Bildergalerie: Le Mans 2014

Toyota Rebellion Nissan

24h Le Mans: Wurz im Interview

— 13.06.2014

Besser vorbereitet denn je

Siebenmal ist Alex Wurz in Le Mans angetreten, zweimal hat er gewonnen. 2014 steht er auf der Pole und spricht im Interview mit AUTO BILD MOTORSPORT.

Herr Wurz, Toyota war beim Vortest zu den 24 Stunden von Le Mans am schnellsten und steht nun auch auf der Pole-Position für die 24 Stunden am Sonntag. Warum gewinnt Toyota an diesem Wochenende den Klassiker an der Sarthe?

Alexander Wurz (40): Ganz einfach, weil wir in diesem Jahr auf jeden Fall besser vorbereitet sind als in den beiden Jahren davor. 2012 war unser Projekt ganz jung. Wir hatten nicht so viel Vorlaufzeit wie sich beispielsweise unser Konkurrent Porsche für 2014 genommen hat. 2013 war es dann schon besser. Aber bei weitem nicht gut genug, um zu gewinnen. Und jetzt haben wir den richtigen Schritt gemacht. Aber ich sage immer: Le Mans kannst du nicht gewinnen, Le Mans lässt dich gewinnen.

Was macht ihr Auto, den Toyota TS040 Hybrid, so stark?

Freude in der Toyota-Box: Wurz (r.) jubelt mit seinen Teamkollegen Sarrazin (l.) & Nakajima (M.) über die Pole

Toyota Motorsport in Köln hat den Vorteil, dass sie den besten Windkanal haben. Und auch viele Leute aus der Formel 1 noch im Haus sind. Das heißt, die Entwicklungswege sind kurz, direkt und gehen nicht über Zulieferfirmen. Man muss aber auch ganz ehrlich sagen, dass unsere Ressourcen beim Gesamtprojekt um einiges kleiner sind, als die der Konkurrenz. Doch durch die hausinternen Vorteile kommt es auf dasselbe raus.

Sie treten zum achten Mal in Le Mans an. Worauf freuen Sie sich am meisten?

Ganz klar das Start-Prozedere. Das ist schon sehr emotional. Auch wenn es mühsam und anstrengend für den Fahrer ist, der den Start fährt. Es ist einfach etwas Besonderes. Mir gefällt eigentlich das ganze Flair in Le Mans. Zwar zieht sich die Woche davor hin wie ein Kaugummi am Schuh klebend, aber das gehört dazu. Die Fahrerparade, die technische Abnahme und so weiter. Das wird echt zelebriert.

Sie haben 1996 und 2009 schon in Le Mans gewonnen. Somit kennen Sie das Gefühl des Triumphes dort. Was wäre Ihnen lieber: Der dritte Le-Mans-Sieg oder der Titel in der Sportwagen-WM?

Eigentlich beides, aber wenn ich eines aussuchen muss, dann Le Mans. Denn wenn man oben auf dem Podium steht, dann wird dieser besondere emotionale Mix im Kopf frei. Die Müdigkeit, die aufkommende Entspannung und die sich lösende Anspannung. Die Endorphine, die dabei hochkommen, trägst du einen Monat in dir – vielleicht sogar ein ganzes Jahr. Das ist einfach die Sensation. Diese einzelnen Events wie das Rennen in Le Mans sind halt extrem cool.

Autor: Oliver Müller

Fotos: Getty Images

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