20 Spritspar-Autos — 10.05.2006

Die Spartypen

Voilà, hier ist er: der AUTO BILD-Katalog moderner Spritspar-Autos. 20 knauserige Typen ohne Spaßbremse im Tank.

Spaß muß es machen – das war unsere Devise beim Autofahren. Mein 70er Capri – Modell 1700 GT, V-Motor, 75 bärige PS, signalorange und notdürftig vom Rost zusammengehalten – war mindestens so schnell wie der klapprige Manta von meinem Kumpel Schwobbel. Was wir natürlich oft testeten. Noch etwas einte unsere rostigen Sportwagen: zwölf Liter alle 100 Kilometer. Aber nur, wenn man wie eine Frau Gas gab. Sonst durften es ganz locker auch 15 Liter sein. Zum Glück konnten wir uns diesen Spaß erlauben. Denn Sprit gab es – im Vergleich zu heute – zum Economy-Tarif. 1980 kostete ein Liter Super verbleit 1,18. Mark. Nicht Euro. Es soll Menschen geben, die können sich an 58 Pfennige erinnern – 1970. Vorbei. Heute zahlen wir 1,35 Euro und fragen uns: Wer soll das bezahlen? Und wer ein neues, sparsames Auto sucht, stellt noch eine zweite Frage: Wo sind die Spartypen vergangener Jahre geblieben? Opel Astra ECO 4 oder VW Lupo 3L? Nachgefragt, Antwort bekommen. VW erklärt: "Der Lupo 3L war zu teuer, verkaufte sich schlecht. Ab Sommer 2006 gibt es den Polo BlueMotion". Und Opel: "Unsere Auto sind heute alle ECO. Sparsame Motoren, drehzahlsenkende Getriebe ...", erklärt Firmensprecher Manfred Daun.

Die sparsamsten Autos im Überblick

Da ist was dran. Technik, die einst Schlagzeilen machte, ist heute selbstverständlich: optimierte Brennräume, Magermix-Motoren, Diesel- und Benzin-Direkteinspritzer, Getriebe mit fünftem oder sechstem Schongang. Das alles ist in vielen Autos Stand der Technik. Die Spartypen von heute tragen Tarnkappe, kommen als Serienfahrzeuge. Oft sogar als unspektakuläres Basismodell. Nach der bekannten Formel: wenig Ausstattung und Gewicht plus schwacher Motor gleich bescheidener Verbrauch. Diese Typen oben von der Preisliste rechnen sich vom ersten Kilometer an. Dann gibt es noch die, die mit modernster Technik das letzte Stück Energie aus jedem Tropfen Sprit wringen. Benziner mit winzigem Hubraum, Kompressor und Turbolader, Hybridantrieb oder speziellem Getriebe. Auf jeden Fall ist es gut, daß es diese Typen gibt. Denn im Prinzip ist beim Autofahren alles wie früher: Spaß muß es machen. Und damit die hohen Spritpreise uns die Freude am Fahren nicht verderben, zeigen wir in der Bildergalerie 20 Spartypen, bei denen der Spaß nicht im Tank steckenbleibt.

Modell Verbrauch* 0-100 km/h Vmax Fixkosten* Preis
Smart fortwo cdi 3,8 l Diesel 19,8 s 135 km/h 1512 € 10.850 €
Toyota Prius 4,3 l Super 10,9 s 170 km/h 1895 € 24.000 €
Citroën C1
Peugeot 107
Toyota Aygo
4,6 l Super 13,7 s (C1) 157 km/h (C1) 1144 € (C1) 8490 €
Mini D One 4,8 l Diesel 11,9 s 175 km/h 2439 € 16.900 €
Chevrolet Matiz 5,2 l Super 17,6 s 145 km/h 1325 € 7990 €
Citroën C3 5,7 l Super 14,5 s 180 km/h 1393 € 16.490 €
BMW 520d 5,9 l Diesel 8,6 s 223 km/h 2684 € 35.900 €
Audi A3 6,6 Super plus 10,9 s 196 km/h 1579 € 20.400 €
Mercedes C 180 K 7,9 Super 9,7 s 223 km/h 1774 € 28.942 €
Audi A8 9,8 l Super 7,7 s 205 km/h 3308 € 60.900 €

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