Jaguar XKR und Vorgänger

24-Stunden-Rennen-Le Mans

— 05.02.2010

Jaguars Rückkehr

20 Jahre Abstinenz sind genug. 2010 startet Jaguar mit einem XKR wieder beim 24 Stunden Rennen in Le Mans. Eingesetzt wird der 550 PS starke Sportwagen vom amerikanischen Rennteam RSR.

20 Jahre nach dem letzten Triumph kehrt Jaguar zum 24 Stunden Rennen nach Le Mans zurück. Paul Gentilozzi, Leiter des für den Einsatz verantwortlichen Teams RSR ist voller Vorfreude: "Wir sind sehr glücklich, dass uns der Veranstalter ACO einen Startplatz reserviert hat. Dieses Rennen ist tief in den Herzen aller Motorsportfans verwurzelt und für Jaguar ist die Rückkehr genau auf diese Strecke etwas ganz Besonderes." Gleichzeitig warnt er allerdings vor zu hohen Ansprüchen: "Wir dürfen nicht vergessen, wie stark die Konkurrenz ist – ein Podestplatz in der GT2-Klasse wird uns nicht einfach in den Schoß fallen."

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Debüt des Jaguar XKR beim letzten Saisonrennen der American Le Mans Serie 2009 in Laguna Seca.

Die Engländer scheinen dennoch gut vorbereitet. Gentilozzi schwärmt: "Wir haben eine sehr erfahrene und schnelle Fahrercrew." Zwei seiner Schützlinge sind der Amerikaner Scott Pruett und der Belgier Marc Goosens. Beide starteten bereits beim 24 Stunden Rennen in Le Mans und verfügen zudem über reichlich Erfahrungen aus anderen Serien, wie der nordamerikanischen Tourenwagenrennserie NASCAR oder der Prototypenmeisterschaft Grand-AM. Obendrein versichert Gentilozzi: "Alle Mitglieder des Jaguar RSR-Teams werden 100 Prozent an Leistung abliefern." Als Einsatzfahrzeug dient ein 550 PS starker Jaguar XKR. Angetrieben wird der Sportler von einem Fünfliter-Achtzylinder.

Jaguars erfolgreiche Le-Mans-Vergangenheit

Jaguar XKR und die ehemaligen Le-Mans-Sieger XJR-9LM (links), C-Type (hinten) und D-Type (rechts).

2010 versucht Jaguar an die goldenen Le-Mans-Jahre anknüpfen. Zwischen 1951 und 1990 gewann Jaguar insgesamt sieben Mal den Langstreckenklassiker und ist bis heute die erfolgreichste britische Marke in der Geschichte des Rennens. Gleich beim ersten Versuch schaffte 1951 der Jaguar C-Type den Sieg. Das Steuer teilten sich damals Peter Walker und Peter Whitehead. Der nächste Triumph folgte nur zwei Jahre später. Wieder war es ein C-Type, diesmal pilotiert von Tony Rolt und Duncan Hamilton. Zwischen 1955 und 1957 landete das Nachfolgermodell D-Type unter den Fahrern Mike Hawthorn, Ivor Bueb (zwei Siege), Ron Flockhart (zwei Siege) und Ninian Sanderson sogar einen lupenreinen Hattrick. Es folgte eine lange Durststrecke. Jan Lammers, Johnny Dumfries und Andy Wallace ließen die Jaguar-Fans 1988 endlich wieder jubeln. Auf dem Gruppe-C-Sportwagen XJR-9LM jagten sie zum Sieg. 1990 endete die Siegesserie. John Nielsen, Price Cobb und Martin Brundle gewannen die Trophäe im Jaguar XJR-12. Der damalige Technikchef hieß im übrigen Ross Brawn, heute Schumis Teamchef bei Mercedes GP in der Formel 1.

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