24h Nürburgring: Bilder

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24h-Rennen Nürburgring im Splitter

— 22.06.2014

Der Zieleinlauf auf der Nordschleife

Auf dem Nürburgring steigt das 42. ADAC Zurich 24h-Rennen. AUTO BILD MOTORSPORT liefert alle Eindrücke und News live von der Nordschleife.

Sonntag

Die Sieger freuen sich: Audis Erfolgs-Piloten sind außer sich vor Freude! René Rast jubelt: "Wahnsinn! 24 Stunden und wir haben keinen einzigen Fehler gemacht. Das war eine ganz große Teamleistung!" Seine Kollegen stimmen in diesen Ton mit ein. Cristian Mamerow findet: "Wir können stolz sein - auf unsere Leistung aber auch auf die unseres Teams!" Markus Winkelhock, der das Rennen nach 2012 zum zweiten Mal gewinnt, verrät mit breitem Grinsen: "Dieses Rennen hat die hohe Leistungsdichte hier gezeigt. Jedes Jahr wird es schneller." Der Deutsche sagt ausgelaugt aber glücklich: "Von Anfang bis Ende sind wir hier wirklich volle Attacke gefahren... das war ein sehr hartes Rennen!"

Die Sieger sind im Ziel: Audi triumphiert auf der Nordschleife!

Zielflagge & großer Jubel bei Audi!
Der R8 LMS ultra des Teams Phoenix Racing geht nach 24 Stunden als Erster über die Ziellinie! Überzeugender Gesamtsieg für Christopher Haase, Christian Mamerow, René Rast und Markus Winkelhock, die mit insgesamt 159 Runden einen neuen Distanzrekord beim 24h-Rennen über 4.035,1 Kilometer aufstellen! Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Mercedes SLS von Black Falcon (Bleekemolen/Simonsen/Menzel/Arnold) und Rowe Racing (Zehe/Hohenadel/Bastian/Engel). P4 geht an den Falken-Porsche - Aston Martin wird Fünfter, BMW rettet sich mit dem angeschlagenen Schubert-Z4 GT3 als Sechster ins Ziel.

Die Attacke geht nach hinten los: Vom Regen in die Traufe heißt es für den Schubert-BMW. Bei der #20 ist beim Aufholversuch die Spurstange verbogen worden. Claudia Hürtgen hatte sich im Bereich Tiergarten gedreht und war über die Kerbs gerumpelt. Nach langer Reparaturpause hat der Z4 die Box zwar wieder verlassen, ist nun aber auf den sechsten Gesamtrang zurückgefallen. An der Spitze weiterhin der Phoenix-Audi von Haase/Mamerow/Rast/Winkelhock. Auf Position zwei und drei liegen nun die zwei Mercedes-SLS, dahinter folgen der Falken-Porsche und Aston Martin. Zwei Stunden dauert das Rennen noch...



Rückschlag im Kampf um den Gesamtsieg für BMW: Wegen des Verursachens einer Kollision bekommt der Schubert-BMW mit der #20, der aktuell an dritter Stelle und dicht hinter der Spitze liegt, eine Stop-and-Go-Strafe von 1:32 Min. auferlegt. Am Steuer beim Feindkontakt in Kurve eins mit einem überrundeten Porsche, bei dem anschließend die Hinterachse brach: DTM-Fahrer Martin Tomczyk. Um den Nachteil der Zeitstrafe wettzumachen, attackiert das Team nun mit den weichsten Reifen, die der Z4 fahren kann. BMW pusht weiter mit vollem Risiko auf Sieg!

Bitter: Der Haribo-Porsche fährt nicht mehr

Jetzt hat es auch den Haribo-Porsche erwischt:
Auf einem Top-Ten-Platz liegend kam es gut fünf Stunden vor Schluss zum Kontakt. Ein Dreher und die Startnummer acht schlug in die Streckenbegrenzung ein. Dabei beschädigte sich das Goldbären-Team den Kühler – das Aus.

Enger Kampf an der Spitze: In Führung liegt sieben Stunden vor dem Ziel der Phoenix-Audi von Haase/Mamerow/Rast/Winkelhock, gefolgt vom Black-Falcon-Mercedes von Bleekemolen/Simonsen/Menzel/Arnold. BMW liegt mit der #20 von Klingmann/Baumann/Hürtgen/Tomczyk auf der dritten Position. Die Abstände in der Spitzengruppe sind weiterhin eng, vor allem der Kampf um die Führung fasziniert, trennen die ersten Zwei nach 111 Runden doch gerade einmal 40 Sekunden.

Viele Hände & ein schnelles Auto: Der BMW Z4 GT3 vom Team Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop

Mit vielen Unterstützer-Händen immer noch stark im Rennen:
Der BMW Z4 GT3 vom Team Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop kratzt seit Stunden an einer Top-Ten-Platzierung. „Wir sind nicht ganz die Schnellsten. Aber wir versuchen sauber und solide durchzufahren und schauen dann wo wir stehen“, ordnet Max Sandritter ein. Sandritter und seine drei Teamkollegen fahren aber nicht nur um eine Top-Platzierung sondern auch für einen guten Zweck. Zahlreiche AUTO-BILD-MOTORSPORT-Leser haben die Handabdrücke und Namen ihrer Kinder auf dem Auto verewigt und dafür einen kleinen Betrag für ein Hilfsprojekt von World Vision gegeben. Die Nacht hat ihre Opfer gefordert... vor allem bei BMW: Beide Marc-VDS-Z4 sind binnen einer Stunde ausgefallen. Motorsportdirektor Jens Marquardt klärt auf: „An der #26 haben wir erst ein Motorteil tauschen müssen, sind zurückgefallen – anschließend haben wir beide Autos innerhalb einer Stunden mit Unfällen und Feindkontakt verloren. Sehr schade!“ Doch auch die Gegner bleiben von den Zicken der Nacht nicht verschont. Während McLaren lange an der Box stand, musste beim Abt-Prosperia-Audi das Getriebe gewechselt werden.

Samstag

Die ersten 50 Runden sind geschafft... und auch der Tag geht zu Ende. Für alle, die bald ein kleines Nickerchen halten, hier noch ein kurzes Update: Audi, BMW und Mercedes kämpfen weiter um die Spitze. Immer wieder wechselt die Führung. Derzeit liegt der Audi R8 LMS ultra mit der Startnummer 4 ganz vorne. Es folgen der Mercedes SLS AMG GT3 mit der #22 und der BMW Z4 GT3 mit der #25.

From heaven to green hell: Während die Sonne über dem Fahrerlager langsam untergeht, hat Mr. Stratos Felix Baumgartner seinen ersten Stint im Audi R8 LMS hinter sich gebracht. Und wie schon bei seinem tollkühnen Sprung aus dem Weltall hat der Österreicher, der erstmals beim 24h-Rennen auf der Nordschleife startet, alles in einem Stück gelassen...

Start frei: Estre fuhr gleich in der Runde eins mit 8:21.019 Min. einen neuen Rundenrekord beim 24h-Rennen

Ruhigere Abendstunden:
Nach dem Crash-Festival zu Beginn hat sich das Geschehen gegen Abend etwas beruhigt. An der Spitze geht es trotzdem eng zu. Die ersten sieben Autos liegen innerhalb von nur 50 Sekunden. An der Spitze der Phoenix-Audi mit der #4 (Haase, Mamerow, Rast, Winkelhock) vor dem Marc VDS-BMW #26 und dem Black-Falcon-Mercedes #14. Unter den prominenten Ausfällen mittlerweile: Der Phoenix-Audi mit der #3 (Unfall Basseng) und der Schubert-BMW mit der #19 (Aufhängungproblem, Unfall und Folgeschaden am Motor).

Viel Schrott bereits in Stunde eins: Für den Porsche von Frikadelli Racing und den Nissan GT-R #80 begannen die Probleme schon auf den ersten Metern des 24h-Rennens auf dem Nürburgring. Danach krachte es auch bei den Favoriten: BMW #20 mit Kollision, der Z4 um die Markenkollegen Martin/Müller/Alzen/Wittmann mit Dreher wegen Öls in der NGK-Schikane. An gleicher Stelle erwischte es danach auch den Mercedes SLS von Car Collection Motorsport, der bei seinem Ausritt den Manthey-Porsche heftig torpedierte. Die Führung nach dem Start behielt zunächst Kevin Estre im McLaren, der dann aber einen frühen planmäßigen Stopp einlegte. An der Spitze liegt 23 Stunden vor dem Ziel der BMW Z4 vom Team Schubert mit den Fahrern Werner/Müller/Luhr/Sims.

Freitag

Pole-Position für McLaren am Freitag: Kevin Estre schnappte sich die beste Startposition

Pole-Position für McLaren:
Die erste große Überraschung des Wochenendes erfolgt bereits im Qualifying am Freitag. Kevin Estre sichert ich im McLaren MP4-12C von Dörr Motorsport die Bestzeit im Top-30-Qualifying. Seine Fabelrunde von 8:10.921 Minuten bedeutet zudem einen neuen Rundenrekord im Einzelzeitfahren beim 24h-Rennen auf der Nordschleife. Estre nach Startplatz eins: "Ich bin sehr zufrieden. Ich habe auf der Runde viel Risiko genommen und alles gegeben, das hat sich ausgezahlt." Doch der McLaren-Fahrer weiß: "Das hier ist kein Supercup-Rennen. Trotzdem werden wir den Zuschauern morgen eine geile Show bieten!" Mit vier Marken auf den ersten vier Plätzen dürfte Estre Recht behalten: DTM-Pilot Maxime Martin fährt im BMW Z4 GT3 hinter ihm auf Rang zwei. Christian Mamerow wird im Audi R8 LMS Ultra Dritter, noch vor Adam Christodoulou im Mercedes-Benz SLS AMG GT3. Der Rennstart am Samstag erfolgt um 16 Uhr.

Autoren: Frederik Hackbarth, Sascha Höpfner

Fotos: ABMS / 24h-Rennen

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