5er Touring gegen A6 und E-Klasse: Kombi-Test — 17.08.2010
BMW 5er Touring schlägt A6 und E-Klasse
Prestige und PS – was will man als Autofahrer eigentlich mehr? Platz. Der neue BMW 5er Touring trifft auf Mercedes E-Klasse T-Modell und Audi A6 Avant. AUTO BILD im Kombi-Himmel.
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Allen voran der neue BMW 5er Touring. Denn BMW hat zum Modellwechsel traditionell ordentlich nachgelegt. Mehr Länge, mehr Leistung, mehr Technik – so wächst zum Beispiel der 520d auf 4,91 Meter und erstarkt dank verfeinerter Common-Rail-Einspritzung auf 184 PS. Damit übertrumpft er die ewigen Konkurrenten Audi A6 Avant 2.0 TDI und Mercedes E 220 CDI T (beide 170 PS) deutlich. Gilt das automatisch auch für alle anderen Eigenschaften? Wir vergleichen die drei himmlischen Laster. Das Sonderangebot in diesem Trio markiert der A6. Für 39.950 Euro Grundpreis liefern die Ingolstädter den Avant mit Sechsgang-Schaltgetriebe, Klimaautomatik, CD-Radio und elektrischen Fensterhebern rundum. Im Prinzip ist alles Wichtige drin, zum Mercedes fehlt allerdings einiges an Ausstattung. Bordcomputer und Temporegler müssen beispielsweise zugekauft werden. Darüber hinaus schlagen wir dem A6-Testwagen noch mehr als 4000 Euro für Extras zu. 17-Zoll-Räder (die ihren Anteil an den guten Bremswerten haben), Luftfederung (für besseren Federungskomfort) und Verbundglasscheiben (senken das Geräuschniveau) tauchen bei uns mit im Kaufpreis auf. Am Ende kostet der A6 sogar rund 300 Euro mehr als der BMW. Den 5er bewerten wir dabei mit 42 600 Euro Grundpreis plus 1300 Euro für verstellbare Stoßdämpfer.
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Typisch Mercedes: Im T-Modell treffen eine üppige Ausstattung, reichlich Sicherheitsextras, aber auch der höchste Preis aufeinander. Mindestens 45.339 Euro kostet der Stuttgarter Frachter – T steht halt seit jeher auch für teuer. Und doch ist der E-Klasse-Kombi jeden Cent wert. Der gigantisch große Laderaum (bis zu 1950 Liter Fassungsvermögen) und die einfach bedienbare Klapp-Rückbank zeigen, dass Mercedes die meiste Erfahrung mit großen Kombis gesammelt hat. Hier flutscht alles, jeder Griff sitzt intuitiv, Hohlräume und Seitentaschen bieten in optimaler Weise zusätzlichen Stauraum. BMW hat sich ebenfalls alle Mühe gegeben, erleichtert den Umgang mit dem neuen Touring dank einer separat zu öffnenden Heckscheibe und einer vielfach verstellbaren Rückenlehne der Fondbank. Die lässt sich mit einem simplen Handgriff entweder auf Passagierbequemlichkeit oder auf Zusatzstauraum trimmen – perfekt. Schade, dass die Kofferraumgröße nur auf dem Niveau des A6 liegt. Bei aufgestellter Fondbank passen rund 130 Liter weniger hinein als in den Mercedes.Audis großes Manko: Vorderradantrieb in Verbindung mit Schaltgetriebe schränkt die Anhängelast ein – den fast zwei Tonnen der Konkurrenten hat Audi allenfalls die Zugkraft eines Kompakten entgegenzusetzen. Wer malochen will, muss Audi also meiden, denn mit 1600 Kilogramm fährt man nicht unbedingt einen Vorsprung heraus. Audi versucht ja ohnehin, "durch Technik" davonzueilen. Das klappt aber nicht, wenn ein neuer 5er antritt. Tatsächlich zeigt BMW beiden Gegnern, was in der gehobenen Klasse möglich ist. Die Liste an lieferbaren Assistenzsystemen und innovativen Optionen will kein Ende nehmen. Aktivlenkung, Achtstufenautomatik, Adaptive Drive, Headup-Display, Surround-View, Schildererkennung – das sind nur einige Positionen, die Käufer des aktuellen A6 nicht ankreuzen dürfen. Aber der Neue kommt ja schon Anfang 2011.
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Auch beim Antrieb setzt BMW den Vorteil des jüngsten Modells konsequent um. Zumindest was den Verbrauch angeht. Ausgerechnet die stärkste Maschine dieses Vergleichs läuft mit 6,1 Litern pro 100 Kilometer besonders sparsam. Dabei helfen dem 520d Lösungen wie eine intel ligente Lichtmaschinenregelung (die Batterie wird im Prinzip nur im Schiebebetrieb geladen) und natürlich das Start-Stopp-System. Schade, dass unter anderem diese Technik dem Touring Ladehemmungen beim Ampelstart beschert. Denn aus dem Stand heraus läuft es nicht sofort rund. Bei Grün heißt’s: Kupplung treten, der Motor läuft ruckend an. Gas geben, um mit leicht schleifender Kupplung anzufahren, Turboschub abwarten – erst dann geht ernsthaft die Post ab. Die unpünktliche Abfahrt passt besser zur Bahn als zu einem 40.000-Euro-BMW, denn der müsste viel geschmeidiger und fließender Fahrt aufnehmen. Und auch beim Durchzug macht sich der Turbo-Charakter des Zweiliters bemerkbar. Ohne kleine Atempause geht beim 520d nichts – der Mercedes stürmt herrlich linear und ansatzlos davon.Wie der Kombi-Vergleich ausgegangen ist, erfahren Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es als Gratis-Download.
| Fahrzeugdaten | Audi | BMW | Mercedes |
|---|---|---|---|
| Motor | Vierzylinder, Turbo, vorn längs | Vierzylinder, Turbo, vorn längs | Vierzylinder, Biturbo, vorn längs |
| Ventile/Nockenwellen | 4 pro Zylinder/2 | 4 pro Zylinder/2 | 4 pro Zylinder/2 |
| Nockenwellenantrieb | Zahnriemen | Kette | Kette |
| Hubraum | 1968 cm³ | 1995 cm³ | 2143 cm³ |
| kW (PS) bei 1/min | 125 (170)/4200 | 135 (184)/4000 | 125 (170)/3000 |
| Nm bei 1/min | 350/1750 | 380/1750 | 400/1400 |
| Vmax | 221 km/h | 222 km/h | 218 km/h |
| Getriebe | Sechsgang manuell | Sechsgang manuell | Sechsgang manuell |
| Antrieb | Vorderradantrieb | Hinterradantrieb | Hinterradantrieb |
| Bremsen vorn/hinten | Scheiben/Scheiben | Scheiben/Scheiben | Scheiben/Scheiben |
| Testwagenbereifung | 225/50 R 17 Y | 225/55 R 17 Y | 225/55 R 16 W |
| Radgröße | 7,5 x 17" | 8 x 17" | 7,5 x 16" |
| Abgas CO2 | 152 g/km | 135 g/km | 153 g/km |
| Verbrauch* | 7,5/4,8/5,8 l | 6,2/4,5/5,1 l | 7,5/4,9/5,8 l |
| Tankinhalt | 70 l/Diesel | 70 l/Diesel | 59 l/Diesel |
| Vorbeifahrgeräusch | 73 dB (A) | 75 dB (A) | 74 dB (A) |
| Anhängelast gebr./ungebr. | 1600/750 kg | 2000/750 kg | 1900/750 kg |
| Kofferraum | 565–1660 l | 560–1670 l | 695–1950 l |
| Preis (wird bewertet) | 44.210 Euro** | 43.900 Euro*** | 45.339 Euro |
| *innerorts/außerorts/gesamt auf 100 km; **inkl. Luftfederung für 1950 €, Dämm-Verglasung für 1130 € und 17"-Bereifung für 1180 €; ***inkl. dynamische Dämpfer Control für 1300 € | |||
| Messwerte | Audi | BMW | Mercedes |
|---|---|---|---|
| Beschleunigung | |||
| 0–50 km/h | 3,3 s | 2,9 s | 3,2 s |
| 0–100 km/h | 9,4 s | 9,0 s | 8,9 s |
| 0–130 km/h | 15,6 s | 15,0 s | 14,3 s |
| Elastizität | |||
| 60–100 km/h | 6,9 s (4. Gang) | 7,1 s (4. Gang) | 6,6 s (4. Gang) |
| 80–120 km/h | 14,6 s (6. Gang) | 13,3 s (6. Gang) | 11,1 s (6. Gang) |
| Leergewicht/Zuladung | 1732/533 kg | 1852/508 kg | 1820/600 kg |
| Gewichtsverteilung v./h. | 56/44 % | 46/54 % | 52/48 % |
| Wendekreis links/rechts | 12,0/12,1 m | 11,9/12,0 m | 11,4/11,3 m |
| Bremsweg | |||
| aus 100 km/h kalt | 36,6 m | 37,2 m | 37,7 m |
| aus 100 km/h warm | 35,7 m | 37,7 m | 36,9 m |
| Innengeräusch | |||
| bei 50 km/h | 56 dB (A) | 54 dB (A) | 55 dB (A) |
| bei 100 km/h | 64 dB (A) | 61 dB (A) | 63 dB (A) |
| bei 130 km/h | 68 dB (A) | 65 dB (A) | 68 dB (A) |
| Testverbrauch – CO2 | 7,0 l D – 186 g/km | 6,1 l D – 162 g/km | 6,5 l D – 171 g/km |
| Reichweite | 990 km | 1140 km | 910 km |
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Das Bild des A6 und der Kommentar dazu: "Nachteil Audi: Der A6 hat Front-, die deutsche Premium-Konkurrenz Heckantrieb" verstehen wohl nur Leute die gewolltes Drifter als positive Eigenschaft sehen. Für 95% der Autofahrer (die Nicht-Rennfahrer) bedeutet Heckantrieb jedoch ein Sicherheitsrisiko. Und da soll der Audi im Nachteil sein?
also als bmw- und mercedesfahrer lach ich mich ja immer schlapp hier über diverse kommentare. so gut bmw auch sein mag... aber in der kombiklasse hat der benz immer noch die nase vorne. einfach daten vergleichen und überlegen, warum ich einen große kombi kaufe!
@toptester:
Das zeigt mir, dass du keine Ahnung von Autos hast. Du wirst sicherlich nicht mal so ein Auto dieser Klasse fahren. Wer nämlich so ein Auto fährt hat es nicht nötig, sich über eine andere Marke zu beschweren bzw. zu lästern. Solche Leute haben schon was erreicht und müssen sich nicht so armseelig herablassen zu den neidigen Besitzlosen.
Schon komisch dass der gleiche 2.0TDI im Golf eine extreme Anfahrtschwäche hat und beim Audi nicht erwähnt wird. Hatte den nähmlich 1Monat lang. Den neuen BMW bin ich letzte Woche gefahren und der hat keine Anfahrtschwäche. Was die Autobildtester da schreiben stimmt also nicht ganz.
tja anfahrschwäche beim so hoch gelobten diesel von bmw. das ist ja mal ein wunder..
naja trotzdem ist der 5er gut gelungen. aber ich würd den mercedes nehmen. platz ohne ende, toller motor der mit etwas mehr hubraum als bei den anderen (wie immer) super viel drehmoment hat und auch keine anfahrschwäche!
und ja, dass audi keine ketten verbaut weiß jedes kind und es is einfach nur lächerlich für den "premium" anspruch!