911 GT3 RS 4.0/GT3 R/Camaro ZL1/GT/Audi R8 GT/LMS ultra
Rennwagen gegen Straßenauto
Der Transfer zwischen Motorsport und Straße ist ein steinaltes Marketing-Versprechen mit teils stark schwankendem Wahrheitsgehalt. Doch diesmal wollten wir es genau wissen – und fuhren es heraus.
Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS
Überblick: Alle News und Tests zum Chevrolet Camaro
Chevrolet Camaro ZL1 (587 PS, 290 km/h) Ausreichend Kraft hat auch der Serien-Camaro zu bieten. Nur mangelt es ihm an der nötigen Traktion, um diese auch in Vortrieb umzusetzen. Dabei trifft den ZL1 nur ein Teil der Schuld. Der andere (und größere) geht aufs Konto des Zubehör-Radsatzes. Wolfgang Kaufmann ein echter Profi, der selbst einmal Fahrer beim ADAC GT Masters war, driftet sich einige Runden die Hüfte locker, ehe er meint: "Auch hier ist Leistung wirklich das Letzte, woran es mangelt. Interessant zudem, dass Renn- und Straßenauto in etwa das gleiche Drehzahlspektrum nutzen. Das Fahrwerk ist besser, als ich dachte."
Überblick: Alle News und Tests zum Audi R8
Audi R8 GT (560 PS, 320 km/h) Unzulänglichkeiten sollte der R8 GT nicht offenbaren. Schließlich durfte jeder, der sich einst für das auf 333 Exemplare limitierte Coupé entschied, den Gegenwert von rund zweieinhalb Camaros löhnen. Außerdem scheute die quattro GmbH damals nicht, die angebliche Nähe zum Rennsport selbst in die Welt hinauszu tragen. Das Paradoxe daran: Der R8 GT bleibt trotz Sitzschalen, Vierpunktgurten, Feuerlöscher und Überrollkäfig eigentlich ganz Audi. Im belederten Vollwert-Kokon weht feinstes Uperclass-Flair, nicht die herbe Würze öldunstiger Boxengassen. Wer im GT eine straßentaugliche Ableitung des Rennwagens sieht, liegt daher falsch.
Hintergrund: So testet AUTO BILD
Überblick: Alle News und Tests zum Porsche GT3
Porsche GT3 RS 4.0 (500 PS, 310 km/h) Im Falle des GT3 RS 4.0 verstehen sich Sportreifen von selbst. Kein Wunder, gilt er doch als letzte Vorstufe zum Rennsport, die man noch mit Kennzeichen bewegt. Und er gibt sich auch größte Mühe, diesem Ruf gerecht zu werden. Sein Motor pflegt die Verwandtschaft zum 911 RSR, das Fahrwerk wurzelt ebenfalls im Rennsport, Sitzschalen, Überrollbügel, Sechspunktgurte gab’s frei Haus, Radio und Klima nur, wenn man explizit danach fragte. Und optisch folgt der RS 4.0 ebenfalls dem Schönheitsideal des Motorsports: breite Schultern, großer Spoiler, flach heruntergezogene Schnauze. Letztlich verdeutlicht der Abgleich zum Rennwagen, wo die Zulassungsbestimmungen ihre Schranken gesetzt haben.
Performance-Grand-Slam: Jagd auf den Porsche 911er
Porsche GT3 R (500 PS, 290 km/h) Der GT3 R wiegt nochmals 145 Kilo weniger, baut hinten nochmals mächtiger in die Breite, taktet seinen 4,0-Liter-Boxer über ein extrem schnelles Sequenziellgetriebe und stützt seine Fahrdynamik auf einen Unterbau, der nicht nur bis ins geschmiedete Stützlager versteift, sondern auch in jeder erdenklichen Hinsicht einstellbar ist. Klingt kompliziert, lässt sich aber relativ simpel zusammenfassen: Der GT3 R hat eine enorm hohe Grundspeed und ein sehr ausgewogenes Handling. Sein Heckmotor-Layout kann dank der klebrigen Hinterachse all seine Vorzüge ausspielen. Die Bremsphase verlagert sich fast bis zum Scheitel, beschleunigt wird dort, wo der Camaro noch um Traktion ringt.Straßen- gegen Rennwagen, mehr Infos dazu gibt es in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt als PDF im Online-Heftarchiv.
Verwandtschaft ersten Grades?
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Porsche 911 GT3 RS 4.0, Chevrolet Camaro ZL1, Porsche 911 GT3 R, Audi R8 GT, Chevrolet Camaro GT, Audi R8 LMS ultra
| Technische Daten | Audi R8 GT | Audi R8 LMS ultra | Camaro ZL1 | Camaro GT | 911 GT3 RS 4.0 | 911 GT3 R |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Motor | V10 | V10 | V8, Kompressor | V8 | B6 | B6 |
| Hubraum | 5204 cm³ | 5204 cm³ | 6162 cm³ | 7883 cm³ | 3996 cm³ | 3996 cm³ |
| kW (PS) bei 1/min | 412 (560)/8000 | 386 (525)/8000 | 432 (587)/6000 | 478 (650)/6000 | 368 (500)/8250 | 368 (500)/k.A. |
| ECE-Normverbrauch auf 100 km | 13,9 l Super Plus | k.A. | 15,6 l Super Plus | k.A. | 13,8 l Super Plus | k.A. |
| 0-100 km/h | 3,6 s | ca. 3,5 s | ca. 4,3 s | ca. 3,2 s | 3,9 s | ca. 3,5 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 320 km/h | ca. 290 km/h | 290 km/h | ca. 280 km/h | 310 km/h | ca. 290 km/h |
| Preis Serienfahrzeug (ohne Extras) | 193.000 Euro | 392.581 Euro | ca. 80.000 Euro | 232.050 Euro | 178.596 Euro | 362.355 Euro |
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Kommentare zum Artikel (1)
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warum tested Autobild überhaupt die ZL1 wenn sie auf 22" Tunerfelgen zum test kommt statt auf den Serienmässigen 10 und 11x 20" geschmiedeten Alufelgen mit 285 und 325er Goodyear Eagle F1 Supercar Semislicks... montiert mal 22" Felgen auf den GT3 und der geht auch nicht mehr... und der kommentar zum Fahrwerk...lächerlich... ZL1 hat magnetic ride Fahrwerk serie... Audi hat von GM die Lizens dafür erworben und verbaut das übrigens auch im R8 ;)