24-Stunden-Rennen Nürburgring 2007
— 13.06.2007Hochspannung auf dem Ring
115 Benzin-PS, 30 kW aus der Batterie – nicht viel für die Rennstrecke. Aber genug, um anzukommen – und um Geschichte zu schreiben. Das 24-Stunden-Rennen aus Sicht des Hybrid-Teams von AUTO BILD. Bildergalerie plus Videos!
Das Rennen in Zahlen
• Anzahl der teilnehmenden Teams: 220 • Anzahl der Rennfahrer: 700 • Anzahl der Zuschauer: ca. 210.000 • Bierkonsum der Zuschauer am Rennwochenende: geschätzte 320 Hektoliter • Anzahl der haupt- und ehrenamtlichen Helfer: ca. 2000 • Anzahl der Ärzte und Sanitäter im Einsatz: 60 • Startverzögerung aufgrund von Unwetter: 1 Stunde, 51 Minuten • Dauer der Unterbrechung wegen Nebels: 5 Stunden, 37 Minuten • Gefahrene Zeit beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen: 18 Stunden, 23 Minuten • Länge einer Runde: 25,378 km • Nicht gewertete Renn-Teilnehmer: 63 • Schnellste Rundenzeit: 8:49,631 min (Zakspeed-Viper)Der AUTO BILD-Hybrid in Zahlen
• Schnellste Rundenzeit: 11:41,194 min • Gefahrene Runden: 81 • Anzahl der Tankstopps: 8 • Gesamte Fahrzeit: 18 Std 00,43 min • Anzahl der Pannen: keine • Gesamtverbrauch Honda Hybrid: 316 Liter Super plus • Gesamtverbrauch des Rennsiegers: 1176 Liter Super plus| Platzierung | Team | Wagen |
|---|---|---|
| 1. | Mantey | Porsche GT3 |
| 2. | Zakspeed | Viper GTS-R |
| 3. | Land | Porsche GT3 |
| 82. | AUTO BILD | Audi A3 2.0 |
| 108. | AUTO BILD | Honda Civic Hybrid |
Mittendrin, statt nur dabei
Als es am Samstagnachmittag zum ersten Mal donnert, sitzt Henning Klipp im Rennwagen. Unter seinem weißen Overall vibriert das Handy, ein Freund ist am Apparat. "Morgen? Radfahren? Geht nicht", antwortet Klipp knapp. Wenn alles gut geht, sitzt er am Sonntag wieder im Rennwagen. Zum dritten Mal in 24 Stunden, das letzte Mal an diesem Wochenende. Klipp nimmt auf dem Nürburgring am 24-Stunden-Rennen teil, gemeinsam mit zwei Kollegen vom Motorsport und dem Ex-DTM-Fahrer Klaus Niedzwiedz fährt er die Nummer 250. Einen Honda Hybrid in Meerblau. Erzählt hat er davon nichts, auch seinen Freunden nicht. Zu groß war die Angst, dass was dazwischenkommen könnte. Dass die Batterie des Honda Civic kollabiert, der Wagen beim Training in einer Leitplanke landet. Dann hätte er zurückrudern müssen, Henning ist keiner, der so was macht. Lieber hält er den Ball flach, die Honda-Leute auch. Überm Ring braut sich was zusammen. Noch 15 Minuten bis zum Start. Über dem Nürburgring braut sich was zusammen. Am Himmel hängen schwer wie Hanteln grauschwarze Regenwolken. Noch bevor das Rennen startet, steht es auf der Kippe. Nur einen Steinwurf entfernt schlägt der Blitz ein. 13 Camper kommen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden ins Krankenhaus. Das Rennen – auf unbestimmte Zeit verschoben. 16:51 Uhr, Start frei. Über den Nürburgring legt sich ein Klangteppich, gewebt aus ungedämpften Motoren – Boxer, V, in Reihe, alles dabei. Rasseln, krachen, sprotzeln. Auf der Grand-Prix-Strecke halten zwei Porsche eine Viper in Schach. Blaues Licht flackert in ihren Windschutzscheiben, das Signal für die 20 Besten im Feld. Sie alle fahren um den Sieg. (Fortsetzung folgt...)Küren Sie den Ring-Freak 2007! 24-Stunden-Rennen am Nürburgring – für die Fahrer der insgesamt 230 gestarteten Teams bedeutet das weltberühmte Motorsport-Highlight vor allem eins: Stress pur. Ganz anders sieht es abseits der Strecke aus. Bei den rund 200.000 Besuchern zählt vor allem der Party-Gedanke. Mit Kind und Kegel, Bier und Grill, Zelt und Sitzgarnitur sind die Fans zur grünen Hölle angereist. Wir haben sieben der verrücktesten Besucher zum Interview vor die Kamera gebeten. Stimmen Sie ab und wählen Sie den Ring-Freak 2007!





































