50 Jahre Barbie

50 Jahre Barbie 50 Jahre Barbie

50 Jahre Barbie

— 09.03.2009

Gib Gummi, Puppe!

Barbie wird 50 – und alle feiern mit. Nun ja, zumindest die Mädchen. Echte Kerle riskieren zum Jubiläum einen Blick in Barbies Garage. Da steht nämlich so manches automobile Schätzchen.

Sandra war meine erste große Liebe. Sie hatte nur eine Schwäche: Sie liebte Barbies. Eine großes Problem in unserer Beziehung – und vor allem während unserer gemeinsamen Nachmittage. "Vater, Mutter, Kind", das ist ein doofes Spiel. Vor allem für einen Fünfjährigen. Linderung brachte erst ein Flohmarkt im Kindergarten. Für eine noch heute unverschämt hohe Summe erstand ich eine leicht angegammelte pinkfarbene Corvette. Für Sandras Barbie. Und für mich. In der Folge wurden Barbie und Ken endlich mobil – und die Nachmittage erträglicher. Unsere Liebe hielt dennoch nicht lange. Nach dem Versuch, die Corvette mit Sprühlack schwarz zu lackieren, war in Sandras Herz kein Platz mehr für mich. Ich hatte aus Versehen auch Barbies Haare erwischt.

Knutschkugel in Pink: das Fiat 500 Showcar Barbie

Aller Anfang ist schön: Der Austin Healey gehört seit 1961 zu Barbies Fuhrpark.

Die Geschichte dieser unglücklichen Liebe erklärt vielleicht, warum ich Barbie bis heute nicht mag. Zu viel heile Welt. Zu viel Pink. Dennoch kann man nicht verleugnen, dass Barbie Milicent Roberts für ihre 50 Jahre unverschämt gut aussieht. Immer up-to-date, immer gut angezogen – und immer gut motorisiert. In Barbies Garage findet sich nämlich mehr als nur ein cooler Schlitten. Nachdem Barbie 1959 auf der Spielzeugmesse in New York vorgestellt wurde, musste sie zwei Jahre zu Fuß gehen. 1961 trat Ken in ihr Leben und brachte seinen Austin Healey mit. 1977 folgte dann die bereits erwähnte Corvette, die im Barbieversum Star'Vette-Cabrio hieß. Ein Jahr später erweiterte ein praktischer Camper mit Ausklapp-Wänden den Fuhrpark der Plastik-Lady. Auf einen Sicherheitsgurt mussten Barbie und ihr Langzeit-Lover Ken bist dato übrigens verzichten.

Nach der Trennung von Ken kamen Blaine und ein Beetle-Cabrio

2004 trennte sich Barbie von Ken – und tröstete sich mit dem feschen Blaine und einem VW New Beetle Cabrio.

Bei der nächsten Corvette, die Barbie sich 1984 zulegte, gehörten die Lebensretter (verkehrs)politisch korrekt zum Serienumfang. Zwischendurch kamen immer mal wieder Fantasie-Fahrzeuge in den Verkauf, die Barbie auf ihren Abenteuern begleiteten. 1995 dann der nächste Markenwechsel: Die Corvette machte einem roten Ford Mustang Cabrio Platz, das im Jahr 2002 einem VW Microbus weichen musste, dessen reales Vorbild es nie auf die Straße schaffte. Am Valentinstag im Jahr 2004 gab Barbie dann dem armen Ken den Laufpass – nach 43 Jahren eheähnlichem Zusammenleben. Zum Trost holte sich die kühle Blonde den feschen Blaine und ein Beetle Cabrio an ihre Seite. Seit 2005 hat Barbie einen weißes Mustang-Cabrio in der Garage. Das schnelle Auto macht Sinn. Immerhin hat die gute Frau 2009 gleich sechs neue Jobs angetreten. Sie arbeitet gleichzeitig als Delfintrainerin, Kindergärtnerin, Kinderärztin, Tierärztin, Gymnastik-Lehrerin und Redakteurin bei einem Modemagazin. Da kann kann man auch als echter Kerl neidisch werden.

Was Barbie in den 50 Jahren sonst noch so "bewegte", sehen Sie in der Bildergalerie.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.