60. IAA Frankfurt

60. IAA Frankfurt

— 16.09.2003

Licht am Ende des Tunnels

Die deutschen Autohersteller wittern den lang ersehnten Konjunkturfrhling. Bereits nach Halbzeit der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) ist ein Besucherrekord in Sicht.

Schon am sechsten Messetag sind mehr als eine halbe Million Interessierte in die Hallen der weltgrten Autoschau gestrmt, berichtete der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag in Frankfurt. "Die von uns angepeilten 850.000 Besucher werden mit Sicherheit bertroffen", prognostizierte VDA-Prsident Prof. Bernd Gottschalk. "Mit der bisherigen Resonanz sind wir ber alle Maen zufrieden", betonte er in einem Gesprch mit der Deutschen Presse-Agentur.

An den bisherigen Besuchertagen seien mehr Gste und Fachpublikum nach Frankfurt gekommen als bei jeder frheren Pkw-IAA. Der Branchenverband ist zuversichtlich, dass die Flle von Neuvorstellungen vor allem die Prsentation des VW-Golf und des Opel-Astra sich demnchst auch in hherer Nachfrage niederschlagen wird. "Das ist kein aufgesetzter Optimismus, das ist die Stimmung bei allen Herstellern", bekrftigte Gottschalk. Positive Konjunktursignale von der IAA erhoffen sich auch die SPD-Minister Hans Eichel und Wolfgang Clement, die am Dienstag die 60. IAA besuchten.

Das vernderte Messekonzept mehr Produktinformation und weniger Show-Elemente hat sich zudem nach Meinung des VDA bewhrt. Vor zwei Jahren waren zu Beginn der 59. IAA nach den Terroranschlgen in New York und Washington die extrem lauten Prsentationen mit Musik- und Tanzgruppen gestoppt worden. Dies war sowohl bei Ausstellern, Medien und vor allem Fachbesuchern positiv bewertet worden.

Alledings bis zur erhofften Belebung des seit drei Jahren rcklufigen Inlandsabsatzes muss Deutschlands wichtigster Industriezweig zunchst weiter von den Export-Erfolgen zehren. Der VDA-Prsident hlt sogar ein berschreiten der Zielgre von 3,55 Millionen ausgefhrten Pkw in diesem Jahr fr mglich. Besonders in den USA htten sich die deutschen Hersteller im Prmiumsegment sehr gut behauptet.

Von Januar bis Juli konnten auf dem US-Markt Mercedes, BMW und Porsche den Verkauf zwischen 5,8 Prozent und 14,9 Prozent steigern. Bereits 2002 stieg der Export von Luxus-Autos made in Germany trotz weltweiter Wirtschaftsflaute deutlich an. Erneut ging mit 52 Prozent mehr als die Hlfte aller ausgefhrten Luxus-Autos in die USA.

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