Action, Adrenalin und Abenteuer

Skootaskates Skootaskates

Action, Adrenalin und Abenteuer

— 11.09.2002

Vollgas auf Inlineskates

Auf Inlineskates mal so richtig Gas geben? Mit dem Skootaskate kein Problem: Die skurrilen Teile haben sechs PS, machen 70 km/h!

Bisher blieb allen Inlineskatern, die auf der Suche nach dem Geschwindigkeitsrausch waren, nichts anderes übrig, als sich gefährlich und illegal hinter ein Motorrad zu klemmen oder Bergstraßen hinunterzujagen. Pah, vorbei! Ein paar findige Jungs aus Heroldstadt haben die ultimative Zugmaschine entwickelt – die perfekte Verbindung aus Athletik, Spaß und Motorsport. Skootaskate heißt der pfeilschnelle Flitzer, der in diesem Jahr eine neue Ära des Inlineskatens einläuten wird. Verantwortlich für die rein deutsche Erfindung ist Inlineskater und Formel-3-Veteran Antonio Timm.

Motorroller für Inlineskater

Schneller Spaß: Mit Leistungen von bis zu sechs PS und einer Geschwindigkeit von über 70 km/h peest man über den Asphalt.

Vor etwas mehr als einem Jahr entwickelte er die Idee zusammen mit Freunden in der heimischen Werkstatt. "Alle, die sich nicht selbst als lahme Ente bezeichnen, werden von der Zugmaschine mit dem dicken Rad begeistert sein", verspricht er. Der Skootaskate ist ein schnelles, extrem wendiges Zugfahrzeug, mit dem Geschwindigkeiten von 70 km/h und mehr drin sind. Der Skater kontrolliert Lenkung, Motorleistung und die Bremse. So können erstmals auch bergauf hohe Geschwindigkeiten gefahren werden.

Ein Skootaskate besteht aus einem großen Reifen mit einem kleinen Stabilisierungsrad dahinter. Sein Einzylinder-Zweitakt-Motor hat 49 Kubik und sechs PS. An einer Art Mountainbike-Lenker sind Gaszug und Bremse angebracht. Gebremst wird das Gefährt mit einer seilzugbetätigten Trommelbremse.

Freestyle-Tricks wie beim Wasserski

Wer Skootaskate fahren möchte, sollte ein wenig Kondition mitbringen. Es kommt stark auf Arm-, Bein- und Brustmuskulatur an. Die Beinarbeit lässt sich am ehesten mit der beim Skifahren vergleichen, die Belastung für Oberkörper und Arme erinnert an Moto-Cross. Der Skater muss sich festhalten und gleichzeitig das Gerät steuern. Normales Cruisen, aber auch extreme Kurvenlagen und spektakuläre Freestyle-Tricks sind kein Problem. Sogar Sprünge sind mit dem Skootaskate möglich. Wie beim Wasserski fährt das Zugfahrzeug aber nicht mit über die Rampe.

Rückwärtsfahren, Drehungen und Einhandfahren gehören ins Freestyle-Repertoire der Könner. Austragungsorte von Rennen sind Gokart-Bahnen, Rennstrecken sowie gesperrte Straßen und andere Flächen. Denn im normalen Straßenverkehr darf der Skootaskate nicht benutzt werden.

Erfahrung auf Inlineskates ist fürs "Skootan" kaum nötig. Wer schon einmal auf Skiern oder Schlittschuhen stand, verfügt über die richtigen Grundkenntnisse. Wie beim Skifahren gehört ein Schutz von Kopf bis Fuß dazu. Sturzhelm, stabile Handschuhe, Knieschoner und eine gepolsterte Schutzhose sind Pflicht. Aber wer seine Fähigkeiten richtig einschätzt und es nicht übertreibt, für den ist das Risiko minimal.

Die Skootaskates werden ständig weiterentwickelt. Bald soll es sogar eine Rennserie geben, bei der die Teilnehmer bis zu 100 km/h erreichen. Veranstaltungen wie die "German 500" auf dem Lausitz-Ring sind schon jetzt beliebter Treffpunkt. Dort zeigen Skootaskater ihren neuesten Stunts und Tricks. Denn fast jeder ist in der Lage, mit so einem Teil über die Piste zu heizen, auch wenn es einem anfangs wackelig und ungewohnt vorkommt.

Preise und Technische Daten

Skootaskate sollen schon bald auf allen Kartbahnen vertreten sein. Die Mietpreise sollen etwa auf gleichem Niveau liegen, also rund zehn Euro für zehn Minuten. Wer nicht so lange warten mag, der kann sich auch seinen eigenen Skootaskate zulegen. Dafür muss man vorerst in der Basic-Version 2369 Euro und für die Race-Version 2969 Euro locker machen. In diesem Sinne: "Lasst die Rollen laufen".

Fakten: Typ DESKOF Skootaskate, Motor Einzylinder-Zweitakt-Motor, 6 PS, Antrieb Treibsatzschwinge mit Fliehkraft-Kupplung und Variomaticgetriebe mit 13-Zoll Antriebsrad, Bremse Seilzugbetätigte Trommelbremse, Scheibenbremse bei der "Race"-Version, Fahrwerk zweifach gefederte Rahmen-Konstruktion Leistung Hubraum: 49 Kubik; Vmax: 70 km/h Infos DESKOF ENGINEERING, Tel.: 0 7389/ 90 60 79, www.skootaskate.com Events und Fahrmöglichkeiten Max Stinglhammer, Tel.: 0821/ 478 67 34.

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