ADAC-Brückentest 2014

ADAC-Brückentest 2014

— 04.06.2014

Sieben Brücken fallen durch

Der ADAC hat 30 deutsche Straßenbrücken auf Herz und Nieren getestet. Nur vier erhielten die Note "gut", sieben fielen durch.

Beschädigte Übergangsfuge an der Bismarckstraßenbrücke in Leverkusen.

Der ADAC-Brückentest 2014 zeigt an einer großen Stichprobe auf, dass die Brücken in Deutschland in einem größtenteils schlechten Zustand sind. Lediglich vier Brücken, davon drei vor weniger als 20 Jahren erbaut, erhielten die Note "gut". 19 Mal waren die Testergebnisse "ausreichend", sieben Brücken scheiterten an den angelegten Maßstäben. Und sind trotzdem täglich in Betrieb. Auch zeigen die Ergebnisse, dass der Standort nicht ausschlaggebend ist. Die Brücke mit dem besten Testergenis steht in Schwerin, die mit dem zweitschlechtesten Ergebnis ebenfalls. Die große Differenz ist allerdings das Baujahr: Die angefressene Stadionstraßenbrücke wurde 1974 errichtet, die Dreeschbrücke verdankt ihren grundsätzlich guten Zustand sicher auch der späteren Errichtung im Jahr 2000. Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel: Die drei in Lübeck getesteten Brücken(Hüxtertor-, Sandberg- und Rehderbrücke) bilden zusammen mit der Stadionstraßenbrücke aus Schwerin das Schlussquartett.

ADAC rät zu regelmäßigen Überprüfungen

Durch Korrosion beschädigte Brückenlager an der Rehderbrücke in Lübeck.

Der Zustand der Brücken ist in den meisten Fällen noch nicht ernst, wird aber durch schleichenden Verfall nicht besser. In vielen Kommunen werden die Brücken zwar geprüft, aber aufgrund knapper Budgets nur gewartet und nicht grundlegend repariert. Immerhin ist die Durchführung von regelmäßigen Prüfungen ein Fortschritt im Vergleich zum Brückentest von 2007. Damals wiesen 40 Prozent der getesteten Städte hierbei "teils erhebliche Unregelmäßigkeiten auf". Wegen hoher Kosten für Reparaturen plädiert der ADAC für die Bereitstellung von entsprechenden Rücklagen bei den Kommunen: "Rechtzeitig zu handeln ist die deutlich bessere und kostengünstigere Option als eine Schadensbehebung so lange zu verschieben, bis sie unbedingt notwendig wird", sagt Ulrich Klaus Becker, ADAC-Vizepräsident für Verkehr. Die häufigsten festgestellten Mängel sind undichte Fugen (durch die Wasser ins Bauwerk eindringen kann, was zu Witterungsschäden und Stalaktitenbildung führt) und Rost an tragenden Teilen, was die Statik beeinträchtigt. Der Test wurde im Auftrag des ADAC vom Ingenieurbüro Hampf Consult durchgeführt, die Ergebnisse von der Deutschen Gesellschaft für Qualität überprüft und bestätigt. Weitere Informationen können Sie im Video erfahren.

Autor: Jonathan Blum

Stichworte:

ADAC

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