Accessoires vom Autohersteller

Accessoires vom Autohersteller Accessoires vom Autohersteller

Accessoires vom Autohersteller

— 17.12.2003

Aus Freude am Schenken

Vom Werbegeschenk zum "Accessoire": Mit kleinen, aber feinen Nebenprodukten machen die Autohersteller Millionenumsätze.

"Noch kein passendes Weihnachtsgeschenk? Wie wäre es mit einem neuen Golf? Oder einem Phaeton?" Zugegeben, blöde Frage. Ganz so ernst meinen es die Wolfsburger auch nicht in ihrer Pressemitteilung. Aber sie wissen: Geht es um andere Produkte als Neuwagen, dann sitzt das Geld lockerer. Deshalb gibt es in nahezu allen Autohäusern eine große Auswahl so genannter "Accessoires" – nicht nur zu Weihnachten.

Wer also weder Golf noch Phaeton unter die Tanne schieben will, wird dennoch fündig. Sonnenbrillen, Armbanduhren und Mode für die Generation Golf – alles da. Für den Phaeton-Typ lieber einen edlen Zigarren-Cutter? Kein Problem, für 285 Euro gehört er Ihnen. Humidor gleich dazu? 1190 Euro, bitte. Vielleicht noch ein Milchkännchen, ebenfalls aus der Accessoire-Serie "Phaeton"? Gibt es für 155 Euro, mit passender Zuckerschale (133 Euro) und Dessertteller (245 Euro). Günstiger fällt die Golf-Serie aus: Schüsselanhänger gibt es im VW-Shop ab 7,90 Euro, Ruck- bzw. Seesack für 49,90 und 69,90 Euro.

Ein lukratives Zusatzgeschäft. BMW erzielte mit seinen mehr als 3500 Merchandising-Produkten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 80 Millionen Euro und führt damit die Hersteller-Zweitstandbein-Hitliste an. Es gehe darum, "das Markenimage über das Kernprodukt Auto hinaus auszubauen", heißt es bei Audis quattro GmbH. Deshalb haben Billig-Produkte bei einem Premium-Hersteller keine Chance. Porsche will auf diese Weise verhindern, "dass die Marke verramscht wird". Auch bei dieser Art von Zubehör ginge es schließlich um den "Ausdruck eines Lebensstils und einer Philosophie".

Klasse statt Masse – dieses Motto gilt auch für die Preise. Lancia-Manschettenknöpfe von Italo-Ausstatter Ermenegildo Zegna für 112,79 Euro, limitierter Alfa-Chronograph von Daniel Jean Richard für 1170,90 Euro, Phaeton-Bordcase für 1300 Euro. Nach oben sind kaum Grenzen gesetzt, Fahrräder für 3490 Euro (Audi) und mehr sind keine Ausnahme. Und nicht nur die großen Autofans geraten ins Visier der Marketing-Strategen, auch der Nachwuchs soll schon früh auf Papas Marke abfahren. Zum Beispiel im BMW Z4: Als Kleinst-Ausgabe mit alternativem Tret-Antrieb kostet er gerade mal 179 Euro. Ein echter BMW-Roadster unterm Weihnachtsbaum – aus Freude am Schenken.

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