AC Schnitzer BMW M2 (2016): Fahrbericht

AC Schnitzer BMW M2 (2016): Fahrbericht

— 20.09.2016

Wehe, du lässt ihn los

Tuner AC Schnitzer holt 430 PS aus dem BMW M2 und hebt ihn damit leistungsmäßig auf M4-Niveau. AUTO BILD ist ihn gefahren.

Der BMW bekommt Splitter und Wings, die ihn das nötige Bisschen aggressiver aussehen lassen.

Optisch hat AC Schnitzer den M2 nicht neu erfunden. Hier geht es vielmehr ums Feintuning. Der BMW bekommt eine neue Front mit Splitter und Wings, die ihn das nötige Bisschen aggressiver aussehen lässt. Außerdem gibt es 20-Zoll-Felgen im bekannten AC-Schnitzer-Design. Carbon-Spiegelkappen und eine Spoilerkante aus Carbon machen den ersten Eindruck komplett. Seine inneren Werte hat AUTO BILD bei der ersten Fahrt auf dem Contidrom im Rahmen des Conti-Tuning-Tags von AUTO BILD SPORTSCARS getestet.
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Schalensitze für den M2

Im Innenraum hält sich AC Schnitzer bei dem Coupé zurück. Pedale, Fußstütze, Fußmatten und den Handbremshebel ziert das Tuner-Logo. Die größte Änderung sind die Sitze: Fahrer und Beifahrer nehmen auf Recaro Pole-Position-Sitzen Platz. Ein sinnvolles Extra, denn für den Serien-M2 bietet BMW keine Schalensitze an.

Für die Straße und die Rennstrecke

Der AC Schnitzer BMW nimmt zwar willig Last auf, schüchtert den Fahrer aber nicht ein.

Mit neuer Software holt BMW-Haustuner AC Schnitzer 430 PS aus dem turbogeladenen 3,0-Liter-Reihensechser – das sind 60 PS mehr als die Serie hat. Leistungsmäßig ist der getunte M2 damit auf M4-Niveau (431 PS). Das maximale Drehmoment wird von 500 Nm auf 580 Nm gesteigert. Trotz seiner Kraft ist das Auto bei eingeschalteten Systemen händelbar: Der AC Schnitzer BMW nimmt zwar willig Last auf, schüchtert den Fahrer aber nicht mit extremer Beschleunigung ein. Der Sound kommt aus einer neu konstruierten Abgasanlage mit Downpipes, die für mehr Tiefen sorgen soll. Tatsächlich kommen bassigere Töne als beim Serien-M2 aus den schwarz eloxierten Endrohren. Nur im oberen Drehzahlbereich rotzt der BMW seine Kraft heiser heraus. Das Gute: Mit geschlossenen Klappen kann man im M2 auch ganz zivilisiert durchs Wohngebiet fahren. Dazu passt auch das Sportfahrwerk. Es ist straff, aber noch komfortabel genug, um den Wagen auch auf öffentlichen Straßen zu bewegen. Der M2 kommt vorn 30 Millimeter tiefer, hinten senkt er sich um 25 Millimeter. Das ist tief genug für den sportlichen Eindruck, aber nicht so tief, dass der BMW bei jedem Bordstein aufsetzt. Höhe und Sturz sind verstellbar, auf der Rennstrecke kann man so z.B. den negativen Sturz erhöhen, um für mehr Traktion in Kurven zu sorgen.
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BMW mit sehr agilem Heck

Lässt man ihn, ist der getunte BMW M2 wie ein Sack Flöhe: Auf dem Handling-Kurs im Contidrom ist das Heck sehr agil. Das ESP verhindert fast dauerhaft, dass der Wagen ausbricht – begleitet vom ständigen Blinken der ESP-Leuchte. Diese Lichtshow nervt auf Dauer. Dagegen hilft der Sport-Plus-Modus, das ESP greift später ein. Wer alle Systeme ausschaltet, muss allerdings ausgeschlafen sein, denn das aufmüpfige Heck fordert den Fahrer ordentlich. Zum Preis für den BMW M2 (mindestens 57.000 Euro) kommen fürs AC-Schnitzer-Tuning noch ca. 20.000 Euro oben drauf.

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Autor:

Katharina Berndt

Fazit

AC Schnitzer hat genau an den richtigen Schrauben gedreht, um den BMW M2 noch sportlicher zu machen. Wer das agile Heck unter Kontrolle hat, der kriegt einen bezahlbaren Sportwagen, mit dem man auch außerhalb der Rennstrecke Spaß hat.

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