24h Daytona: Zwei Deutsche Favoriten

24h Daytona: Zwei Deutsche Favoriten

— 27.01.2017

Rast René zum Sieg?

Gleich zwei deutsche Fahrer haben Chancen auf den Sieg beim einzigartigen 24-Stunden-Klassiker: René Rast und Nick Heidfeld.

Er war in der Sportwagen-Weltmeisterschaft 2016 der schnellste Fahrer in der kleinen Prototypenklasse LMP2. Das brachte René Rast (30) in der DTM ein Werkscockpit bei Audi – und am kommenden Wochenende die Chance, als elfter deutscher Fahrer das 24-Stunden-Rennen von Daytona zu gewinnen. Rast fährt dann in der Topkategorie einen Riley-LMP2-Prototyp aus England mit einem 600 PS starken 4,2-Liter-V8-Motor von Gibson.

„Das Rennen ist wie kein anderes. Eine 24-Stunden-Hatz, die immer erst in der letzten Stunde entschieden wird“, schwärmt er. „Anders als in Le Mans oder am Nürburgring dürfen überrundete Fahrer in der Gelbphase am Feld vorbeifahren und sich hinter der Spitze einreihen. Wenn man Glück hat, bleibt man also bis zum Schluss in einer Siegposition, auch wenn man zwischenzeitlich drei Runden zurücklag.“

Schafft er beim 24-Stunden-Rennen von Daytona den Triumph?

Und dann ist da auch noch die imposante, mehr als 30 Grad überhöhte Steilkurve des Ovals in Daytona. Rast schildert: „Das ist beim ersten Mal echt gewöhnungsbedürftig. Man wird in den Sitz gepresst, hat eine ellenlange Beschleunigungsphase, und die Sicht ist auch nicht immer einfach, weil man ja fast 45 Grad geneigt in der Kurve hängt.“
So entstand das 24-Stunden-Rennen von Daytona: Amerika begründete Tradition

Das Feld ist eng beisammen. Zwölf Prototypen sind gemeldet, unter anderem von Nissan, Cadillac und Mazda.  Aber auch seinen Landsmann Nick Heidfeld (39), der unter anderem mit Formel-E-Meister Sébastien Buemi (28) einen Oreca-Gibson für das Rebellion-Team fährt, hat Rast auf der Rechnung.„Die waren beim Test echt schnell, auch wenn die Zeiten noch etwas mit Vorsicht zu genießen sind, weil jeder noch etwas langsamer war, als er gekonnt hätte“, glaubt Rast. „Unser Riley-Chassis ist neu und hatte noch kein ordentliches Testprogramm. Da funktioniert noch nicht alles: Die Kühlung für das Getriebe ist nicht perfekt, die Elektronik überhitzt, und die Steuergeräte sind noch nicht aufeinander abgestimmt.“

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture Alliance

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