24h Nürburgring

24h Nürburgring: Audi und Co geschlagen

— 01.06.2016

Mercedes-Konkurrenz chancenlos

Während Mercedes das 24h-Rennen auf dem Nürburgring dominierte, hatte die Konkurrenz zu kämpfen. Defekte und Unfälle zerstörten die Hoffnungen.

Mercedes feierte beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring einen dominanten Vierfach-Erfolg. Black Falcon triumphierte vor HTP Motorsport und dem Haribo Racing Team. Und die Konkurrenz?  Während die Marke mit dem Stern beinahe problemlos durch die Grüne Hölle kam, wurden Audi und Co. reihenweise aus dem Kampf um den Gesamtsieg gerissen.

Bei BMW war es vor allem die Technik, die den Münchenern einen Strich durch die Rechnung machte. Während Rowe Racing bei seinen BMW M6 GT3 mit Technikproblemen und Reifenschäden zu kämpfen hatte, wurde der Schubert-BMW #18 am Samstagabend durch einen kapitalen Motorschaden aus dem Rennen gerissen. Einzig der verbliebene Schubert-Bolide mit der Startnummer 100 lag lange Zeit in aussichtsreicher Position, ehe Lucas Luhr am Sonntagvormittag wegen eines unverschuldeten Unfalls aufgeben musste.
Der Krimi zum Nachlesen: Wie Mercedes in der Eifel siegte

Besser lief es auch für die Konkurrenz aus Ingolstadt nicht: Die Vorjahressieger von WRT verunfallten am Sonntagfrüh so heftig, dass sie erst nach umfangreicher Reparaturarbeit wieder ins Rennen gehen konnten. Auch Phoenix Racing verlor beide Audi R8 LMS durch eine Kollision. Bes^onders bitter: Markus Winkelhoch fuhr in einer Gelbphase auf dem Audi von Land Motorsport auf und riss diesen gleich mit aus dem Rennen.

Auch Audi war am Nürburgring machtlos gegen Mercedes

Gleiches Debakel bei Porsche: Die beiden Werksboliden von Manthey Racing schieden durch Unfall beziehungsweise technischen Defekt vorzeitig aus. Auch Frikadelli Racing musste die Hoffnungen nach einem Abflug von Sabine Schmitz in der Nacht frühzeitig begraben. Am besten kam - wieder einmal - der Porsche 911 von Falken Motorsport durch. Er war zwar nicht schnell genug unterwegs, hielt sich jedoch aus allem Durcheinander heraus und landete auf der neunten Position.

Aston Martin musste einen Totalausfall hinnehmen. Für eine Überraschung sorgte hingegen das Bentley Team Abt, das erstmals in diesem Jahr mit dem britischen Sportwagen am Start war. Zwar konnten die Fahrzeug nicht das Tempo der Mercedes-Teams an der Spitze mitgehen, doch die 24 Stunden liefen für Abt beinahe problemlos. Am Ende landete der besten Bentley auf der siebten Position. Der beste Nissan vom Team RJN kam auf der elften Position ins Ziel.

Exoten sorgen für Spektakel

Für Spektakel sorgten aber einmal mehr die Exoten und Einzelstücke im Starterfeld, selbst wenn auch hier nicht alles ohne Vorkommnisse ablief. Wölflick Racing führte die Klassenwertung mit dem Ford Mustang souverän an, dann quittierte jedoch die Ölpumpe am Differenzial ihren Dienst. Der Wechsel dauerte 65 Minuten, alle Chancen auf den Sieg waren dahin. Am Ende reichte es immerhin zum 66. Gesamtrang sowie dem fünften Platz in der Klasse SP8. Das Projekt von Wölflick Racing war dennoch ein voller Erfolg am Nürburgring.

Titus Dittmann und sein Team erlebten mit der Gas-Viper ein turbulentes Wochenende: Schon im Qualifying am Freitag machte ein heftiger Unfall eine Reparatur von rund 17 Stunden notwendig. Auch im Rennen musste die giftgrüne Schlange anschließend mehrmals mit Problemen an die Box kommen. Doch das Team zeigte Ehrgeiz, gab nicht auf und erreichte schließlich sogar das Ziel. Titus Dittmann konnte selbst allerdings nicht ins Renncockpit klettern, nachdem er sich am Donnerstag vor dem Rennen an der Schulter verletzte. Er musste die achte Teilnahme seiner Gas-Viper als Zuschauer verfolgen.

Ein bitteres Wochenende erlebte auch US-Milliardär James Glickenhaus. Seine Boliden wurden jeweils durch schwere Unfälle beschädigt und mussten vorzeitig abgestellt werden. Ebenso wie der allseits beliebte Opel Manta von Olaf Beckmann. Ein defekte Kupplungsglocke bedeutete den frühzeitigen Ausfall des historischen Rennwagens. „Wir haben leider kein Ersatzteil“, kommentierte Volker Strycek das frühe Aus. Neue Chance im nächsten Jahr...

Autor: Sönke Brederlow

Fotos: Hersteller, P. Funk

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