ADAC GT Masters: Lamborghini siegt

Detailbilder vom Lamborghini Huracan GT3

ADAC GT Masters: Lamborghini siegt

— 23.05.2017

Lamborghini Huracán im Tracktest

Erfolgreiches Wochenende für Lamborghini im ADAC GT Masters am Lausitzring. Nach Platz drei in Rennen eins feiern die Italiener am Sonntag einen Sieg. ABMS hat den Lamborghini getestet.

Gute Ergebnisse für Lamborghini beim Motorsport-Festival am Lausitzring. In Rennen eins landeten Ezequiel Perez Companc und Mirko Bortolotti im Huracan GT3 von GRT Grasser-Racing-Team auf Rang drei, am Sonntag schnappte sich das Duo souverän sogar den Sieg. Überhaupt ist der Lamborghini in diesem Jahr extrem stark. Dafür sprechen auch drei Siege in der Blancpain GT Serie. AUTO BILD MOTORSPORT durfte den Huracán GT3 in Valencia zum Tracktest ausführen – und er hat beeindruckt.

Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti (27) steht schon als Fahrlehrer bereit. „Eigentlich kann man nicht viel falsch machen“, grinst er. Vorbei am Überrollkäfig zwängen wir uns in den Rennsitz. Im Vergleich zum Serienauto hockt der Fahrer deutlich tiefer. Bremse treten und die Kupplung am Lenkrad ziehen, dann erwacht der 5,2-Liter-V10 per Knopfdruck lautstark zum Leben.

Das GT-Werksengagement von Lamborghini ist noch jung: Der Huracán GT3 (seit 2015) ist der erste GT-Rennwagen, den die Italiener selbst konstruiert haben. Zumindest fast. Aerodynamik und Teile der Aufhängung wurden mit Dallara entwickelt, bei der Antriebseinheit griff man auf die Erfahrung von Konzernschwester Audi zurück. Motor und Getriebe stammen aus dem R8 LMS. Gleiches gilt für Lenkrad, Mittelkonsole und Sicherheitssitz. Das Besondere: Der GT3-Bolide entsteht auf derselben Produktionslinie wie auch die Serienversion des Huracan.


Traktionskontrolle und ABS sind jeweils in zehn Stufen verstellbar und machen den Lamborghini leicht beherrschbar. Aus engen Ecken beschleunigt der GT3-Huracán wie auf Schienen, selbst im niedrigen Drehzahlbereich schiebt das Heck kräftig nach vorn.

Der Zehnzylinder hinter dem Fahrer dröhnt, während auf der Beifahrerseite der Kompressor für die Pneumatik bei jedem Gangwechsel aufheult. Der Huracán lässt sich so einfach fahren, als hätte man in seinem Leben nichts anderes gemacht. Grund: Der GT3-Renner soll für Amateurpiloten und Profifahrer gleichermaßen geeignet sein.

Giorgio Sanna (41), Motorsport-Chef bei Lamborghini, ist mit der ersten Saison des Huracán GT3 im Kundensport zufrieden: „Bei 78 Rennwochenenden feierten wir 18 Siege und 52 Podestplätze.“ In nahezu jeder Sportwagen-Serie ist der Italiener mittlerweile vertreten, am letzten Wochenende gewann der Huracan GT3 sogar den ersten Lauf der Blancpain Endurance Serie. Daran soll nun angeknüpft werden, auch im ADAC GT Masters. Lambos Werksteam GRT Grasser Racing startet mit drei Autos, unter anderem mit dem Deutschen Christian Engelhart (30). Die Konkurrenz ist groß – doch der Lamborghini hat das Zeug zum Siegen.

Detailbilder vom Lamborghini Huracan GT3



Der Lamborghini Huracan GT3 ist ein Biest – sowohl optisch als auch technisch. Zudem hat das letzte Jahr bereits gezeigt, dass der giftgrüne Supersportler das Potenzial zum Siegen hat. Und sich damit vom vermeintlichen Außenseiter zum Spitzenreiter wandeln kann.

Autoren: Sönke Brederlow, ABMS

Fotos: Hersteller

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