13 Sommerreifen im Test

13 Sommerreifen im Test 13 Sommerreifen im Test

13 Sommerreifen im Test

— 15.03.2004

Heiße Reifen für Polo & Co

Billigpneus montieren oder teuer auf Nummer sicher fahren? Sommerreifen der Größe 185/60 R 14 H: Welche sind die besten fürs Geld?

Abschied von der Asphalt-Trennscheibe

Mann, was sind wir breit geworden! Während der einstige Weltmeister aller Klassen, der Käfer, noch auf Sommerreifen der Größe 155 SR 15 durch die Lande krabbelte, pflügen wir heute in Masse mit 185/60er-Gummis über den Asphalt. "Breitreifen" hätten wir dazu vor gut 20 Jahren gesagt; denn damals rollte auch Käfer-Nachfolger Golf durchaus noch mit 155-SR-13er-Trennscheiben serienmäßig vom Band.

185/60er auf 14-Zoll-Felge also ist das Normalmaß aller runden Angebote – ein guter Grund, den Bestseller unter den Pkw-Reifen zu testen: Vom teuren Premium-Produkt bis zum billigen No-Name-Gummi gehen 13 Markenfabrikate an den Start. Allerdings nicht auf einem Käfer, als Versuchsträger dient uns sein Urenkel, der VW Polo.

Exakt 100 PS haben unsere beiden Testwagen unter der Haube, einmal mit 16-Ventiler- Benziner, einmal mit dem durchzugsstärkeren TDI-Dieselaggregat. Das reicht für jeweils knapp 190 Stundenkilometer, doch da es bergab auch schon einmal ein bisschen schneller werden kann, sind Reifen mit dem Geschwindigkeits-Index H vorgeschrieben (bis 210 km/h). Auch andere aktuelle Kleinwagen wie Skoda Fabia, Fiat Punto, Seat Ibiza und Citroën C3 sowie natürlich ältere Kompaktmodelle vom Format Golf II und III fahren auf diesen Erfolgstyp ab.

Wenn der Reifen Wasserski fährt

Bleiben wir beim Polo und geben die erste Wetterwarnung raus: Bei Regen auf ausgefahrenen Autobahnen erfordern einige Testreifen gaaanz viel Gefühl im Gasfuß. Schon bei einer Wasserhöhe von nur sieben Millimetern droht Aquaplaning, und die Räder der Vorderachse fahren Wasserski. Auf einer speziellen Aquaplaning-Testpiste geht der Polo auf Michelin-Reifen bereits bei 78 km/h baden, satte Sicherheitsreserven bieten dagegen Vredesteins Hi-Trac und der neue Goodyear Hydra Grip.

Der verdient seinen Namen auch bei der Fahrt über den gleichmäßig bewässerten Handlingkurs. Neben Grip und guter Seitenführung zeichnet sich der Goodyear auch durch sein exzellentes Einlenkverhalten aus. Unterm Strich ein "Rundum-wohlfühl-Reifen" bei Nässe. Auch der Nokian NRHi aus Finnland überzeugt und kassiert Bestnoten.

Aus ganz anderem Gummi sinid die Billigreifen von Barum, First Stop und Formula geschnitzt. Sie werden bei Nässe zum Sicherheitsrisiko. Der Fahrer muss sich auf plötzlich abreißende Seitenführung oder ein ausbrechendes Heck beim Lupfen des Gaspedals gefasst machen. Dabei werden diese Reifen als Drittmarke oder Hausmarke einiger Handelsketten gern als günstige Alternative zu den teureren Markenprodukten angepriesen.

Billigheimer mit krassen Bremswegen

Doch Sicherheit gibt's nicht zum Discountpreis. In modernen Reifen steckt mehr Wissen und Technik, als sich die meisten Autofahrer vorstellen können. Abschreckendes Beispiel: Bei einer Vollbremsung auf trockener Fahrbahn steht der Billigreifen Marke Formula eine Wagenlänge später als die Besten. Noch krasser: Bei Nässe verschenkt der Billigheimer FST 2000 von First Stop knapp zehn Meter Bremsweg – was am Stauende einen Aufprall mit einer Geschwindigkeit von 39,6 km/h bedeutet. Da sage bitte niemand mehr, Geiz sei geil.

Dennoch lässt sich beim Reifenkauf leicht eine Menge Geld sparen. Das Zauberwort heißt Preisvergleich. Ob im Internet oder direkt beim Reifenhändler. Bei unserer Recherche variierten die Preise allein bei den Händlern immerhin um bis zu 35 Prozent. Unser Tipp: Fragen Sie nach dem Gesamtpreis inklusive Aufziehen und Wuchten. Es lohnt sich.

Fazit Viermal sind wir auf der Suche nach dem optimalen Profil für Polo & Co fündig geworden. Continental, Goodyear, Nokian und Pirelli heißen die Testsieger unter den 14-Zöllern. Vier Markenreifen, die ausgewogen gute Leistungen auf hohem Niveau bieten und ihr Geld deshalb auch wert sind. Die Billigreifen von First Stop und Formula lesiten sich dagegen manchen Ausrutscher, landen abgeschlagen auf den hinteren Rängen. Nicht viel besser: die Drittmarke Barum. Alle drei sind zwar um ein Drittel billiger, doch wer hier spart, spart auch an der Sicherheit.

Den kompletten Test mit allen Daten erhalten Sie zum Preis von 1,00 Euro über unser Heftarchiv. Klicken Sie auf diesen Link, und Sie gelangen zum Download-Bereich.

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