ADAC-AutoMarxX Juni 2004

ADAC-AutoMarxX

ADAC-AutoMarxX Juni 2004

— 27.05.2004

Toyota auf dem Vormarsch

Im neuen ADAC-Check der Autohersteller landet Toyota erstmals unter den Top Five, Mercedes-Benz verdrängt BMW wieder von Platz eins.

500.000 Pannen wertete der ADAC aus

Image, Testerfolge und Schwachstellen heißen die entscheidenden Kriterien beim vierteljährlichen ADAC AutoMarxX. Zusätzlich werden Technik- und Markenstärke sowie wirtschaftlicher Erfolg bewertet. Und da haben die Stuttgarter den Münchenern aktuell wieder den Rang abgelaufen – trotz des aktuellen Rückruf-Desasters.

Im neuesten AutoMarxX vom Juni 2004 erobert Mercedes den ersten Platz von BMW zurück. Grund: Bei wichtigen Fahrzeugtests (5er gegen E-Klasse als Limousine und Kombi) verliert BMW Punkte. Leichte Verluste bescheinigt der AutoMarxX den Bayern auch bei den Trendstärken "Technik" und "Marke".

Im Vordergrund der Juni-Analyse stand vor allem die Langzeit-Qualität von Autos. Mit der Analyse von mehr als 500.000 Autopannen im Jahr 2003 durch den ADAC das Herzstück der Markenuntersuchung. Am seltensten liegen geblieben sind Mazda-Modelle mit 7,7 Pannen auf 1000 Fahrzeuge. Dahinter folgen Toyota und Subaru. Die deutschen Hersteller Audi, BMW, VW, Mercedes, Smart, Opel und Ford haben allesamt einen Qualitätssprung nacxh vorn gemacht.

Qualität und Wertstabilität passen sich an

Doch der große Gewinner des Juni-MarxX ist Toyota. Der japanische Importeur landete erstmals unter den ersten fünf des Ranking, gleich hinter Mercedes und BMW, vor Porsche und Audi. Vor allem in vier Bereichen hat sich Toyota entscheidend gesteigert: Die Werbung wurde intensiviert, der Verkauf gesteigert, die Technik verbessert und die Umsatzrendite erhöht. Systematisch hat die Marke damit Image, Verkaufszahlen und Produktstärke ausgebaut. Damit gilt Toyota als wichtigster Konkurrent für die deutschen Autohersteller.

Während Volkswagen noch mit einem sechsten Platz Anschluss an die Spitze hält, sind Smart, Opel und Ford nur auf den Plätzen 13, 14 und 16 zu finden. Vor zwei Jahren standen diese drei Marken noch auf den Plätzen acht, zehn und elf. Völlig abgeschlagen sind Rover (31), Land Rover (32) und Chrysler (33).

Fazit des AutoMarxX: In den wichtigen Kriterien Fahrzeug-Qualität und Wertstabilität bewegen sich die Hersteller aufeinander zu, die Abstände schrumpfen. Gelingt es Importeuren wie Toyota durch Werbemaßnahmen das Image zu verbessern, stehen selbst Premiummarken wie Mercedes, BMW und Audi nicht mehr sicher auf ihren Plätzen.

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