Fehlerspeicher auslesen

Abgasuntersuchung

— 26.02.2016

So funktioniert die AU

AU, ASU oder UMA – alle Kürzel meinen dieselbe Prozedur: die vorgeschriebene Abgasuntersuchung am Auto. Die wichtigsten Fakten dazu lesen Sie hier.

Seit rund 30 Jahren müssen Kfz-Halter in regelmäßigen Abständen zur Abgasuntersuchung. 1985 hieß diese noch "Abgassonderuntersuchung" und war nur für Autos mit Benzinmotor vorgeschrieben. Inzwischen hört die im Rahmen der Hauptuntersuchung vorgeschriebene Pflichtkontrolle auf den sperrigen Namen "Untersuchung des Motormanagements und Abgasreinigungssystems", kurz UMA. Umgangssprachlich hat sich aber die Bezeichnung "AU" etabliert. 1993 wurde die Abgassonderuntersuchung (ASU) zur Abgasuntersuchung (AU) verkürzt. Seit 2010 ist sie außerdem fester Bestandteil der Hauptuntersuchung. Gleichzeitig wurde die sechseckige Plakette abgeschafft, die man einst nach bestandener Prüfung (damals unabhängig von der Hauptuntersuchung) ans vordere Kennzeichen gepappt bekam.
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Fehlerspeicher oder Auspuffsonde überführen Stinker

Nur bei Autos, die vor 2006 gebaut wurden, werden tatsächlich noch die Abgase gemessen, die aus dem Auspuff kommen.

Und wie läuft die Abgasuntersuchung in der Praxis ab? Vor der eigentlichen Messung der Abgase, findet eine Sichtprüfung der für das Abgasverhalten relevanten Bauteile statt. Neben der gesamten Auspuffanalage gehören dazu zum Beispiel auch die Einspritzanlage und der Luftfilter. Werden keine Beschädigungen und Undichtigkeiten entdeckt, geht es zur Messung. Hier hat es seit 2008 eine wichtige Veränderung gegeben: Seither werden bei Fahrzeugen, die nach dem 1. Januar 2006 gebaut wurden und über eine sogenannte OBD-Schnittstelle (Onboard-Diagnose) verfügen, die Abgase nicht mehr mit einer Sonde im Auspuff gemessen. Stattdessen wird das elektronische Bordsystem auf Fehlerquellen hin untersucht, die ein mangelhaftes Abgasreinigungssystem hervorgerufen haben könnten. Der Aufwand hat sich dadurch verringert: Mit einem Stecker wird das Diagnosegerät mit dem Fahrzeug verbunden und der Fehlerspeicher ausgelesen. Nur bei Autos, die vor 2006 gebaut wurden, wird noch mit einer Sonde im Auspuff gemessen.
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AU auch in der Werkstatt möglich

Vorgenommen werden können beide Prüfungsarten von TÜV, Dekra und Co. Aber auch speziell dafür zugelassene Werkstätten dürfen die Untersuchung durchführen. Wer sich für diesen Service entscheidet, hat nach der bestandenen Abgasuntersuchung zwei Monate Zeit, die Hauptuntersuchung bei einer der offiziellen Prüforganisationen vornehmen zu lassen. Die Bescheinigung der Werkstatt muss bei diesem Termin vorgelegt werden. Geld sparen lässt sich durch die Vorabuntersuchung in der Werkstatt allerdings nicht. Denn die 20 bis 30 Euro, die bei der Hauptuntersuchung durch den Wegfall der Prüfung gespart werden, werden stattdessen zuvor beim Werkstatttermin fällig. Allerdings: Sollte TÜV, Dekra und Co bei der OBD-Auslesung einen Fehler finden, muss der Wagen nach der Beseitigung des Fehlers erneut vorgeführt werden. Für den neuen Check fallen die gleichen Kosten wie bei der ersten Abgasuntersuchung an. Gleiches gilt bei der Messung über eine Sonde im Auspuff. Wer die Untersuchung in einer Werkstatt durchführen lässt, erspart sich im Falle eines Fehlers die doppelte Gebührenerhebung.

Autor: Jan Kriebel

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