ADAC fordert Schutz vor Falschbetankung

— 26.03.2013

20.000 Mal vertankt

Der ADAC fordert einen wirksamen Schutz gegen Falschbetankung. Pro Jahr greifen Tausende Autofahrer zum falschen Sprit und riskieren Motorschäden.



Der ADAC fordert, dass alle Hersteller in ihren Modellen einen zuverlässigen Fehlbetankungsschutz integrieren. Hintergrund: Allein Mitarbeiter des Verkehrsclubs müssen jährlich circa 20.000 Mal ausrücken, weil Autfahrer den falschen Sprit eingefüllt haben. Gleichzeitig müsse auch sichergestellt werden, dass im Notfall eine Betankung mit einem Kanister möglich ist. Die Ursachen für diese Verwechslungen sind Laut ADAC vielfältig. Oft sorgen verschiedene Spritsorten mit exotisch-werbewirksamen Namen an den Tankstellen für Verwirrung. Eine Zuordnung zu Diesel oder Benzin ist dabei nicht immer ganz leicht. Hinzu kommen riesige, ablenkende Werbeaufkleber.

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Ein weiteres Problem entsteht, falls das Auto "leer gefahren" wird. Wenn der Autofahrer bei Kraftstoffmangel mit einem Kanister nachfüllen muss, kann es sein, dass der fortschrittliche Fehlbetankungsschutz ebenfalls sperrt. Kaum ein Hersteller hat hierfür eine Lösung parat. Laut ADAC ist das aber möglich: Ford legt für wenige Cent ein einfaches Adapterrohr ins Bordwerkzeug, das den Fehlbetankungsschutz "überbrückt". Es hat den gleichen Durchmesser wie eine Dieselzapfpistole. Somit kann auch mit einem gebräuchlichen Reservekanister problemlos nachgetankt werden. Wer allerdings den falschen Kraftstoff im Reservekanister hat, ist vor einer Fehlbetankung trotzdem nicht gefeit.

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Ein prominentes Opfer einer Fehlbetankung ist Barack Obama: Beim ersten Besuch des US-Präsidenten in Israel ist dessen Dienst-Limousine – "Beast" genannt – auf der Autobahn liegen geblieben. Der Grund, so berichtet der israelische Sender Channel 2: Ein Fahrer Obamas habe versehentlich Diesel statt Benzin getankt. Was dem Chauffeur von Obama passiert, kann jeden treffen. Bei modernen Motoren bedeutet falscher Sprit fast automatisch kapitale Schäden, wenn man trotzdem losfährt. Also gilt: Den Tank leerpumpen und reinigen lassen. Das ist immer noch wesentlich billiger als ein neues Aggregat plus Einbau!

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ADAC Tanken

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