ADAC testet Fahrradträger

ADAC-Fahrradträgertest 2009 ADAC-Fahrradträgertest 2009

ADAC-Fahrradträgertest 2009

— 14.05.2009

Nur guter Durchschnitt

Der ADAC hat 14 Fahrradträger für Dachmontage und Anhängerkupplung getestet. Kein Träger erhielt die Note "sehr gut", sieben wurden für "gut" befunden. Sechsmal gab es "befriedigend", einmal "ausreichend".

Der ADAC hat 14 Fahrradträger auf Herz und Nieren gecheckt. Im Test: acht Systeme für die Anhängerkupplung, sechs mit Dachmontage. Die Preisspanne der getesteten Modelle reicht bei den Dachträgern von 20 bis 109 Euro pro Fahrrad, die Kupplungsträger kosten zwischen 323 und 545 Euro. Das Ergebnis war eher mau: So richtig hervortun konnte sich keines der Geräte, allerdings gab es auch keinen Totalausfall. Sechsmal vergab der ADAC die Note "gut", sieben Träger wurden mit "befriedigend" bewertet, einer mit "ausreichend". Neben den Kriterien Montage und Handhabung wurde besonderes Augenmerk auf die Sicherheit gelegt. Der Test umfasste einen simulierten Auffahrunfall bei 30 km/h, eine Fahrt über die Rüttelstrecke, ein schnelles Ausweichmanöver bei 70 bis 80 km/h und eine Vollbremsung aus 100 km/h.

Beim Ausweichmanöver stößt so mancher Kandidat an seine Grenzen

Rüttel-Probleme: Die Fahrt auf der Schlechtwegstrecke wurde für einige Träger zur wackligen Angelegenheit.

Letztere meisterten fast alle Träger mit Bravour. Einzig das Modell "Eufab Harry" zeigte hier leichte Schwächen, genau wie auf der Rüttelstrecke. Der Anhängerkupplungsträger konnte der Belastung nur kurze Zeit standhalten. Ein Klemmmechanismus löste sich, das Gerät senkte sich bis zum Bodenkontakt ab. Rüttel-Probleme auch beim "Atera Strada Sport 3": Hier klappten die Fahrräder nach hinten weg, konnten aber zur Weiterfahrt wieder befestigt werden. Beim Ausweichmanöver fiel der preisgünstige "Eufab Poker" negativ auf: Der Träger verbog sich, die Räder waren nach dem Ausweichen lose, eines klappte sogar seitlich ab und beschädigte das Autodach. Der "Unitec MaXXimum" kam hier genauso an seine Grenzen und zeigte Verformungen. Aber auch einige der Heckträger konnten im Ausweichtest nicht überzeugen. So klappten der "Eufab Harry", der "Ecklafant 3" und "Atera Strada Sport 3" seitlich ab.

Crashtest bei Tempo 30: Teuer muss nicht sicher sein

Beim schnellen Ausweichmanöver klappten die Fahrräder teilweise seitlich weg - ein Sicherheitsrisiko.

Der ultimative Härtetest für jedes Trägersystem: ein Auffahrunfall bei Tempo 30. Gerade bei den Dachträgern gilt hier: Teuer muss nicht sicher sein. Der teuerste "Mont Blanc Discovery" (109 Euro) konnte das Fahrrad beim City Crash nicht am Fahrzeug halten. Daraus kann im realen Unfallgeschehen ein unnötiges Sicherheitsrisiko entstehen. Auch beim "d.frey classic" (69 Euro) machten sich die Räder selbstständig. Sogar bei einem Heckträger, dem "mft black-smiley", lösten sich beim Anprall die Räder von der Halterung. Überzeugen konnte dagegen der "Thule FreeRide 530" (57,90 Euro), der keine nennenswerten Schwächen in Punkto Sicherheit zeigte und zum Gesamtsieger bei den Dachträgern gekürt wurde. Mit den besten Sicherheitsnoten bei den Systemen für die Anhängerkupplung gewann der "Uebler P31" vor dem "Thule EuroClassic". Alle getesteten Modelle und Einzelnoten finden Sie in der ADAC-Tabelle.

Autor: Jan Kretzmann

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.