7000 Bestellungen seit Ende März

VW Polo

7000 Bestellungen seit Ende März

— 09.04.2002

VW-Polo in China erfolgreich gestartet

Der gelungene Verkaufsstart des Polo in China dürfte nach Einschätzung von Branchenexperten nicht nur VW ins Konzept passen.

Wachstumsschub in ganz Asien?

Vom Erfolg des Kleinwagens im Reich der Mitte erhofft sich die Branche einen kräftigen Wachstumsschub in ganz Asien. Zwar ist der Markt für Pkw in China mit derzeit rund fünf Millionen Fahrzeugen - davon nur etwa 740.000 aus heimischer Produktion - verglichen mit anderen Regionen der Welt noch klein. Doch seit der Aufnahme des bevölkerungsreichsten Landes der Erde in die Welthandelsorganisation (WTO) im Dezember und langsam sinkender Importzölle herrscht in der Branche fast so etwas wie eine "Goldgräberstimmung".

Am chinesischen Markt - an dem die Konzerne 2001 rund 770.000 Neuwagen verkaufen konnten - wird es langsam eng. Mittlerweile tobt in China ein Preiskrieg. Die Neuwagenpreise sind nach Angaben des Forschungsinstituts Automotive Resources Asia seit dem WTO-Beitritt um bis zu 15 Prozent gefallen.

Mit der Einführung des neuen Polo verschärft Volkswagen - mit einem Marktanteil von rund 50 Prozent unangefochtener Branchenprimus in China - nun erneut den Wettbewerb. Und das, obwohl die Wolfsburger den Polo mit umgerechnet zwischen 18.000 und 20.500 Euro preislich am oberen Ende der Kompaktklasse positioniert haben.

Die Luft für VW wird dünner

Trotzdem haben chinesische Käufer laut VW bereits 7000 Polo bestellt. Das ehrgeizige Ziel, noch in diesem Jahr 30.000 zu verkaufen, erscheint daher realistisch. Branchenkenner sagen dem Kleinwagen in den kommenden Jahren in China sogar jährliche Verkaufszahlen von "50.000 und mehr" voraus.

Doch die Luft für VW wird dünner: Nach Einschätzung von Experten dürfte es dem Konzern in den kommenden Jahren auch bei einem Erfolg des Polo immer schwerer fallen, den Vorsprung zu halten. Kürzlich hat Fiat den in Brasilien gebauten Kleinwagen Palio nach China gebracht - zu einem deutlich niedrigeren Preis im Vergleich zu den Konkurrenz-Produkten. US-Autoriese General Motors verkauft bereits seit Mai 2001 mit dem Sail ein Auto für die chinesische Kleinfamilie. Toyota und Ford werden noch in diesem Jahr mit eigenen Modellen nachziehen.

Ungeachtet wachsender Konkurrenz wollen die Strategen in der Wolfsburger Konzernzentrale bei einem erfolgreichen Start des Polo in China noch einen Gang höher schalten. "Wir denken über weitere Produkte nach", sagt VW-Vertriebschef Robert Büchelhofer. Bereits heute verkaufen die Wolfsburger erfolgreich die Limousinen Bora und Passat. Und seit drei Jahren gehört der Audi A6 der Ingolstädter VW-Tochter Audi zu den beliebtesten Luxusgefährten bei Behörden und der Regierung.

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