Porsche

24h Daytona: Rockenfeller Zweiter

— 01.02.2016

Corvette siegt vor Porsche

Jubiläum des US.Motorsportklassikers: Die Fans feiern in Daytona die Sieger, die Show und das riesen Spektakel zum 50. Daytona-24-Stundenrennen.

Das war sie also, die größte Camping-Party Amerikas. Die Teams packen ihre Hoffnungen zusammen. Die Fans ihre Zelte, Grillstände und Musikboxen. Der Motorensound der Prototypen und GT-Boliden ist nach 24 Stunden verstummt. Zurück bleiben Müdigkeit, heisere Stimmen und ein weiteres Kapitel Rennsportgeschichte. Und natürlich die Gewinner und Verlierer der 50. Ausgabe der 24 Stunden von Daytona. Der größte Gewinner ist der Gesamtsieger, das ESM-Team. Pipo Derani, Ryan Sharp, Ed Brown und Johannes van Overbeek schaffen mit ihrem rund 600 PS starken Ligier-Honda-LMP2 736 Runden.

Ein Klassiker wurde 50: Die 24 Stunden von Daytona

Mal wieder die Nummer zwei: Ex-Formel-1-Pilot Rubens Barrichello (43) mit dem Chevrolet-Corvette-Prototypen. Sein Teamkollege Max Angelelli (49), Safety-Car-Fahrer bei Ayrton Sennas Todesrennen 1994 in Imola, wird nach dem Rennen ins Krankenhaus gebracht: Offenbar kämpfte er mit einer Virusinfektion. Der einzige Deutsche in dieser Klasse, Andreas Wirth (31), darf nicht ein einziges Mal ans Steuer: Teamkollge Andy Meyrick (30) verschrottete den spektakulären Delta-Wing-Mazda nach drei Stunden und 42 Minuten. Bis dahin fuhr Rennlady Katherine Legge (35) damit immer wieder an der Spitze. Bei jeder Führungsrunde wird sie gefeiert wie ein Star. Als das Wrack an die Box kommt, versammelt sich eine riesige Zuschauermasse vor der Garage. Das Panoz-Team wird immerhin die Sieger der Herzen.

Viel spannender als der Kampf um den Gesamtsieg: Die Hersteller-Schlacht in der GTLM-Klasse – jene Klasse, die auch in Le Mans die Spitze des GT-Sports darstellen wird. Ford, Ferrari und BMW bringen 2016 nagelneue Fahrzeuge an den Start – und scheitern in Daytona an Corvette und Porsche, die auf überarbeitete Vorjahreswagen setzen.

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Der Porsche 911 RSR verliert nur knapp gegen die beiden Chevrolet Corvette C7.R. Und die lieferten sich auch noch eine eigene Hatz auf Messers Schneide: 0,034 Sekunden liegen am Ende zwischen den beiden Corvettes. DTM-Fahrer Mike Rockenfeller (32) muss sich unter anderem dem Schweizer Marcel Fässler (39) geschlagen gegeben. Was gab den Unterschied zwischen Porsche und Corvette? Sieger Fässler sagt zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Porsche hatte ein gutes Tempo. In der Nacht hatte ich mit ihnen tolle Kämpfe. Vielleicht hatten wir einfach etwas weniger Reifenverschleiß.“ Im Porsche-Lager glaubt man, dass der Topspeed am Ende den Unterschied ausmachte.
Besonders gespannt waren die Amerikaner auf das Renndebüt des neuen Ford-GT-Rennwagens. Das wird aber zur Enttäuschung. Im besten Boliden wird Dirk Müller (40) auf Platz 31 geführt, 32 Runden hinter dem Klassensieger Corvette. „Wir hatten viele Probleme, die wir beim Test noch nicht hatten“, erklärt Dirk Müller. „Daraus müssen wir jetzt lernen, aber das Tempo ist auf jeden Fall da – und das ist wichtig.“ Die GTD-Klasse – hierzulande besser bekannt als GT3-Klasse – gewinnt Audi mit dem Deutschen René Rast (29) am Steuer.

Camping & Lagerfeuer-Romantik in den Abendstunden

Obwohl die Rennveranstalter dem Audi R8 LMS GT3 nach dem Sieg beim 24-Stundenrennen von Dubai ein Zusatzgewicht von 20 Kilogramm verpassen. Der Sieg hängt bis zum Schluss am seidenen Faden. Schlussfahrer Rast: „Es war echt hart. Uns wäre fast das Benzin ausgegangen. Am Schluss musste ich jede Kurve und jede Passage mit einem anderen Gang fahren als gewohnt.“ Daytona hat auch 2016 wieder alle Register gezogen: Show, Sport und Spektakel. Die Sieger sind um eine Rolex-Uhr reicher, die Verlierer um Erfahrung, die Fans um eine Party.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Porsche

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