4x4 Challenge von Nissan und AUTO BILD

4x4 Challenge von Nissan und AUTO BILD 4x4 Challenge von Nissan und AUTO BILD

4x4 Challenge von Nissan und AUTO BILD

— 08.08.2006

Abenteuer Anatolien

Offroad-Aktion von AUTO BILD und Nissan: Mit 14 Teilnehmern ging es zum Abenteuer-Parcours ins türkische Taurus-Gebirge.

Übers wilde Taurusgebirge

Die Straße ist steil, schmal und staubig. Ihr Belag besteht aus grobem Schotter. Auf einer Seite geht es 500 Meter senkrecht in die Tiefe, auf der anderen ragen schroffe Felswände in die Höhe. Leitplanken gibt es nicht. Dafür große und spitze Steine auf der Fahrbahn, die blitzschnell die Ölwanne aufreißen oder das Differential ruinieren können, wenn man nicht rechtzeitig ausweicht.

Aladaglar Gedicidi heißt der Pass, zu deutsch: "die Pforte zu den Bergen Allahs". Hier herauf quält sich der Konvoi aus Nissan Pathfinder, Navara und Patrol. Bis auf 3170 Meter Höhe führt die Piste, seit Stunden geht es nur im Schrittempo und in der Geländeuntersetzung voran.

Die Tuffsteine bei Kayseri entstanden vor vielen tausend Jahren aus Lavaasche



Der wilde Pass ist nur eine von vielen Landstraßen im grandiosen Taurusgebirge, das die Südtürkei von Zentralanatolien trennt und das mit seinen Viertausendern eher an den Grand Canyon im Südwesten der USA erinnert als an die Bilder in türkischen Urlaubsprospekten.

Für die 16 Teilnehmer der 4x4 Challenge ist die abenteuerliche Fahrt nur eine Verbindungsetappe. Unten im Tal müssen sie zu den nächsten Sonderprüfungen antreten: Klettern und Abseilen in eine tiefe Schlucht, ein kurzes Stück Rallyefahren auf Zeit, mehrere Geschicklichkeits-Prüfungen mit dem Auto, Orientierungsläufe und Konditionswettbewerbe fordern vollen Einsatz.

Im Morgengrauen bergauf

Zwischen 22 und 46 Jahre alt sind die 14 Männer und zwei Frauen, die sich Anfang des Jahres bei der zweitägigen Vorausscheidung in Deutschland für dieses Abenteuer qualifiziert haben. Schon bald stellt sich heraus, wo ihre Stärken liegen.

Im Geschicklichkeitsparcours mit dem Nissan Patrol macht Marcus Fleischmann kaum Fehler, lenkt den bulligen Allradler gekonnt durch die Torstangen und über die groben Felsbrocken. "Zu Hause fahre ich auch oft im Gelände", erklärt Marcus seine Routine bei dieser Übung, "aber dafür bin ich bei den Fitnessdisziplinen hier nicht so stark wie die anderen."

Die Stunde der Supersportler schlägt bei den Orientierungsläufen: Raus aus dem Zelt morgens um sechs und dann gleich den Hügel hinauf. Schwitzend und keuchend kommen die Abenteurer eine halbe Stunde später zurück ins Camp, wo schon die blecherne Kaffeekanne über dem Lagerfeuer dampft.

Tag der Supersportler: Stefan aus Hamburg beweist gute Kondition.



Axel Bayer (26) gehört zu den ersten, die im Ziel einlaufen. Für den Tischler aus Chemnitz ist der morgendliche Dauerlauf eine Kleinigkeit: "Vor ein paar Jahren bin ich mit dem Fahrrad von Chemnitz nach Kapstadt gefahren, durch ganz Afrika. Da kriegt man Kondition", lacht er und schnappt sich frisches Weißbrot zum Frühstück.

Peter Hofmann, Diplom-Ingenieur aus Niedersachsen, ist mit 46 Jahren der älteste Teilnehmer im Feld. Er war schon bei der Camel Trophy dabei, kennt die ganze Welt. Dass er hier gegen die Jüngeren keinen leichten Stand hat, stört ihn nicht: "Es ist schon toll, dass wir hier überhaupt dabei sein dürfen, das muss man einfach genießen."

Schwimmen mit Ersatzrad

Brutal anstrengend wird es am Ende des zweiten Tages. Nach einer langen, staubigen Schüttelfahrt durchs Gebirge müssen die Kandidaten acht Sonderprüfungen in Folge überstehen. Schauplatz: ein Fluss mit starker Strömung mitten in den Bergen. Die Sonne brennt erbarmungslos vom Himmel, im Talkessel weht kein Lüftchen. Und jetzt geht's auf Zeit. Links und rechts des Flusses, auf einer Länge von vier Kilometern, warten der Reihe nach folgende Herausforderungen: eine Flussdurchquerung zu Fuß, dann mit dem Patrol um eine Insel durchs Wasser kurven. Bei der nächsten Sektion gilt es, mit dem Pathfinder einen Rundkurs auf Zeit zu fahren, anschließend muss jeder ein 35 Kilogramm schweres Reserverad durchs Wasser schaffen.

Wasser-Wanderung: Nadine aus Stuttgart kämpft mit dem Ersatzrad.



Es folgen eine Rallyeetappe mit dem Pathfinder, eine Geschicklichkeitsprüfung rückwärts, eine Schwimmetappe mit dem Reserverad stromabwärts, weitere Flußüberquerungen, hangelnd an einem gespannten Seil. Und zu guter Letzt muss jeder eine 50 Meter hohe Felswand erklettern.

Die zierliche Nadine, Kauffrau aus Stuttgart ("I schaff' beim Daimler"), wird von der starken Strömung immer wieder abgetrieben. Sie ist fix und fertig, als sie endlich das schwere Ersatzrad aus dem Wasser zerrt und mit letzter Kraft ans Ufer wuchtet. Abgekämpft und noch völlig außer Atem strahlt sie übers ganze Gesicht: "Das war geil. Das Autofahren mit dem Pathfinder auf Zeit war das Allerbeste. Und die Landschaft hier ist nun wirklich der Oberbrüller."

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