7. DTM-Lauf auf dem Nürburgring

7. DTM-Lauf auf dem Nürburgring

— 05.08.2002

Alzen siegt vor Aiello

Titelträume bei Audi-Pilot Laurent Aiello, Doppelsieg für Uwe Alzen und Mercedes – der 7. DTM-Lauf hatte gleich mehrere Gewinner.

Audi-Pilot Laurent Aiello ist auf dem Nürburgring seinem ersten DTM-Titel ein ganzes Stück näher gekommen. Mit einem zweiten Platz hinter Silberpfeil-Lenker Uwe Alzen baute der Franzose seinen Vorsprung in der Gesamtwertung des Deutschen Tourenwagen Masters weiter aus. Nach dem siebten von zehn Rennen führt Aiello (62 Punkte) bereits mit 24 Zählern vor Titelverteidiger Bernd Schneider (38) in einem weiteren Mercedes-Benz CLK-DTM. Der 33-jährige Aiello kann damit schon beim nächsten Gastspiel der Tourenwagen-Meisterschaft auf dem A-1-Ring in Österreich am 8. September die Meisterschaft endgültig einfahren. Der Freude im Mercedes-Lager tat das aber keinen großen Abbruch.

Im Qualifikationsrennen verteidigte Alzen zwar seine erste Pole-Position der Saison. Doch Aiello wehrte in dem Kurzrennen den Angriff von Schneider ab, der den Franzosen überholen und dann auf Schützenhilfe seines in der Gesamtwertung abgeschlagenen Teamkollegen Alzen bauen wollte. Beim Start zum Wertungslauf über 28 Runden kam es für Schneider dann noch schlimmer. Der Pilot aus St. Ingbert verlor drei Plätze, kämpfte verzweifelt um seine Meisterschaftschance und gestaltete die Aufholjagd dank eines gelungenen Boxenstopps erfolgreich.

Zum Reifenwechsel nach acht Runden kamen Aiello, Alzen und Schneider fast zeitgleich – an der Reihenfolge änderte sich aber nichts. Obwohl Alzen an der Spitze bremste, konnte Schneider seinen Rivalen Aiello nicht überholen. Nach 101,500 Kilometern feierte Alzen seinen ersten Saisonsieg. Der Werksfahrer lag 0,348 Sekunden vor Aiello und 0,617 Sekunden vor Schneider. "Ich hatte lange genug die Seuche", freute sich Alzen, der bisher nur vier Punkte eingefahren hatte, über das Ende seiner Pechsträhne. Marcel Fässler als Vierter vervollständigte die starke Mercedes-Vorstellung. Dagegen musste Ex-Formel-1-Pilot Jean Alesi (Frankreich) seinen "Silberpfeil" schon nach dem Start abstellen – wegen eines Unfalls mit dem Schweizer Alain Menu im Opel. Die mit großen Erwartungen angetretenen Rüsselsheimer erlebten einen "schwarzen" Sonntag: Bester Fahrer war Manuel Reuter als Sechster mit 9,211 Rückstand auf die Spitze.

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