ADAC-Crashtest: Disco-Unfall

— 18.10.2012

ADAC simuliert nächtlichen Horror

Besonders junge Fahrer sollten sich das Ergebnis des jüngsten ADAC-Crashtests ansehen: Der Autoclub hat einen typischen Disco-Unfall simuliert.



Junge Autofahrer sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Besonders gefürchtet ist das Szenario des so genannten Disco-Unfalls: Übermut, Unerfahrenheit und manchmal auch Alkohol führen dazu, dass ein mit jungen Menschen besetzter Pkw nachts von der Straße abkommt und gegen einen Baum prallt. Der ADAC hat einen solchen Unfall nun im Crashtest simuliert. Die Fragestellung: Was genau geschieht, wenn ein mit vier Personen besetzter Kleinstwagen mit Tempo 70 gegen einen Baum prallt?

ADAC-Crashtest September 2012

Das Ergebnis sollten sich vor allem junge Fahrer genau ansehen: Die Längsträger, die eigentlich die Energie des Aufpralls minimieren sollen, schrammen am Baum vorbei, Motor und Getriebe werden in den Innenraum gedrückt. Dadurch wird der Fußraum nahezu zerstört. Der hintere, nicht angeschnallte Insasse prallt auf den angeschnallten Fahrer, dessen Airbag daraufhin platzt. Das Rückhaltesystem ist wirkungslos. Durch fehlende Gurtstraffer und -begrenzer erreichen die Kopf- und die Nackenbelastungen bei den Personen auf der Rückbank kritische Grenzen. Schwerste, wenn nicht gar tödliche Verletzungen wären die Folge.

Überblick: Alle Crashtests auf autobild.de

Im Jahr 2011 starben laut Statistischem Bundesamt 522 junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren bei Pkw-Unfällen. Ein Grund dafür ist laut ADAC die Tatsache, dass junge Fahrer meist mit älteren Autos ohne moderne Sicherheitssysteme unterwegs sind. Außerdem ist die Zahl der Nichtangeschnallten bei den 18- bis 24-jährigen Fahrern erschreckend hoch: Im Vergleich zur Allgemeinheit sind sie doppelt so oft nicht durch Gurte gesichert. Doch die Zahl der Verunglückten ließe sich deutlich verringern: Mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm ESP halbiert sich die Gefahr eines Abkommens von der Straße. 30 Prozent der bei jungen Fahrern häufig vorkommenden tödlichen Alleinunfälle könnten vermieden werden, wenn alle Autos mit ESP ausgestattet wären, so der ADAC. Darüber hinaus fordert der Autoclub umfassende Schulungen für Fahranfänger.

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