Audi R8 LMS ultra

24 Stunden Nürburgring 2014

— 23.06.2014

15. Gesamtsieg für Michelin

Beim Eifelklassiker feiern die Parnterteams von Michelin einen Dreifacherfolg. Michelin bereifte Audi, BMW und Mercedes wechselten sich an der Spitze ab.

Härter als je zuvor: Bei der diesjährigen Ausgabe des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring gaben die 165 Starter von Beginn an Vollgas. Knapp die Hälfte der Teilnehmer entschied sich für Hochleistungsreifen von Michelin.

Sieger stellt neuen Distanzrekord

Der 559 PS starke Audi R8 LMS ultra von Phoenix Racing  spulte problemlos Runde für Runde ab.

Dazu gehörten auch die meisten Top-Teams von Audi, BMW, Mercedes, Porsche und Aston Martin. Nach 159 Runden und 4035,102 Kilometern überquerte der Audi R8 LMS ultra von Phoenix Racing als Erster den Zielstrich und stellte damit einen neuen Distanzrekord auf. Für die Ingolstädter ist es nach dem Le-Mans-Triumph der zweite 24-Stunden-Sieg innerhalb einer Woche. 32-mal wechselte die Führung während des Rennens. Nach 18 Stunden passierten die ersten beiden Fahrzeuge sogar Kopf an Kopf die Zeitmessung. "Es wird von Jahr zu Jahr enger an der Spitze", weiß Gesamtsieger René Rast. Mit zwei Mercedes SLS AMG GT3 komplettierten die Teams Black Falcon und Rowe Racing das Podium und machten so den Dreifacherfolg für Michelin perfekt – die französische Premiummarke freut sich über den 15. Gesamtsieg bei einem der härtesten Langstreckenrennen der Welt. Die höchst anspruchsvolle Nordschleife erstreckt sich – inklusive des angebundenen Grand Prix-Kurses – über eine Länge von 25,378 Kilometern. Steile Bergaufpassagen, rasante Abfahrten, schnelle wie langsame Kurvenkombinationen und unterschiedlichste Asphaltbeläge stellen die Fahrer, die Autos und die Pneus immer wieder vor neue Herausforderungen. Sechs Reifenhersteller waren in diesem Jahr bei dem größten Motorsport-Festival der Welt vertreten. Die Mehrheit der Teams entschied sich dabei für die bewährten Rennreifen von Michelin.

24 Stunden atemberaubendes Tempo

Die Michelin-Techniker versorgten rund 100 Fahrzeuge mit Hochleistungspneus aus Frankreich.

Vor allem die technisch ausgefeilten Rennwagen der GT3-Kategorie sind auf perfektes Reifenmaterial angewiesen, um die "Grüne Hölle" in atemberaubender Geschwindigkeit zu umrunden. Für einen Umlauf benötigten die schnellsten Boliden weniger als 8.30 Minuten – ein wahnsinniges Tempo, das die Spitzengruppe 24 Stunden lang durchhielt. Allen voran drehte der mit Reifen von Michelin ausgerüstete Audi R8 LMS ultra mit der Nummer 4 unbeirrt seine Runden. Die Phoenix Racing-Fahrer Christopher Haase, Christian Mamerow, René Rast und Markus Winkelhock eroberten nach einer turbulenten Startphase, die von zahlreichen Unfällen geprägt war, in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Führung. "Das Teamwork hat bei uns perfekt funktioniert. Das war der Schlüssel zum Erfolg" erklärt Christopher Haase. René Rast sieht noch einen weiteren, entscheidenen Punkt für den Erfolg der Phoenix-Truppe. Er zeigt auf: "Wir sind immer unser eigenes Rennen gefahren und haben uns nicht verleiten lassen schneller zu werden. BMW hat hin und wieder versucht mit hohem Tempo auszureißen. Doch wir haben uns zurückgehalten, weil wir nicht wussten, ob unser Auto bei diesen Geschwindigkeiten bis zum Ende durchhalten würde." Der Erfolg dieser Strategie gibt der Phoenix-Truppe um Audi recht.

BMW Z4 GT3 scheiden durch Unfälle aus

Im Pech: Drei BMW schieden frühzeitig aus, der vierte Z4 GT3 verpasste die Top 3 am Ende nur knapp.

"Das Niveau ist wirklich extrem hoch. Wir fuhren am absoluten Limit", resümiert BMW-Fahrer Martin Tomczyk, der am Ende auf Rang sechs ins Ziel kam. Die in der Anfangsphase und in der Dämmerung stark auftrumpfenden BMW Z4 GT3 des Michelin Partners Marc VDS schieden in der Nacht durch zwei heftige Unfälle aus. Von vier werksunterstützten Z4 GT3 kam nur einer überhaupt ins Ziel und hatte bis dahin gleich mehrere Scharmützel. Davon blieb der Schubert-BMW von Jens Klingmann, Dominik Baumann, Claudia Hürtgen und DTM-Profi Martin Tomczyk weitestgehend verschont. Ihr Z4 GT3, der ebenfalls auf Rennreifen von Michelin rollte, verbrachte den Großteil des Rennens auf den vorderen Positionen – zwischenzeitlich befand er sich sogar an der Spitze des Feldes – und belegte bis zwei Stunden vor Rennende Platz zwei. Eine beschädigte Vorderradaufhängung nach einem Dreher von Hürtgen beim Anbremsen der "Tiergarten"-Passage sorgte jedoch für eine Reparaturpause, die letztendlich einen Podiumsrang verhinderte.

Sieben Partnerautos von Michelin in den Top 10

In einer Runde mit dem Sieger: Der Mercedes von Black Falcon wurde auf Reifen von Michelin Zweiter.

Von diesem technischen Defekt profitierten die Vorjahressieger von Black Falcon, die 2014 mit Michelin kooperierten. Die "Schwarzen Falken" jubelten nach 1.440 schweißtreibenden Rennminuten auf dem Nürburgring über den zweiten Platz. Am Steuer der Mercedes SLS AMG GT3 mit dem kräftigen 6,3-Liter-V8 unter der Haube wechselten sich Geburtstagskind Christian Menzel, Lance David Arnold, Jeroen Bleekemolen und Andreas Simonsen ab. Besonders beeindruckend: Der Flügeltürer rutschte im freien Training am Donnerstag in die Reifenstapel und musste binnen kürzester Zeit wieder aufgebaut werden. Auch er lag während des Rennens zeitweise in Führung. An dritter Stelle rangierte nach 24 Stunden ein weiterer Mercedes SLS AMG GT3.

Mit zwei Runden Rückstand komplettierte der Mercedes SLS AMG GT3 von Rowe Racing das Podium.

Michael Zehe, Christian Hohenadel, Nico Bastian und Maro Engel – die Fahrer von Rowe Racing – bescherten Michelin einen Dreifacherfolg beim Langstreckenklassiker im Schatten der Nürburg. Nur 110 der 165 gestarteten Boliden überquerten nach 24 Stunden die Ziellinie – eine Ausfallquote von einem Drittel. Für Audi-Pilot und Le-Mans-Champion Marcel Fässler ist das keine Überraschung. „Grundsätzlich wundert es mich, dass die Autos hier nicht auseinanderfallen“, schmunzelt der Schweizer, „denn die Strecke ist einfach extrem hart zum Auto. Es gibt drei Stellen, an denen man mindestens mit zwei Rädern in der Luft ist. Hinzu kommen die vielen Kompressionen auf der Nordschleife.“ In die Top 10 schafften es übrigens sieben mit Pneus von MICHELIN ausgestattete GT3-Boliden. Dieses Ergebnis ist – vor allem auf einer der weltweit schwierigsten Rennstrecken – ein hervorragender Beweis für die Leistungsfähigkeit und Haltbarkeit der Reifen mit dem Bibendum im Logo.

24 Stunden Nürburgring 2014 – 21. und 22. Juni 2014
Platzierung/Fahrer
1. Haase/Mamerow/Rast/Winkelhock Audi R8 LMS ultra 159 Runden
2. Menzel/Bleekemlen/Simonsen/Arnold Mercedes SLS AMG GT3 -2.59.737 min
3. Zehe/Hohenadel/Bastian/Engel Mercedes SLS AMG GT3 2 Runden zurück
4. Henzler/Dumbreck/Ragginger/Imperatori Porsche 997 GT3 R 2 Runden zurück
5. Mücke/Turner/Lamy Aston Martin Vantage GT3 2 Runden zurück
6. Klingmann/Baumann/Hürtgen/Tomczyk BMW Z4 GT3 2 Runden zurück
7. Primat/Götz/Heyer/Rehfeld Mercedes SLS AMG GT3 3 Runden zurück
8. Stuck/Sandritter/Brück/Rostek BMW Z4 GT3 5 Runden zurück
9. Baumgartner/Werner/Biela/Kaffer Audi R8 LMS ultra 6 Runden zurück
10. Busch/Busch/Lauck/Landmann Audi R8 LMS ultra 7 Runden zurück
*rot fett: Michelin Partnerteams

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