16. Continental-Tuning-Tag

16. Continental-Tuning-Tag 16. Continental-Tuning-Tag

16. Continental-Tuning-Tag

— 19.09.2007

Die Kleinen ganz groß

Diesmal waren die Kleinen die ganz großen Stars. Beim 16. Conti-Tuning-Tag in Hannover konnten sich 30 Leser von der Leistungsfähigkeit der getunten Kraftzwerge persönlich überzeugen.

Was lange währt, wird dennoch gut: Mega-Staus und Autobahn-Vollsperrungen machten die Anreise zum 16. Conti-Tuning-Tag für etliche Leser und Tuner zwar zur Geduldsprobe, doch schon kurz nach der Ankunft im Hotel in Hannover waren alle wieder bei bester Laune. Kein Wunder, wartete doch der 16. Conti-Tuning-Tag unter dem Motto: Wichteltreffen – getunte Kleinwagen. Acht Tuner brachten dafür ihre veredelten Kleinwagen zum Contidrom, dem Reifentestgelände von Continental, welches 2007 sogar sein vierzigjähriges Bestehen feiert. Nach einem gemeinsamen Abendessen und dem obligatorischen Barbesuch verabschiedeten sich alle Teilnehmer in die wohlverdiente Nachtruhe – man wollte ja für den bevorstehenden Tag gut gerüstet und ausgeschlafen sein.

Weltpremiere: Musketier Peugeot 207 CC

Just in time: Der "En garde" getaufte 207 CC von Musketier war erst am Anreisetag fertiggestellt worden.

Samstagmorgen war es dann so weit: Henry Siemons, Leiter von Conti-Tuning und "Vater" des Conti-Tuning-Tages, sowie Redakteur Ben Arnold von AUTO BILD SPORTSCARS stellten den angereisten Lesern die Tuner und deren Schmuckstücke vor. Die hatten es allesamt in sich: Mit einem 334 PS starken Skoda Fabia samt Allradtechnik vom Audi TT steuerte Milotec das stärkste Auto bei. Am Volant legte der Chef höchstpersönlich noch Hand an: Miroslav Lochmann, der auf über 30 Jahre Motorsporterfahrung zurückblicken kann, weiß, worauf es bei einem schnellen Auto ankommt. Kaum anders verhält es sich mit Klaus-Peter Becker, von allen nur "Kape" genannt. Der Firmeninhaber von Schäfer Clubsport brachte einen kompromisslos umgebauten Mini Cooper S mit, der auch schon auf der Nürburgring-Nordschleife im Einsatz war. Die französische Automobilfraktion war mit einem Renault Clio Sport von Elia vertreten. Ebenfalls mit einem Clio Sport nach Hannover gereist: Giacuzzo-Firmenchef Stephan Giacuzzo. Für eine Weltpremiere sorgte Veredler Musketier: Der Peugeot 207 CC En garde wurde erst kurz vor dem Conti-Tuning-Tag fertig. Das jungfräulich strahlende Weiß des Cabrios täuschte nicht, denn der Tachostand zeigte gerade mal 500 Kilometer an.

Einziger Italiener im Feld: der MS Design Grande Punto

Geht es um getunte Kleinwagen, darf ein VW Polo nicht fehlen. Tec-Power begeisterte die Leser mit einem 272 PS starken GTI Cup Edition. Lexmaul ließ es mit einem Corsa Diesel ruhiger angehen, aber auch dessen 150 PS genügten für jede Menge Fahrspaß. Einziger Italiener im Feld: der MS Design Grande Punto mit 157 PS.

Ein bekanntes Gesicht: Der Grande Punto Multijet ist mit 224 km/h schnellster Kleinwagen mit Dieselmotor.

Neben den Hauptdarstellern auf vier Rädern gab es noch drei weitere aus Fleisch und Blut: Continental-Testfahrer Angelo Perez, AUTO BILD-Cheftester Dierk Möller-Sonntag und SPORTSCARS-Testfahrer Sebastian Schneider. Dieses Trio sollte den Lesern demonstrieren, wozu die oft unterschätzten Kleinwagen in der Lage sind – also Platz nehmen und ganz fest anschnallen. Nach ein paar Runden hatten alle Leser ihr persönliches Aha-Erlebnis in puncto Längs- und Querbeschleunigung und diskutierten eifrig ihre neuen Erfahrungen. Die Mitfahrt in den Tuningfahrzeugen war aber nur ein Aspekt der Tagesordnung. Auch Theorie gehörte dazu: Eine Breitreifenschulung brachte die Leser auf den aktuellen Stand der Reifentechnik, schließlich ist ein moderner Reifen viel mehr als schnödes Gummi. Bei der Entwicklung der schwarzen Rundlinge sind Fingerspitzengefühl und jahrelange Erfahrung gefordert, um am Ende ein perfektes Produkt auf die Straße zu bringen.

Nach der Theorie folgt bekanntlich die Praxis: Selberfahren war angesagt. In Gruppen eingeteilt, waren die von einem Instruktor geführten Runden auf dem künstlich bewässerten kleinen Handlingskurs ein weiteres Highlight der Veranstaltung. Hier konnte man erfahren, welches Sicherheitsplus Breitreifen nicht nur auf trockenem Asphalt bieten. Das soeben Gelernte durfte sofort umgesetzt werden. Fünf von Continental zur Verfügung gestellte Autos waren mit unterschiedlichen Reifentypen und -größen ausgerüstet. So wurden die Unterschiede zwischen den Konzepten für jedermann sofort spür- und erfahrbar. Während es auf dem Nasshandlingkurs noch untersagt war, die elektronischen Regelsysteme abzuschalten, war es beim Slalomwettbewerb strikt vorgeschrieben.

Hier ist Feingefühl gefragt: Nasses Kopfsteinpflaster ist überaus tückisch.

Nun wurde der Ehrgeiz der Teilnehmer gefordert, denn den drei Schnellsten winkten Preise. In einem Mercedes C220 CDI mit Automatikgetriebe ging es über die Piste. Das bereitete den Lesern weniger Probleme, obwohl längst nicht alle Erfahrungen mit automatischen Getrieben vorweisen konnten. Vielmehr sorgte die angetriebene Hinterachse vielfach für Schweißperlen auf der Stirn. Ein dosierter Umgang mit Gaspedal, Bremse und Lenkung war gefragt, sonst waren Dreher bei zu forscher Gangart programmiert. Gerade das tückische und noch rutschigere Kopfsteinplaster hatte es in sich. Hier konnte man die meisten Sekunden gutmachen – oder verlieren. Am Ende setzte sich Leser Ingmar Brede mit einem Vorsprung von zwei Sekunden auf den Zweitplatzierten durch. Ein ereignisreicher Tag neigte sich dem Ende zu, die Strapazen der Anreise waren längst vergessen. Bleibt nur noch eines zu sagen: Vielen Dank an alle Beteiligten! Wir freuen uns auf den 17. Conti-Tuning-Tag.

Autor: Sebastian Schneider

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.