73. Rallye Monte Carlo

73. Rallye Monte Carlo

— 24.01.2005

Loeb schafft den Hattrick

Erneuter Sieg bei der Monte: Der Weltmeister scheint wieder das Maß aller Dinge zu sein. Schwarz-Fahrt endet im Krankenhaus.

Der Weltmeister setzte gleich am Anfang ein Ausrufezeichen: Sébastien Loeb hat zum Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft den Hattrick in Monte Carlo geschafft. Der Elsässer gewann in seinem Citroën Xsara WRC den WM-Lauf zum dritten Mal hintereinander – und schaffte damit das gleiche Kunststück wie bei der Deutschland-Rallye. Es war zugleich ein perfekter Start für Citroën ins vorerst letzte WM-Jahr der Franzosen.

Bei ihrem elften Sieg in einem WM-Lauf fuhren Titelverteidiger Loeb und sein monegassischer Beifahrer Daniel Elena auf den 15 größtenteils trockenen Prüfungen einen klaren Vorsprung (2:58,3 Minuten) auf die finnische Ford-Neuverpflichtung Toni Gardemeister im Focus WRC04 heraus. WM-Rückkehrer Mitsubishi – mit dem Finnen Tommi Mäkinen als bislang einziges Team vier Mal in Folge (1999-2002) beim Klassiker siegreich – feierte mit dem Franzosen Gilles Panizzi (3.; +3:40,1 min) im Lancer WRC05 den ersten Podiumsrang seit dem Ausstieg 2002.

"Wir hatten eine perfekte Rallye ohne Probleme. Gegen Ende habe ich etwas Tempo herausgenommen, um den Sieg nicht zu gefährden", sagte Loeb bei der Zielankunft unter blauem Himmel in Monaco. Der 30jährige hatte seinen Erfolg auch ein paar Verrückten zu verdanken: Sensationslustiger Zuschauer errichteten auf dem Col de Turini eine Schneefalle, die dem zweitplazierten Finnen Marcus Grönholm und dem auf Rang drei liegenden Norweger Petter Solberg zum Verhängnis wurde. Grönholm steuerte seinen Peugeot 307 WRC gegen eine Mauer, demolierte dabei seine Radaufhängung und wurde am Ende nur Fünfter (+7:33,8 min). Subaru-Pilot Solberg (Impreza WRC 2004) schied mit einem Schaden am linken Vorderrad aus.

Für Armin Schwarz (Oberreichenbach) und Klaus Wicha (Bad Karlshafen) endete der WM-Saisonauftakt im Krankenhaus. Die auf Rang 15 liegenden Skoda-Piloten überschlugen sich am Samstagmittag mit ihrem Fabia. Schwarz wurde mit einer Gehirnerschütterung und einer ausgekugelten Schulter in die Klinik nach Nizza gebracht, am Sonntag durfte er wieder gehen. "Ich hoffe, daß nächste Woche der Gips abkommt, damit ich für die Rallye Schweden wieder fit bin", meinte Schwarz, der in diesem Jahr für Skoda eine komplette Saison bestreitet.

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