3er BMW Cabrio von Fabrice Winiger

3er BMW Cabrio von Fabrice Winiger 3er BMW Cabrio von Fabrice Winiger

3er BMW Cabrio von Fabrice Winiger

— 17.12.2003

California Style

Tiefgang ohne Ende. Brandheiße Wheels, die tief in die Radhäuser eintauchen. Grelle Lacke. Das ist California-Style. Direkt aus der Schweiz.

Lamborghini-Lack ohne Firlefanz

Kalifornien ist der Sonnenschein-Staat der USA. Florida eigentlich auch, nur dort kommt hin und wieder ein Tornado dazwischen. Cabrios erweisen sich in Kalifornien als ziemlich sinnvoll. Aber ist die Schweiz der Sunshine-State Europas?

Dafür ist das Land eher nicht bekannt. Zu uns schwappten aus dem Alpenland andere Dinge herüber: die Schweizer Schokoladenkunst, das Recht, mit fetten Uhren protzen zu dürfen, Kräuterbonbons und hin und wieder eine Bankkarte für ein verschwiegenes Konto. AUTOTUNING räumt auf mit den Klischees und präsentiert wieder einen Top-Boliden aus dem Land, das auf den Euro pfeift.

Und wenn die Eidgenossen auch nicht wissen, ob das Fünfzig-Cent-Stück nun gerillt ist oder nicht – Autos tunen können sie. Das beweist dieser BMW von Fabrice Winiger. Um den Westküsten-Stil komplett zu machen, fehlen dem Cabrio eigentlich nur noch zwischen fünf und zehn Zusatzinstrumente, zwei dicke Flaschen Lachgas im Kofferraum und jede Menge quietschbunte Airbrush-Applikationen. Doch die wollte der junge Mann aus Misery nicht auf seinem Lamborghini-Lack haben. Nein danke!

18-Zoll-Felgen mit hohem Glanzfaktor

Ansonsten herrschen an seinem E36 amerikanische Verhältnisse, wohin man auch schaut. Mit kleinen technischen Ausnahmen, doch dazu später. Die Räder hätten auch den automobilen Geschossen auf der diesjährigen SEMA gut im Radhaus gestanden, messen sie doch unbescheidene 18 Zoll bei einer Breite von 7,5 Zoll und einer Einpresstiefe von 42 Millimetern. Das und die Tatsache, dass man sich in der blitzblanken Oberfläche der Alba Bertha Chrom die Harre richten kann, ist schon mal eindeutiger California-Style. Bespannt wurden die Hingucker-Felgen mit 225/35er-Yokohamas.

Die Position der üppigen Silberlinge im Radhaus spricht ebenfalls Bände. Herausquellende Walzen, deren schamlos zur Schau gestellte Lauffläche den Polizisten entzückt zum Knöllchen-Block greifen lässt, sind out. Der Kalifornier an sich trägt die Radlaufkanten über den Reifen. Gern dürfen sie auch bis weit an die Felgenränder heranreichen oder sie bedecken.

Der erste Unterschied zwischen Westküste und Schweiz offenbart sich bei der Fahrwerkslösung, die solche Tiefstwerte ermöglicht. Bei Cruisern wie diesem Cabrio ginge in USA nichts ohne Airride-Fahrwerk. Fabrice entschied sich für ein Gewinde. So etwas kommt jenseits des großen Teiches nur in Racern zum Einsatz. Die Tieferlegung durch die FK-Ware ist allerdings beachtlich.

Zehn Zentimeter Tiefgang sind drin

Zehn Zentimeter geht der E36 bei niedrigster Justierung der Schraubhülsen in die Knie. Wer braucht da noch Airride? Zumal Fabrice die Radhäuser an der Vorderachse um vier und hinten um drei Zentimeter nach außen zog. Fertig ist die coole Optik.

Noch viel cooler kommt das Ganze natürlich mit aerodynamischen Detaillösungen. Die Frontstoßstange stammt beispielsweise aus dem Regal der Firma Esquiss Auto. Und fragt uns bitte nicht, wo Fabrice die Nummernschilder unterbringt, wir haben während des ganzen Shootings keins gesehen. Das aalglatte Heck, an dem eine Stoßstange von Rieger ihren Dienst tut, schreit nicht gerade nach Kennzeichen-Bohrungen. Auch die Seitenschweller und die Scheinwerferblenden bezog der Schweizer Schrauber bei Rieger. Mehr Spoiler ließ Fabrice nicht an seinen Wagen heran. Die in den USA fast schon obligatorischen Alu-Wings in Bügelbrettbreite sind halt Geschmackssache.

Viel wichtiger scheint dem BMW-Fan gewesen zu sein, dass sich das Chrom der Räder in einzelnen Fahrzeugbereichen wiederfindet. Das erklärt auch die Spiegel, die den Alba-Rädern in Sachen Glanz in nichts nachstehen.

Technische Daten und Interieur

Ein Blick in den Innenraum offenbart ebenfalls gefälligen Chrom-Touch. Das Victor-Volant und ein Schaltknauf setzen hier die glänzenden Akzente. Die Sitze des E36 sind mittig mit orangenem Leder bezogen. Damit der optische Eindruck auch bei geöffnetem Verdeck stimmig ist, wurden die Türverkleidungen und die Sitzschalen zusätzlich in Wagenfarbe lackiert. So ergibt sich ein äußerst harmonisches Gesamtbild.

Lacktechnisch ist mit der großzügigen Verwendung von Lambo-Orange noch längst nicht alles gesagt. Den Ami-Trend zwei- oder mehrfarbiger Lackierungen der gesamten Karosserie wollte Fabrice nicht übernehmen, zu einer in Schwarz lackierten A-Säule ließ er sich aber dennoch hinreißen. Die Folge: ein satter Kontrast zum Orange, ohne zu aufdringlich zu wirken. Der Haupt-Unterschied zum California-Style, der doch (ab und an) einfach zu grell ist!

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