50 Jahre Wankelmotor

50 Jahre Wankelmotor 50 Jahre Wankelmotor

50 Jahre Wankelmotor

— 24.04.2007

Gelingt der Durchbruch doch noch?

Vor 50 Jahren drehte sich der Wankelmotor zum ersten Mal. Mazda setzt heute noch als einziger Autohersteller auf den Rotationskolben. Und könnte damit schon bald einen Coup landen.

Rund herum statt auf und nieder – vor 50 Jahren wurde der Wankelmotor auf einem Prüfstand bei NSU in Neckarsulm zum ersten Mal getestet. Der von Felix Wankel entwickelte Rotationskolbenmotor galt als revolutionärer Gegenentwurf zum konventionellen Hubkolbenmotor. Heute wird er im Serienfahrzeugbau nur noch vom japanischen Hersteller Mazda eingesetzt.

Kompakter Aufbau: Wankelmotor mit ovaler Brennkammer, Kreiskolben.

Dabei fasziniert die simple Idee des Wankels noch heute: Er setzt die bei der Verbrennung freigesetzte Energie direkt in eine Drehbewegung des Kreiskolbens um, der auf die Welle wirkt. Kolben und Welle sind die einzigen bewegten Teile. Der Hubkolbenmotor hingegen benötigt Pleuel und Kurbelwelle, um aus einer Hubbewegung eine Drehbewegung zu machen. Folgerichtig gehören vibrationsarmer Lauf, Drehfreude und ausgewogener Drehmomentverlauf zu den Vorteilen des Wankels.

Drei Jahre nach dem ersten Probelauf wird der NSU Prinz auf Testfahrten geschickt, das erste Auto mit Wankelmotor. Das erste Serienfahrzeug kommt 1963 mit dem NSU Spider auf den Markt. In den Folgejahren experimentieren viele Autohersteller mit dem Antriebskonzept, darunter Mazda, Mercedes-Benz, Citroën, Nissan, General Motors. Einen großen Erfolg erzielt der auf der IAA 1967 vorgestellte NSU Ro 80, von dem bis 1977 rund 37.400 Fahrzeuge gebaut wurden. Die Limousine ist aber ein Schluckspecht und verbraucht mindestens 15 Liter. Das Grundproblem dieses Motorkonzepts.

Zukunftsweisend: Felix Wankels Rotationsmotor im Wasserstoffbetrieb.

Außer Mazda hat inzwischen kein Hersteller mehr einen Wankel im Programm. Doch für die Japaner, die bislang rund zwei Millionen Fahrzeuge mit Kreiskolbenmotor hergestellt haben, lohnt sich das Festhalten an dieser Konstruktion. Denn der Wankel soll den Weg ins Wasserstoffzeitalter ebnen. Der Mazda RX-8 Hydrogen REkombiniert Wasserstoff-Betrieb mit Benzinverbrennung. Dafür eignet sich der Rotationsmotor aufgrund seiner Bauweise und seines Verbrennungsprinzips. Im Vergleich zur Brennstoffzelle könnte er sich als kostengünstiger erweisen und ebenso umweltfreundlich.

So könnte die Geschichte für Felix Wankel und seinen revolutionären Motor doch noch glücklich enden.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.