4x4 Challenge von AUTO BILD und Nissan

4x4 Challenge von AUTO BILD und Nissan 2006 4x4 Challenge von AUTO BILD und Nissan 2006

4x4 Challenge von AUTO BILD und Nissan

— 29.06.2006

Die Wüste ruft

Wer fährt im Oktober in der Sahara um den Titel "Bester Allradler"? Über 10.000 Leser hatten sich beworben. Nur 160 bekamen im Camp von Bad Kissingen die Chance, sich für eine der drei Vorrunden zu qualifizieren. AUTO BILD begleitete die ersten 16 Abenteurer in die Sierra Nevada.

Es geht um einen Pathfinder für 40.000 Euro!

Ein Freitag morgen Ende Mai in Villanueva de las Torres, knapp 15 Kilometer nördlich von Guadix. Mitten in der spanischen Sierra Nevada stehen drei Männer und eine Frau mit geschultertem Reifen an einem reißenden Fluß. Schwärme von Mücken schwirren über reißendem Wasser. Da wollen die durch? Nein, da müssen sie durch! Ihr Auftrag lautet: Rüber ans andere Ufer, und zwar so schnell wie möglich, denn dort muß der Reifen dann montiert werden.

Sekunden später arbeiten sie sich Schritt für Schritt vor. Halb in den Fluten versunken, den Geländereifen immer fest im Griff. Keine Schikane, sondern eine der Sonderprüfungen im Wettlauf um den Titel "Bester Allradler". Hier in der Wildnis geht die 4x4 Challenge in ihre vorentscheidende Phase. In der Spanien-Vorrunde werden die vier besten Teams herausgefiltert. Am Schluß steht dann Ende Oktober 2006 das große Finale in der nordafrikanischen Wüste. Und da geht's um einiges. Auf den Sieger der diesjährigen Challenge wartet zum Beispiel ein Nissan Pathfinder im Wert von 40.000 Euro. Dafür lohnt es sich zu kämpfen.

Szenenwechsel: Der Blick geht 30 Meter in die Tiefe. Für die atemberaubende Landschaft hat aber niemand ein Auge übrig. Eher rutscht allen das Herz genauso tief. Dann hängt der erste an einem Seil, das in diesem Moment gar nicht fest genug sein kann. Der Kampf mit sich selbst beginnt. Allen ist klar: Nur wer sich hier abseilt, kann weiterkommen.

"Aufregendsten 48 Stunden meines Lebens"

"Das ist Adrenalin pur", gesteht Ansgar Krieger. Der Zahnarzt aus Bramsche weiß, wovon er spricht. Er hatte sein Talent bereits bei der Vorrunde in Bad Kissingen hinreichend bewiesen. Dort setzte er sich gegen 100 Allrader durch und qualifizierte sich für den Spanien-Trip.

Doch das hier hat schon eine andere Qualität. Per Roadbook und GPS ausgetrocknete Flußbetten, schlammige Wasserdurchfahrten oder steinige Geröllpisten zu meistern, ist für die 16 Qualifikanten eine ganz neue Herausforderung. Von den kräftezehrenden Fitness-Tasks erst gar nicht zu reden. Im Laufschritt geht's einen steilen Berg hinauf. "Da folgt jeder völlig ausgepumpt nur noch dem Herdentrieb!", stöhnt Mark Frommaus Kassel und versucht beim Abstieg im Sturzflug einen Rivalen zu überholen. Unten gleich rein in den Pathfinder und fehlerfrei durch den eng gesteckten Stangen-Parcours. Alles ist Zentimeterarbeit, jeder Lenkeinschlag, jeder Gasstoß muß sitzen.

Die Aufgaben treiben nach und nach jeden der hartgesottenen Abenteurer ans Limit. Und während Sand und Staub wie Schmiergelpapier ausgerechnet dort beißen, wo Mensch und Material am meisten leiden, mobilisieren die Allrad-Athleten ihre letzten Reserven. Längst sind alle Eitelkeiten abgelegt: Durchkommen lautet das Motto, egal wie. Dabeisein macht jeden stolz. Es geht nicht nur um den Sieg. Sebastian Sauerbrei aus München, der sich als einer von vier Glücklichen für die Endrunde qualifizierte, trifft es auf den Punkt: "Das waren die aufregendsten 48 Stunden meines Lebens, danke!" Gern geschehen, deshalb schicken wir ihn jetzt in die Wüste. Und den Teilnehmern der Vorrunden in der Türkei und auf Sardinien sei schon jetzt gesagt: Auch auf Euch wartet ein atemberaubendes Allrad-Abenteuer.

Autor: Wolfgang Mache

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.