Titel fast vergeben: Gary Paffett profitiert in der Türkei vom Pech seines Rivalen Ekström. Oder von der unfairen Hilfe eines Teamkollegen?

Plötzlich ist die Spannung verpufft: Nach wochenlangem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Mattias Ekström (Audi) kann Sternfahrer Gary Paffett den Meistersekt in der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) kaltstellen. Dank seines Sieges beim Mercedes-Vierfacherfolg in Istanbul genügt dem Briten beim Saisonfinale in drei Wochen in Hockenheim Platz acht und ein Punkt zum Titelgewinn. Denn: Sein großer Rivale blieb bei der türkischen DTM-Premiere als Zwölfter erstmals ohne Punkte.

Das schlechteste Saisonergebnis des Titelverteidigers hatte einen handfesten Grund: Während sich Pole-Inhaber Paffett schon in Runde eins beruhigend absetzte, wurde Ekströms Audi A4 DTM entscheidend beschädigt – von einem Landsmann und Teamkollegen Paffetts. Mehrere harte Attacken von Mercedes-Pilot Jamie Green (Großbritannien) bescherten dem ebenfalls gut gestarteten Schweden einen Ausflug ins Grüne und vorläufig Rang sechs. Danach folgte der endgültige Absturz.

Wenig verwunderlich, daß nach dem emotionsgeladenen Rennen die Aufregung groß war. "Nachdem mich Green getroffen hatte", klagte Ekström, "war das Auto nicht mehr dasselbe". "Man muß annehmen, der Green wollte Mattias rausschieben", schimpfte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich. Mercedes-Sportchef Norbert Haug verteidigte dagegen seinen Fahrer: "Wie die Rennleitung sehen wir das als normalen Rennunfall." Ins Bild paßte allerdings auch, daß der Champion an diesem schwarzen Tag beide Boxenstopps verpatzte und dabei sogar einmal den Motor abwürgte.

F1-Ex-Weltmeister Mika Häkkinen (Finnland) als Zweiter vor seinen Markenkollegen Bernd Schneider (St. Ingbert) und Green (Großbritannien) vervollständigten vor spärlichen 32.000 Zuschauern im regnerischen "Istanbul Park" den Mercedes-Triumph. Der Franzose Laurent Aiello fuhr als bester Opel-Vertreter auf Rang sechs. Sein Markenkollege Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach) schied nach einem Unfall mit Christian Abt (Kempten) im Audi schon in der siebten Runde aus.

Paffett führt nun vor dem Finale am 23. Oktober mit 78 Punkten praktisch uneinholbar vor Ekström (69) – zur Belohnung winkt ihm eine Formel-1-Testfahrt. Der Däne Tom Kristensen, der in Istanbul als Fünfter bester Audi-Vertreter war, ist Gesamtdritter (51). Zudem hat das Team DaimlerChryslerBank AMG-Mercedes vorzeitig die Teamwertung gewonnen.

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