24h Nürburgring

24h Nürburgring: Das sind die Favoriten

— 27.05.2016

GT3-Teams und kleine Klassen

Die 24h am Nürburgring zählen zu den Höhepunkten im Rennkalender. Hier treten die GT3-Monster von Audi und Co. gegen Renault Clio und Toyota GT86 an.

Die Ansage von DTM-Pilot und Vorjahressieger Nico Müller (24) ist klar: „Wir wollen den Erfolg des Vorjahres wiederholen.“ Gemeinsam mit Christopher Mies (27), Laurens Vanthoor (25) und Edward Sandström (37) hat er 2015 im Audi R8 LMS von WRT gewonnen. 2016 wird Sandström durch Pierre Kaffer (36) ersetzt. Wie stark der R8 LMS ist, zeigt der Sieg beim Auftakt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring durch das Audi-Team Phoenix.

Allein: Das heißt noch gar nichts. Beim 24h-Qualifikationsrennen nämlich stand ein BMW M6 GT3 von Rowe Racing auf der Pole. Gewonnen hat anschließend der Mercedes-AMG GT3 von HTP Motorsport vor dem Markenkollegen von Haribo. Sie sehen: Fest steht, dass kein Favorit feststeht.

Nico Müller ist einer von mehreren Audi-DTM-Piloten

Und deshalb räumt auch Vorjahressieger Müller ein: „Das Feld ist sehr ausgeglichen.“ Mit Phoenix und WRT hat Audi wieder zwei werksunterstützte Teams am Start. Aber auch die Privatmannschaft von Land Motorsport sollte man auf der Rechnung haben. Mit Mike Rockenfeller (32) und Timo Scheider (37) greifen dort zwei DTM-Piloten ins Lenkrad. Beide Fahrer haben jeweils einen 24h-Gesamtsieg auf dem Konto – und den zweiten Triumph im Blick. „Natürlich treten wir an, um zu gewinnen“, sagt Scheider.

Auf Erfahrung aus Deutschlands beliebtester Tourenwagenserie kann auch Mercedes zurückgreifen. Christian Vietoris (27) bestreitet bereits sein zweites 24h-Rennen, diesmal bei HTP Motorsport. Das Team wechselte nach nur einem Jahr mit Bentley zurück zum neuen Mercedes-AMG GT3, und gewann mit Vietoris, Dominik Baumann (23), Maximilian Buhk (23) und Thomas Jäger (39) das Qualirennen. Vorteil: Mercedes hat eine neue Form der Zusammenarbeit geschaffen. HTP, Haribo Racing und Black Falcon werden von Renningenieuren und -strategen von AMG unterstützt.

Der Rowe-BMW: Unter anderem mit Maxime Martin

Auch BMW setzt auf Werksunterstützung. Neben Schubert Motorsport tritt Rowe Racing als BMW-Team an, unter anderem mit DTM-Pilot Maxime Martin (30). Beim 24h-Qualirennen erzielte der Rennstall den ersten Podestplatz. Beim Schubert-Team greifen mit Marco Wittmann (26), Augusto Farfus (32) und Martin Tomczyk (34) drei weitere DTM-Piloten ins Lenkrad.

Manthey Racing hat mit dem Porsche 911 GT3R den sechsten Gesamtsieg beim 24h-Klassiker im Visier. Bei den bisherigen Nordschleifen-Rennen konnte das Team das Tempo der Spitze zwar mitgehen, wurde jedoch von Defekten heimgesucht. Nissan wird 2016 wie üblich vom britischen Team RJN vertreten. Hinzu kommt das Engagement von Zakspeed, die neben dem neuen Mercedes auch auf den Nissan GT-R GT3 vertrauen. Der Rennstall konnte den Klassiker schon drei Mal gewinnen.

Auch Aston Martin greift 2016 in der Eifel an

Das Team von Ex-DTM-Pilot Christian Abt (48) setzt zwei Bentley Continental GT3 ein. Auch Aston Martin greift wieder nach dem Sieg. Am Steuer der beiden Vantage GT3 sitzt unter anderen Mathias Lauda (35), Sohn von Formel-1-Legende Niki Lauda (67). Der Siebenkampf in der GT3 ist also eröffnet. Und auch sie gehören zum 24h-Rennen wie der Senf zur Bratwurst: die kleinen Klassen. Während die GT3-Fahrzeuge an der Spitze um den Gesamtsieg fahren, kämpfen die kleinen Teams im Mittelfeld um Klassensiege – egal ob Renault Clio oder BMW M3.

Insgesamt sind die Fahrzeuge in diesem Jahr auf 26 Klassen aufgeteilt. Neu dabei ist nicht nur die TCR-Klasse, sondern auch die neue Porsche Cayman GT4 Trophy. Neben BMW M235i Racing Cup und Opel Astra OPC Cup ist es bereits die dritte Markenpokal-Klasse beim 24h-Rennen. Einheitliche Technik und Reifen sorgen für Chancengleichheit. Besonders beliebt sind aber noch immer die seriennahen Rennwagen in den Klassen V2 bis V6, geordnet nach Hubraum.

Buntes Feld: Bei den 24h sind Autos aller Art am Start

Mit nur wenigen Handgriffen lassen sich Serienautos zu fertigen Rennboliden umbauen. Daher sind in diesen Klassen auch besonders viele private Teams mit wenig Budget zu finden. Ein weiteres Highlight ist die Klasse AT mit den alternativen Treibstoffen. Hierzu zählen sowohl die Diesel- als auch die Gasfahrzeuge. Leistung und Hubraum spielen keine Rolle. Die sogenannten „Specials“ (Klassen von SP2 bis SP-X) gehören den leistungsstärksten Rennwagen. Bis auf das Mindestgewicht, eine maximale Tankmenge und je nach Klasse einzelne spezifische Regeln gibt es kaum Einschränkungen.

Autor: Sönke Brederlow

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