Nürburgring

24h-Rennen Nürburgring 2015

— 17.05.2015

Audi gewinnt vor BMW und Porsche

Triumph für Audi beim 24h-Rennen auf der Nordschleife: Bei der Premiere des R8 LMS siegte das Quartett Mies/Sandström/Müller/Vanthoor vor BMW und Porsche.

Großer Jubel bei Audi: Wie im Vorjahr gewannen die Ingolstädter das 24h-Rennen auf dem Nürburgring, das heuer zum Rekordrennen wurde. Im Verlauf von 24 Stunden wechselte die Führung 35 Mal - Bestmarke bei der seit 1970 ausgetragenen Veranstaltung. Nach dem Erfolg durch das Team Phoenix 2014, war in diesem Jahr die belgische Truppe Audi Sport Team WRT an der Reihe und krönte die Premiere des neuen Audi R8 LMS gleich mit der obersten Stufe auf dem Podest. Schlussfahrer Christopher Mies, der den Audi nach 24 Stunden als Erster ins Ziel trug, fehlten nach dem Triumph die Worte: "Zum ersten Mal in meinem Leben musste ich vor Freude weinen", sagte der Deutsche sichtlich gerührt und jubelte: "Riesen Dank an Audi und das ganze Team. Ein Wahnsinnserfolg!" Teamkollege Sandtröm fügte hinzu: "Mit dem neuem Auto auf Anhieb zu gewinnen, besser kann es gar nicht sein!"
24h-Rennen Nürburgring: Reportage - Der Ring frisst seine Kinder

40 Sekunden Vorsprung im Ziel

Großer Erfolg für Audi: Die Ingolstädter gewannen wie schon im Vorjahr das 24h-Rennen am Ring

Zurücklehnen konnten sich die Kollegen während Mies' letzter Runden nicht. Zu knapp war der Vorsprung auf die Verfolger, zu strapaziös das 24h-Rennen für Mensch und Maschine. "Man ist bis zum Schluss angespannt, ob auch wirklich alles funktioniert. Ich war schon so oft hier am Nürburgring, aber es ist immer ein Unfall oder irgendetwas dazwischengekommen. Unglaublich, dass es diesmal geklappt hat. Heute war einfach unser Tag", konnte Sandström sein Glück kaum fassen. Teamkollege Nico Müller, der zusammen mit Laurens Vanthoor das siegreiche Quartett komplettierte, war ebenso außer sich vor Freude. "Supergeil! Dass das Auto beim ersten 24h-Rennen so durchhält ist der Oberhammer", strahlte der Schweizer, der für Audi auch in der DTM startet.

Etwas enttäuschte Gesichter gab es trotz des starken zweiten Platzes am Ende bei BMW. Mit gerade einmal 40 Sekunden Rückstand musste sich das BMW Sports Trophy Team Marc VDS um Maxime Martin, Lucas Luhr, Richard Westbrook und Markus Palttala Audi schließlich geschlagen geben. Schlussfahrer Martin verkürzte den Rückstand auf die Spitze in den finalen Rennrunden zwar noch, eine richtige Attacke blieb jedoch aus. "Es hat nicht gereicht, aber wir können stolz auf uns und das Team sein. Audi war heute leider ein bisschen zu stark für uns", bilanzierte Westbrook im Ziel.

BMW schickt Z4 in Rente

Trotz aller Mühen - hier beim Stopp in der Nacht - reichte es für den BMW mit der #25 nur zu Platz zwei

Teamkollege Luhr fasste zusammen: "Natürlich ist man immer ein bisschen enttäuscht, wenn man so knapp dran ist und die Chance, so ein Rennen zu gewinnen, bekommt man nicht oft. Die Jungs von Audi waren aber einen Tick besser haben verdient geownnen." Trotzdem fand der Deutsche: "Wir können sehr zufriednen sein mit unserer Leistung. Unser Z4 hat immerhin schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Audi damit noch so die Hölle heiß zu machen ist also aller Ehren wert." Im nächsten Jahr greift BMW dann mit dem M6 seinerseits mit einem Neuwagen am Ring an.

Für ein gemischtes deutsches Trio auf dem Podium sorgte am Sonntag Porsche. Für den Falken-Porsche war der dritte Gesamtrang nach Platz vier im Vorjahr die bisher beste Platzierung überhaupt - dementsprechend groß war auch der Jubel bei den Fahrern Peter Dumbreck, Wolf Henzler, Alexandre Imperatori und Martin Ragginger. Letzterer erklärte erleichtert: "Unser Ziel war das Podium und das haben wir erreicht. Wir sind vorne mitgefahren, haben guten Speed gezeigt. Damit können wir sehr glücklich sein!" Weniger zufrieden mit dem Ergebnis dufte man hingegen bei Mercedes sein. Zwar brachten die Stuttgarter zwei ihrer Mercedes SLS AMG GT3 in den Top-10 ins Ziel, mit den Plätzen fünf und zehn blieb man dabei jedoch deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Die Nordschleife des Nürburgrings sorgte auch in diesem Jahr wieder für tolle Impressionen

Alles in allem schaffte es die 43. Auflage des Langstreckenklassikers am Ring, endlich wieder für positive Schlagzeilen im Jahr 2015 zu sorgen. Ende März war auf der Nordschleife bei einem Horrorunfall ein Zuschauer ums Leben gekommen. Im Zuge der Tragödie wurden die Sicherheitsmaßnahmen drastisch erhöht und sogar an zwei Stellen ein viel diskutiertes Tempolimit für die Piloten verhängt. Trotz zum Teil widriger Wetterbedinungen und vieler Unfälle im Rennen, ging der 24h-Klassiker in der Grünen Hölle schlussendlich ohne gravierende Zwischenfälle oder erneute Negativmeldungen über die Bühne.

Endergebnis 24h-Rennen Nürburgring 2015:

1. Mies/Müller/Sandström/Vanthoor (Audi), 156 Runden
2. Luhr/Martin/Palttala/Westbrook (BMW) + 40,729 Sekunden
3. Dumbreck/Henzler/Imperatori/Ragginger (Porsche) - 1 Runde
4. Adorf/Catsburg/Farfus/Müller (BMW) - 1 Runde
5. Buurman/Al Faisal/Haupt/van Lagen (Mercedes) - 1 Runde
6. Cerruti/Edwards/Keilwitz/Laser (BMW) - 3 Runden
7. Jöns/Kaffer/Thiim/Vanthoor (Audi) - 3 Runden
8. Brück/Primat/Schmid/Seefried (Bentley) - 5 Runden
9. Buncombe/Hoshino/Krumm/Ordonez (Nissan) - 5 Runden
10. Heyer/Huff/Frommenwiler/Krognes (Mercedes) - 5 Runden

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance / Press-Inform / 24h-Rennen

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