24h Nürburgring: Bilder

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24h-Rennen Nürburgring vs. Fußball-WM

— 21.06.2014

Fußballfieber im Fahrerlager

Um 21 Uhr spielt Deutschland bei der WM gegen Ghana. Für manch interessierten Fahrer auf der Nordschleife gar keine so einfache Situation...

„Wir haben eine Liveübertragung ins Auto und parallel gucke ich die ganze Zeit noch auf die FIFA-App“, scherzt BMW-Pilot Martin Tomczyk auf die Frage, wie er denn trotz des Stresses beim 24h-Rennen das Spiel der DFB-Elf am Samstagabend gegen Ghana verfolgt. Die Fußballbegeisterung ist bei vielen im Fahrerlager groß – doch mit den Strapazen und Anstrengungen eines Langstreckenrennens ist entspanntes WM-Gucken schwer vereinbar. Tomczyk stellt klar: „Natürlich drücke ich den Deutschen die Daumen.  Aber das Spiel steht ganz klar an zweiter Stelle. Wir sind hier um ein Rennen zu fahren und zu gewinnen. Dafür muss man zu 100 Prozent konzentriert sein!“

Fernseher bleibt aus

Zwei Bildschirme in der Box: Links läuft das 24h-Rennen, rechts kicken Jogis Jungs in Brasilien

Etwas anders sieht das scheinbar BMW-Kollege Dirk Adorf. Ihm kommt dabei allerdings entgegen: Er fährt mit zwei Belgiern und einem Holländer, als einziger Deutscher in einem Team. „Ich habe denen schon angekündigt, dass ich zwischen 21 und 23 Uhr nicht zur Verfügung stehe“, berichtet Adorf mit einem Schmunzeln im Gesicht. Audis René Rast kann man mit dem Thema derweil jagen. „Wer spielt überhaupt?“, entgegnet er auf die Frage, ob er am Abend das Spiel verfolgt. Rast: „Ich persönlich habe die letzte Woche relativ wenig von der WM mitbekommen. Ich war erst in Le Mans und nun wegen dem Einsatz hier in der Eifel viel unterwegs.“ Außerdem glaubt der Deutsche: „Das hier ist Motorsport, da wird der Fußball untergeordnet. Ich denke bei uns in der Box bleibt der Fernseher aus.“

Liveticker am Funk

DTM-Tabellenführer Marco Wittmann bekundet anders als Rast zwar Interesse, weiß aber bereits vorab: „Um 21 Uhr sitze ich wahrscheinlich im Auto. Da ist Fußball Nebensache.“ Der BMW-Fahrer scherzt: „So ein Liveticker über den Funk wäre gut! Spaß beiseite – wenn ich das Ergebnis nach dem Stint erfahre, reicht mir das auch noch.“ Mit so einem Kompromiss kann sich auch Nick Heidfeld anfreunden. Der Nissan-Pilot verrät im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT: „Ich bin jetzt nicht gerade verrückt nach Fußball. Aber internationale Spiele, Champions League, EM und WM schaut man sich natürlich schon an. Allerdings habe ich jetzt nicht gefragt, ob die anderen fahren können, damit ich um neun nicht im Auto sitzen muss...“

Autoren: Frederik Hackbarth, Sascha Höpfner

Fotos: ABMS

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