34. AvD-Oldtimer-Grand-Prix

34. AvD-Oldtimer-Grand-Prix Nürburgring 2006 34. AvD-Oldtimer-Grand-Prix Nürburgring 2006

34. AvD-Oldtimer-Grand-Prix

— 16.08.2006

Von wegen altes Eisen

Es ist das Klassiker-Renn-Event in Europa: Beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix am traditionsreichen Nürburgring kehrt Rennsportgeschichte in die Gegenwart zurück.

So alt kann ein Auto gar nicht sein, dass es dieser Aufforderung widerstehen könnte: Der Ring ruft und Rennsportgeschichte wird wieder lebendig – zumindest einmal im Jahr. Vom 11. bis zum 13. August gingen beim 34. AvD-Oldtimer-Grand-Prix am Nürburgring mehr als 560 Starter in historischen Renn- und Tourenwagen aus acht Jahrzehnten an den Start. Von den Klassikern der 20er und 30er Jahre, über die Touren- und Rennwagen der 60er bis hin zu den Grand-Prix-Fahrzeugen der 70er und den Boliden der frühen 80er Jahre. Was die über 60.000 Besucher an den drei Tagen geboten bekamen, war mal wieder Rennsport vom Feinsten. Merke: Für hochklasisge Asphalt-Action bedarf es nicht unbedingt der avantgardistischen Technik der heutigen Formel 1.

Traditionell startete der Oldtimer-Grand-Prix am Freitag mit dem 16. AvD-Historic-Marathon auf der Nordschleife. Fast 150 Teilnehmer, so viele wie noch nie zuvor, gingen beim Langstreckenrennen über 400 Kilometer am Freitagnachmittag ins Rennen. Ein Riesenfeld, das von GT-Fahrzeugen der Baujahre 1947 bis 1971 über Klassiker wie Morgan +4, Daimler Dart, Abarth Simca 200 und Porsche 911 bis hin zum gewaltigen Ford Shelby Mustang GT 350 R reichte.

Rennsport ist Porsche: Seit vielen Jahren fährt der 911 ganz vorne mit.

Der erste Sieger des 34. AvD-Oldtimer-Grand-Prix hieß Richard Meins aus Großbritannien, der mit seinem Ford GT 40 des Baujahres 1965 die Pole Position erobern konnte. Pünktlich zum Start war das berühmt-berüchtigte, nasse Eifel-Wetter strahlendem Sonnenschein gewichen, bevor es wieder nass wurde. Das sorgte für spannende Positionswechsel, Slicks mussten Regenreifen weichen, dann trocknete die Piste wieder ab – da war Erfahrung gefragt. Die meiste hatte wohl Graf Marcus von Oeynhausen: Nach 400 spannenden Kilometern sicherte er sich auf Jaguar E-Type Competition Roadster den Sieg.

Der zweite und dritte Tag gehörte den Rennen auf dem GP-Kurs. Hierzu hatten sich prominente Besucher angekündigt, darunter gleich mehrere Weltmeister. Einer der wohl bekanntesten Champions: Walter Röhrl. Mit Stig Blomqvist war eine weitere Rallye-Legende in die Eifel gekommen. Der 60-jährige Schwede, 1984 auf Audi Quattro Rallye-Weltmeister, ging auf einem Ford Galaxie von 1963 in das anschließende Rennen, die AvD-Nürburgring-Trophäe der Tourenwagen bis 1965 – er wurde am Ende Neunter.

Trubel in der Boxengasse: Die Formel-1-Boliden kurz vor dem Start.

Ein Jubiläum der ganz besonderen Art wurde in diesem Jahr auf dem traditionsreichen Rundkurs in der Eifel auch noch gefeiert. Vor 100 Jahren, am 26. Juni 1926, wurde in Frankreich auf der Rennstrecke von Le Mans der erste Grand Prix der Automobilgeschichte gestartet. Den ersten Großen Preis von Deutschland konnten die Zuschauer 20 Jahre später in Berlin bejubeln. Und wie feiert man sowas in der Eifel? Zum Beispiel mit faszinierenden Formel1-Boliden der 70er Jahre. Die besten Bilder dieses spektakulären Rennens und viele weitere Highlights gibt es in der Bildergalerie.

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