24 Stunden am Nürburgring

24-Stunden-Rennen 2011 am Nürburgring 24-Stunden-Rennen 2011 am Nürburgring

24-Stunden-Rennen 2011 am Nürburgring - Die Highlights

— 27.06.2011

Manthey siegt, Stuck weint

Emotionen pur bei den 24 Stunden am Nürburgring: Team Manthey sicherte sich den Sieg. Hans-Joachim-Stuck fuhr das letzte Rennen seiner Karriere. AUTO BILD-Testfahrer Dierk Möller-Sonntag erreichte Platz 70.

(dpa/lh) Nach dem Triumph in der Grünen Hölle schwebte das Team Manthey auf Wolke sieben. In einem hochspannenden Rennen sicherten sich Marc Lieb aus Ludwigsburg, Timo Bernhard (Dittweiler) sowie die Schweizer Lucas Luhr und Romain Dumas im Porsche 911 GT3 RSR mit einem Vorsprung von knapp fünf Minuten den Sieg vor Titelverteidiger BMW. "Es war ein Wahnsinnsrennen, einfach brutal. Wir mussten bis zwei Stunden vor Schluss volle Pulle fahren. Es war ein geniales Rennen", so Lieb. Bernhard blieb es vorbehalten, das Siegerauto nach 156 Runden über die Ziellinie zu fahren. "Das waren Emotionen pur. Wir sind fehlerfrei durchgekommen und haben es allen gezeigt", sagte er. "Porsche bleibt eben doch Porsche", stellte Wolfgang Porsche zufrieden fest.

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Der Ferrari des Hankook-Teams war erst in Führung, dann brach der rechte hintere Querlenker.

Bereits in den ersten Stunden erlebten die insgesamt 250.000 Fans an der Strecke ein Favoritensterben. Zunächst brach am zu Beginn führenden Ferrari F458 Italia GT des Hankook-Team Farnbacher der rechte hintere Querlenker. Dann verlor BMW viel Boden, als ein Wagen einen Defekt und ein zweiter einen Unfall hatte. Dadurch übernahm der Hybrid-Porsche vom Team Manthey die Führung. Nach einer Kollision mit einem Konkurrenten musste er zwar zur Reparatur in die Box. Trotzdem blieb das Team in Führung und gab diese auch nicht mehr ab. Die Manthey-Piloten erlebten nur noch einen kurzen Schreckmoment, als bei einem Boxenstopp die Tanksäule nicht funktionierte.

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Hans-Joachim "Strietzel" Stuck (Mitte) weinte hemmungslos, nachdem er das letzte Rennen seiner Karriere beendet hatte.

Rennlegende Hans-Joachim Stuck heulte dagegen in den Armen seiner Söhne Johannes und Ferdinand wie ein Schlosshund. Bei der 39. Auflage des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring beendete der 60-Jährige mit einem beachtlichen 15. Platz seine Karriere und stammelte danach völlig mitgenommen: "Es ist rum." Erst als die Abschiedstränen getrocknet waren, fand Stuck seine Sprache wieder. "Es war ein ganz tolles und besonderes Rennen. Jetzt kann ich meinen Söhnen nichts mehr beibringen, sie wissen nun alles über den Nürburgring", sagte der ehemalige Formel-1-Pilot, der 1970 als 19-Jähriger die Premiere der 24 Stunden gewonnen hatte. Auch die Konkurrenz verneigte sich vor Stuck, der in einem Lamborghini LG 600 mit seinen Söhnen und Dennis Rostek ein tolles Rennen fuhr.

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Freude und Erleichterung herrschte beim ContiForce-Team. Nach 24 Stunden fuhr der Continental-Artega mit AUTO BILD-Testfahrer Dierk Möller-Sonntag am Steuer auf Straßenreifen als 70. der Gesamtwertung über die Ziellinie. Das bedeutete gleichzeitig Rang elf in der Klasse SP7. Bis auf zwei kleine Zwischenfälle in den ersten Stunden hatte das Team keine Probleme. Nur die Antriebswellen und der Heckdiffusor mussten während des Rennens gewechselt werden. Dierk Möller-Sonntag dazu: "Größtes Problem für die Fahrer war die Sauna-Temperatur im Innenraum. Der zusätzliche dritte Wasserkühler blies seine Abwärme wegen eines Defekts im Unterboden direkt ins Fahrzeuginnere. Ansonsten ist alles glatt gegangen."

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