91. Auflage der Indy 500 — 29.05.2007
Franchittis Regenpoker
Dario Franchitti nahm einen kräftigen Schluck aus der Pulle. Zuerst aus der Milchflasche, dann 1,6 Millionen Dollar aus dem Preisgeldtopf.
Der Brickyard bleibt in Männerhand
Franchitti siegte nach 166 Runden und 2:44:03,560 Stunden vor dem Neuseeländer Scott Dixon und dem zweimaligen Indy-Champion Helio Castroneves (Brasilien). Titelverteidiger Sam Hornish aus den USA wurde mit einer Runde Rückstand Vierter (alle Dallara-Honda). Von den drei gestarteten Rennfahrerinnen war Danica Patrick (USA) auf Rang acht die Schnellste. Für Franchitti war es auf dem 2,5-Meilen-Oval im fünften Anlauf endlich der erste Sieg. Der 34-Jährige kassierte für seinen Erfolg ein Preisgeld von 1,6 Millionen Dollar. Der Schotte fuhr trotz der widrigen Witterungsbedingungen einen Rundenschnitt von immerhin 242,838 km/h. Zum Vergleich: In der Formel 1 war 2006 nur Michael Schumacher bei seinem Sieg in Monza schneller unterwegs, wo der Ferrari-Pilot auf einen Schnitt von 245,814 km/h kam.
Die Andrettis gingen auch diesmal wieder leer aus. Die berühmteste Rennfahrer-Familie der Welt hatte diesmal gleich drei "heiße Eisen" im Feuer. Doch mehr als Platz 13 für Michael Andretti war nicht drin. Marco und John Andretti landeten auf den Rängen 24 und 30. Damit steht weiterhin nur der Name von Familien-Oberhaupt Mario Andretti in der Siegerliste. Der Formel-1-Weltmeister von 1978 triumphierte 1969 in dem gigantischen Nudeltopf.

































