100 Autos im Wert-Vergleich

— 18.04.2002

Hier verbrennt Ihr Geld

Bringen Sie Ihr Geld besser in Sicherheit: Zwar ist kein Auto vor Wertverlust gefeit - doch manches Modell bringt am Ende deutlich mehr als Asche.



Investition in Auto-Liebe

Diese Zahlen bieten Zündstoff: 21.924 Euro Verlust nach fünf Jahren mit einem Renault Avantime, 21.417 Euro mit dem Peugeot 607, 13.434 Euro am Alfa 156 oder 8783 Euro am Mazda 323 F. Soll einer davon oder von den anderen Autos unserer Auswahl Ihr nächstes sein? Dann schauen Sie besser erst mal in die Tabelle (über unseren Leserservice erhältlich, siehe Anti-Wertverlust-Regeln). Sie zeigt die voraussichtlichen Restwerte von Neuwagen in drei, vier und fünf Jahren. Erstellt vom Unternehmen Bähr & Fess, spezialisiert auf diese Prognosen. Mit hoher Genauigkeit, wie frühere Prognosen zeigen.

Bis auf 0,2 Prozent Übereinstimmung mit der späteren Schwacke-Notierung bei einem Mercedes SLK, 0,4 Prozent bei einem Opel Corsa oder 2,6 Prozent bei einem Ford Mondeo. Wobei die Schwacke-Notierung bekanntlich nicht Gesetz ist, sondern Schwankungsbreiten unterliegt. Eine Anlage mit geldwerter Rendite ist ein Autokauf bekanntlich ja (fast) nie. Sondern eine Anlage in Nutzwert, in Freude und – manchmal sogar – in Liebe zum Auto. Wenn die entbrennt, wird beim Kauf nicht auf die Wertstabilität geschaut. Kein Alfisto etwa wird sich statt des rassigen Italieners einen "vernünftigen" Kombi mit Stern zulegen, nur weil der eine größere Wertstabilität verspricht.

Autokauf - mit Kopf oder Herz?

Wer dagegen den Autokauf vor allem rational rechnend angeht, nimmt den voraussichtlichen Restwert scharf ins Auge und beherzigt daneben unsere Anti-Wertverlust-Regeln – schließlich ist der künftige Wert meist die Anzahlung für den nächsten Neuen. Ebenso achtet auf den Verlust, wer konsequent gebraucht kauft. Bietet sich ihm doch die Chance, günstig an viel Auto zu kommen – die Kehrseite der Medaille. Die Wertprognose der Profis ist deshalb auch kein Urteil über die Qualitäten eines Autos oder das Maß gerechtfertigten Besitzerstolzes. Sondern die Einschätzung der Marktentwicklung – und die folgt Gesetzmäßigkeiten.

Beispiel Avantime: Renaults Oberklasse-Modelle waren in Deutschland nie sonderlich erfolgreich. Der sehr gewagte Avantime soll den Trend drehen? Das ist möglich, doch erscheint wenig wahrscheinlich. Wertstabiler bleiben dagegen Modelle, die als Neuwagen nur ein Traum vieler sind, als Gebrauchter aber tatsächlich realistisch werden. Zwar noch zu einem hohen Preis, aber immerhin – wie der Mercedes SLK. Oder Autos, die von Generation zu Generation optisch wenig altern – wie der VW Golf. Fazit: Beim Autokauf entscheiden immer Kopf und Herz. In welcher Reihenfolge, entscheidet zum Glück jeder selbst.

Anti-Wertverlust-Regeln

Für den künftigen Wert seines Autos kann jeder Käufer etwas tun. Die Devise: Richtig kaufen, möglichst wenig verlieren. Die Faustregeln:

• Die Renner bei den Neuzulassungen in ihrem Segment sind meist am wertstabilsten. Was schon neu kaum gefragt ist, stürzt im Preis oft überdurchschnittlich ab. Zulassungsinfos bietet die monatliche Hitliste in AUTO BILD; sie nennt die am häufigsten verkauften Modelle, zeigt die Auf- und Absteiger in der Käufergunst.

• Modellzyklus beachten: Wer ein Auto am Ende seines Zyklus kauft, verliert meist überdurchschnittlich. Weil beim späteren Gebrauchtverkauf auch das aktuelle Modell schon als gebrauchter Konkurrent auftaucht. Der Effekt wird umso stärker, je deutlicher sich das neue Modell optisch vom alten unterscheidet und je mehr es technisch verbessert wurde. Konsequenz: Wer mit einem Auslaufmodell noch neu einsteigen will, muss zum Ausgleich möglichst viel Rabatt raushandeln.

• Die richtige Motorisierung wählen. Im Regelfall gilt: Nicht die kleinste, nicht die größte Variante nehmen. Auch hier ermitteln, welcher Motor besonders gut geht. An den Verbrauch denken. Sprit sparende Diesel und Benzindirekteinspritzer sind Trend.

• Auf die aktuell beste machbare Steuereinstufung sowie günstige Typklassen in der Versicherung achten. Günstige Unterhaltskosten werden immer wichtiger.

• Das Auto muss "passen" – zu seinem Segment und in seiner Zusammenstellung. Eine Oberklasse in heller Farbe (Ausnahme Silbermetallic) etwa ist ein Preiskiller, in Weiß ohnehin. Eine Klimaanlage ist heute bereits ab Golfklasse angesagt, Zentralverriegelung, Servo, E-Heber und (mindestens) Doppelairbags werden in drei Jahren als selbstverständlich vorausgesetzt.

Die komplette Tabelle mit den Wertverlust-Prognosen zu 100 Modellen von Alfa bis VW erhalten Sie zum Preis von 1,00 Euro über unser Heftarchiv. Klicken Sie auf diesen Link, und Sie gelangen zum Download-Bereich.

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