42 Jahre Mondlandung — 02.02.2011
Mond macht mobil
Vor 42 Jahren setzte Neil Armstrong als erster Mensch einen Fuß auf den Mond. Es blieb ihm 1969 ja auch gar nichts anderes übrig. Erst 1971 brachte Apollo 15 das erste Mondauto mit.
Apollo 15 sollte geologische Proben mitbringen
Am 26. Juli 1971 startete Apollo 15 von Cape Canaveral aus zum Mond. David Scott, Alfred Worden und James Irwin hatten den Auftrag, in der Nähe der Hadley-Rille zu landen. Dort sollten sie Messungen durchführen und geologische Proben sammeln. Für die lange Zeit im Vakuum bekamen sie bessere Raumanzüge, für mehr Bewegungsfreiheit ein Auto. Das LRV. Bei nur einem Sechstel der Erdanziehung, riesigen Kratern und Gesteinsbrocken so groß wie Kühlschränke kann ein normaler Mensch keine weiteren Strecken laufen. Scott und Irwin landeten am 31. Juli 1971 auf dem Mond. Ihr Auto hing zusammengefaltet der Seite der Landefähre. Das LRV war speziell für die Anforderungen auf der Mondoberfläche konstruiert.Die LRV-Bedienungsanleitung zum Download (38 MB)
Fieses Fahrverhalten
Trotz aller technischen Mühen: Zuverlässig war das erste Mondauto nicht. Die Crew von Apollo 15 musste beim Ablassen ihres LRV feststellen, das die Vorderradlenkung nicht funktionierte. Also ging es mit Hinteradlenkung zu den Gesteinsbohrungen. Ohne Sicherheitsgurte – die waren für ihre Raumanzüge zu kurz. Erst für spätere Missionen wurden die Gurte verlängert. Nicht ohne Grund. Denn die Fahreigenschaften in der Schwerelosigkeit waren nichts für zarte Gemüter. James Irwin funkte am 31. Juli 1971 an Houston, das LRV fahre wie "eine Mischung aus einem wilden Pferd und einem Ruderboot bei träger See". Trotzdem wäre es ohne das erste Mondauto nicht möglich gewesen, bei drei Mondlandungen viele Zentner Mondgestein mit zur Erde zu bringen.
Fahrbericht: Unterwegs im neuen Mondauto LER
Vier LRV wurden von Boeing für die Nasa gebaut, zum Schnäppchenpreis von rund 38 Millionen US-Dollar. Gerade einmal 17 Monate soll die Entwicklung gedauert haben. Apollo 15, 16 und 17 nahmen jeweils ein LRV mit zum Mond. Das vierte war für eine weitere Mission gedacht, wurde nach dem Ende des Apollo-Programms aber auf der Erde als Teileträger genutzt. Sieben weitere LRV baute die Nasa selbst. Hauptsächlich, um ihre Astronauten auf das Arbeiten mit dem LRV vorzubereiten. So richtig glücklich wurden die Mond-Männer dennoch nicht mit ihrem fahrbaren Untersatz. John Young und Charles Duke, die Mondfahrer von Apollo 16, hatten mit überhitzenden Batterien ihres LRV zu kämpfen, die sich mit Mondstaub zusetzten. Am LRV von Eugene Cernan und Harrison Schmitt von Apollo 17 brach ein Schutzblech – mit einem ähnlichen Ergebnis für die empfindlichen Batterien.Insgesamt spulten die Mondautos über 60 Kilometer ab
Unterm Strich haben die sechs Astronauten mit ihren Mondautos über 60 km auf dem Mond zurückgelegt. Die Nasa ist sich sicher, dass ohne das LRV unsere heutigen Kenntnisse über den Mond längst nicht so detailliert wären. Für 2020 planen die Amerikaner nach 48 Jahren wieder einen bemannten Flug zum Mond. autobild.de hat sich schonmal angeschaut, mit was sie dann herumfahren wollen. In unserer Bildergalerie oben finden Sie den Enkel des LRV, das LER. Und falls das neue Gefährt ausfallen sollte, auch kein Problem. Das LRV von Apollo 17 steht ja noch da oben ...
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Kommentare zum Artikel (14)
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Ich glaube auch nicht, dass die Mondlandungen echt waren. Ich weiss es nur, dass die Amerikaner diesen grossen Schritt geschafft haben.
Die Echtheit der Mondlandung ist ja nur logisch und kann bewiesen werden.
Verschwörungstheorie hin oder her... Ich bin auch nicht davon überzeugt, dass die Amerikaner wirklich auf dem Mond gelandet sind. Es gibt einfach zu viele technische Widersprüche. Wie konnten die Astronauten mit ihren steifen unbequemen Raumanzügen das Objekt so genau fokussieren? Ich glaube, dass alle Fotos vom "Mond" auf der Erde gemacht wurden und die gesamte Menschheit hinters Licht geführt wurde. Wenn es so einfach wäre zum Mond zu fliegen, hätten es die Russen später ja den Amerikanern nachmachen können.
@irnjkjükhd: ...und Elvis lebt. Und der Space-Shuttle war all die Jahre ein Trick. Haben Sie diese Wahrnehmungsstörungen täglich?
Ehrlich, das kann man therapieren.
Interessant,
bei Bild 17 steht, dass die 15 ner Apollo Mission auf dem Mond festgestellt hat, dass die Sicherheitsgürte sich nicht mit den fetten Raumanzügen vertragen haben...Auf Bild 26 macht aber genau diese Apollo 15 ner Crew ne Fahrschule mit der Kiste und da hat man das nicht gemerkt? Oder war die Zeit bis zum Start zu kurz, um da noch mal fix nen längeren Gurt einzubauen?
Bin kein Verschwörungsdingensanhänger...finds nur echt lustig...
1. Ein Mondauto wird nicht zurücktransportiert.2. "oder so was großes":Dieser Satz weist Sie als echten Fachmann aus. Lesen Sie nicht soviel Verschwörungsmagazine, sondern suchen Sie sich eine Frau. Wenn Sie aber schon Unsinn verbreiten wollen, dann geben Sie sich wenigstens ein bisschen Mühe und beschäftigen Sie sich mit den Grundlagen.Wir haben uns hier im Institut köstlich über Sie amüsiert.Herzlichen Dank dafür!