ADAC Zenrale in München

ADAC-Affäre: Lieblingsauto der Deutschen

— 07.02.2014

ADAC soll BMW bevorzugt haben

Bei der Wahl zum "Lieblingsauto der Deutschen" soll der ADAC den BMW 5er vor den VW Tiguan geschoben haben. Die Hersteller erwägen, alle ADAC-Preise zurückzugeben.

Hat der ADAC beim "Lieblingsauto der Deutschen" auch an der Rangfolge gedreht? Laut "Süddeutsche Zeitung" hätten die ADAC-Mitglieder den VW Tiguan auf Platz fünf gewählt. Stattdessen habe der ADAC den ...

(dpa) Die Glaubwürdigkeit des ADAC gerät noch stärker in Zweifel: Bei der Vergabe des ADAC-Preises "Gelber Engel" für die Lieblingsautos der Deutschen sollen nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" nicht nur die Abstimmungszahlen manipuliert worden sein, sondern auch die Rangfolge der Sieger. Danach hätten die ADAC-Mitglieder den VW Tiguan auf Platz fünf gewählt. Aber der Autoklub habe den BMW 5er auf Platz fünf gehoben, der bei der Abstimmung nur auf Platz sieben gekommen sei, berichtet die Zeitung am 7. Februar 2014. ADAC-Sprecher Christian Garrels sagte, er könne den Bericht nicht bestätigen und verwies auf die Untersuchungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte. "Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Dem ADAC sind bisher keinerlei Ergebnisse bekannt", sagte Garrels.

Die Pannen des ADAC

ADAC-Zentrale in München Preisverleihung Gelber Engel Karl Obermair

... BMW 5er auf Platz fünf gehoben, der bei der Abstimmung eigentlich nur auf Rang sieben gekommen sei.

Die Ergebnisse würden am 10. oder 11. Februar erwartet. ADAC-Präsident Peter Meyer hatte in der jüngsten Ausgabe der Mitgliederzeitschrift "Motorwelt" bereits nicht mehr ausschließen wollen, dass auch an der Platzierung der Preisträger gedreht worden sei. BMW und VW teilten auf Anfrage mit, sie wollten das offizielle Untersuchungsergebnis abwarten. BMW-Sprecher Kai Lichte kündigte aber an, wenn der Zeitungsbericht zutreffen sollte, "dann wären die Preise für uns wertlos, und wir würden sie zurückgeben". Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) planen die Autobauer gemeinsam Konsequenzen: Wenn sich der Verdacht bestätigt, dann wollen die Hersteller demnach alle ADAC-Preise zurückgeben. Eine entsprechende Erklärung der Autokonzerne ist laut "FAZ" (7. Februar 2014) schon vorbereitet. Sie gelte für den Fall, dass der ADAC bei der Wahl zum "Lieblingsauto der Deutschen" nicht nur die Teilnehmerzahlen geschönt, sondern auch die Reihenfolge der Sieger manipuliert hat. Bei der feierlichen Preisverleihung im Januar 2014 hatte der ADAC den VW Golf zum Lieblingsauto der Deutschen gekürt; der VW Tiguan kam auf der Liste der ersten fünf Lieblingsautos nicht vor.

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