2010er Range Rover

2010er Range Rover

— 20.07.2009

Kompressor für den Lord

Land Rover schickt seinen Luxusliner Range Rover mit neuem Herz ins Modelljahr 2010. 5,0-Liter-V8, kompressorgeladen, mit 510 PS und 625 Nm Drehmomentmaximum. Außen gibt es ein leichtes Facelift, innen noch mehr Luxus.

Mehr Druck für den englischen Adel. Der Range Rover bekommt fürs 2010er Modelljahr eine neue Topmotorisierung. Einen 5,0-Liter-V8 mit Twin-Vortex-Kompressor. Das Leichtbauaggregat leistet 510 PS und schiebt 625 Nm Drehmomentmaximum auf die Welle. Die Euro-5-Norm wird laut Hersteller erfüllt. Der CO2-Wert sinkt gegenüber des bisherigen Topmotorisierung um 7,4 Prozent, der Kraftstoffverbrauch im kombinierten Zyklus um 6,9 Prozent. Mit dem neuen Aggregat beschleunigt der Range Rover in 6,2 Sekunden von 0 auf hundert. 225 km/h Spitze sind drin, dann wird elektronisch abgeregelt. Ein neues Mehrloch-Kraftstoffeinspritzsystem, eine drehmomentbetätigte, variable Nockenwelleneinstellung und Ansaugkrümmer mit variabler Länge sind nur einige der Finessen, mit denen der neue Motor aufwartet. Die Power des Aggregats wird über eine ebenfalls neue, weiter entwickelte 6-Gang-Automatik vom Typ ZF HP28 weitergegeben.

Der Dämpferdruck wird 500 Mal pro Sekunde überwacht

510 PS leistet der neue, kompressorgeladene 5,0-Liter-V8 des Range Rover. 625 Nm Drehmoment kommen dazu.

Das erstmals im 2010er Range Rover eingesetzte "Adaptive Dynamics"-System überprüft den Dämpferdruck an jedem Rad 500 Mal pro Sekunde. Dadurch soll der britische Luxusliner die jederzeit bestmögliche Straßenlage haben. Die Bremsen wurden üppiger dimensioniert, die Stabiltätskontrolle und das "Terrain Response"-System neu abgestimmt, die Bergabfahrkontrolle HDC hat Range Rover durch eine Berganfahrhilfe erweitert. Äußerlich hat sich der 2010er Range Rover nur subtil verändert. Vorne wurden die neu gestalteten, etwas flacheren Scheinwerfer mit Bi-Xenon-Licht und Tag und Nacht sichtbarer LED-Technologie ausgerüstet. Der Kühlergrill mit Maschengitter steht aufrechter. Sein Design entspricht dem bisherigen Range Rover Supercharged. Die vorderen Stoßfänger wurden leicht verändert. Dreistreifige LED-Blinkleuchten an den Seiten, Lufteinlässe im Kotflügel und LED-Leuchten am Heck kamen hinzu.

Innen erwartet Fahrer und Beifahrer noch mehr Luxus

Ein 12-Zoll-TFT-Display ersetzt die bisherigen Anzeigen im Instrumententräger des Range Rover.

Innen kommt der 2010er Range Rover mit noch mehr Luxus als gewohnt daher. Dachhimmel, Säulen und Türverkleidungen bekamen neue Lederbezüge. Die Schalter am Armaturenbrett sind seidenmatt verchromt, der Rest aus schwarzen Satin- und Holzoberflächen. Ein voll konfigurierbarer 12-Zoll-TFT-Bildschirm ersetzt ab sofort die herkömmlichen Anzeigen der Instrumentengruppe. Premiere feiert im 2010er Range Rover ein Infotainment-Touchscreen mit Dual-View-Technologie. Fahrer und Beifahrer können sich zur gleichen Zeit auf dem selben Monitor völlig verschiedene Dinge ansehen.

Eine Schnittstelle für tragbare Audiogeräte ist genauso an Bord wie ACC, Land Rovers adaptive Geschwindigkeitsregelung, die einen kontinuierlichen Abstand zum Vordermann hält. Ein aus fünf Digitalkameras bestehendes System zur Rundumsicht ermöglicht eine 360-Grad-Sicht um den Range Rover herum. Sowohl das Spurwechselwarnsystem "Toter Winkel"als auch die Gespannbetriebshilfe greifen darauf zu. Die neuen Scheinwerfer mit optionaler Abblendautomatik schalten das Fernlicht bei Bedarf automatisch an und aus. Ein Riesenpaket? Sicher. Das lässt sich Land Rover aber auch dementsprechend bezahlen. Bei 110.400 Euro beginnt die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.

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